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Lebensmitteltechnikum und BBS-Sanierung: Siegerentwurf steht fest

Wie der Landkreis Cloppenburg mitteilt, hat sich das Preisgericht für einen Vorschlag aus Münster entschieden. Die bisher geplanten Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 29,9 Millionen Euro.

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So könnte es aussehen: Dieser Vorschlag fand die Zustimmung des Preisgerichts. Entwurf: htarchitektur mit L 02 Landschaftsarchitektur

So könnte es aussehen: Dieser Vorschlag fand die Zustimmung des Preisgerichts. Entwurf: htarchitektur mit L 02 Landschaftsarchitektur

Der Siegerentwurf steht fest: Der Architektenwettbewerb für die Erweiterung der BBS Technik in Cloppenburg und den Neubau eines Lebensmittel-Technikums ist somit abgeschlossen. Wie der Landkreis mitteilt, hat das Preisgericht die Architektin Henrike Thiemann zusammen mit dem Landschaftsarchitekten Sven Witte aus Münster zum Sieger gekürt. Insgesamt wurden 15 Arbeiten eingereicht.

Die bisher geplanten Kosten für die Gesamtmaßnahme belaufen sich auf rund 29,9 Millionen Euro. Der Kreistagsbeschluss für den Neubau geht auf 2019 zurück, die Entscheidung zur Errichtung eines Lebensmitteltechnikums wurde noch weitere zwei Jahre zuvor gefasst. Aus einer Machbarkeitsstudie war hervorgegangen, dass die Kosten einer Sanierung der BBS in etwa auf dem Niveau für einen Ersatzbau mit 8000 Quadratmetern liegen würden. 

Bereits im Februar 2021 wurde das Raumkonzept vorgestellt

Das Projekt war offenbar bundesweit bekannt geworden, dies zeigt zumindest die Liste der Erstplatzierten des Architektenwettbewerbs. Nach Angaben der Kreisverwaltung wurde eine Wettbewerbssumme von 187.000 Euro zur Verfügung gestellt. Davon gingen 76.000 Euro an die Erstplatzierten. Mit dem zweiten Preis wurden die Architekten und Landschaftsarchitekten Thomas Knerer und Eva-Maria Lang aus München, Paul Schmelzer und Peter Weber aus Dresden sowie Christoph Ritter und Sandro Schaffner ebenfalls aus Dresden ausgezeichnet. Den dritten Platz erreichten die Architekten Martin Bockelmann und Christoph Schonhoff aus Hannover sowie Alexander Koblitz aus Berlin. Eine besondere Anerkennung wurde dem Architekten Adi Faust aus Berlin zugesprochen. 

Entwurf: htarchitektur mit L 02 LandschaftsarchitekturEntwurf: htarchitektur mit L 02 Landschaftsarchitektur

Die politischen Gremien des Landkreises hatten im vergangenen Jahr beschlossen, einen nicht offenen Planungswettbewerb zu veranlassen. Ein Gericht aus Fach- und Sachpreisrichtern beurteilte die Arbeiten anhand der Kriterien Städtebau, Architektur, Freiraum, Funktionalität, Nutzerkomfort, Wirtschaftlichkeit sowie Ressourcen und Energie. "Das Projekt wird die bislang größte Schulbauinvestition des Landkreises Cloppenburg werden", teilt die Verwaltung mit. Eine entsprechende Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten war im Foyer des Cloppenburger Kreishauses zu sehen.

Bereits im Februar 2021 wurde das Raumkonzept vorgestellt, Dorothee Münchow aus dem Schul- und Kulturamt sprach zu diesem Zeitpunkt von einem "Meilenstein". Der Raumplan für die BBS Technik sieht folgende Größen vor: Allgemeine Unterrichtsräume (1455 Quadratmeter), Naturwissenschaften (600), Informatik/Elektrotechnik (1400), Ernährung (384), Körperpflege (236), Eingangsbereich (1292), Verwaltung (417), Lehrerzimmer (541), Selbstlernzentrum und Beratung (295) sowie Sanitärräume und Inklusionsräume (420).

Verbindung zwischen BBS und Lebensmitteltechnikum

Die BBS Technik hat im Schuljahr 2020/21 insgesamt 2408 Schüler in zwölf verschiedenen Bildungsgängen und zehn verschiedenen Schulformen beschult. Ziele des Konzeptes seien unter anderem eine flexible Raumnutzung und eine Verbindung zwischen den BBS und dem neuen Lebensmitteltechnikum. Letzteres solle auch nah am Eingang, an der Aula und dem Ernährungsbereich der Schule liegen. 

Das neue Lebensmitteltechnikum geht unter anderem auf Forderungen von Betrieben der Lebensmittelindustrie zurück. Sie brachten 2013 die Errichtung einer wirtschaftsorientierten Förder- und Bildungseinrichtung, in der praktische Ausbildungsinhalte, Umschulungen und Qualifizierungen sowie Seminare und Lehrgänge zur berufsbezogenen und fachübergreifenden Weiterbildung angeboten werden können, ins Spiel. Damit sollen die Aus- und Weiterbildung gestärkt sowie die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit der Unternehmen gesteigert werden. Die Planer erhoffen sich eine Steigerung der Fachkompetenz und Innovationskraft. Auch die Fachkräftesicherung und die Imagepflege sollen gefördert werden. Geplant sind neben Arbeits-, Seminar- und Lagerräumen auch eine Tiefkühlzelle und eine Produktionshalle.

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