Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Launige Predigt macht Lust auf "Tour der 1000 Kurven" durch das OM

Der Motorradgottesdienst in Lohne bereitete auf die Ausfahrt durch die Landkreise Vechta und Cloppenburg vor. Nicht nur Motorräder, sondern auch Roller und Quads fuhren mit.

Artikel teilen:
Das „Pastorrad“: Pastor Dr. Klaus-Michael Lemke-Paetznick lehnte seine Predigt in Lohne an sein Motorrad an. Den Gottesdienst begleitete die Band Andoste.  Foto: Steinke

Das „Pastorrad“: Pastor Dr. Klaus-Michael Lemke-Paetznick lehnte seine Predigt in Lohne an sein Motorrad an. Den Gottesdienst begleitete die Band Andoste.  Foto: Steinke

Als sich Gerd Tönjes auf seiner BMW 1200 CS anschickte mit den gut 170 Motorrad-, Roller- und Squadfahrern auf die „Tour der 1000 Kurven“ durch den Landkreis Vechta und Teile von Cloppenburg zu gehen, war das eigentlich nur die Zugabe zum Lohner Motorradgottesdienst 2022.

Als Auftakt hatten die Mitarbeiterinnen des e-Centers in Lohne zunächst ein umfangreiches Frühstücksbuffet ehrenamtlich zubereitet. Dann spielte die Band Andoste zum Gottesdienst auf, gestaltet von den 3 Motorrad fahrenden Zelebrierenden Pastoralreferentin und Krankenhausseelsorgerin Cordula Thöle-Busse, Pastor Christian Jaeger (St. Michael Lohne) und Pastor Dr. Klaus-Michael Lemke-Paetznick, der als Tourismuspfarrer stilecht auf einer „alten Suzuki 1200 S Bandit“ aus Fedderwarden angereist war.

Diese Maschine, in seinem Heimatort liebevoll „Pastorrad“ genannt, stand sodann im Mittelpunkt einer launigen Predigt. Beginnend mit den Scheinwerfern, die nicht nur den Weg leuchten, sondern auch Jesus als „Licht der Welt“ symbolisieren; über den Rückspiegel, der uns zurückschauen lässt, wo wir „von Gott begleitet“ waren; den Blinker, der uns kommunizieren lässt oder die Federung, "die uns abfedert wie es auch Gott tut"; bis hin zum Koffer, aus dem Lemke-Paetznick seine „Biker-Bibel“ holte und auf den „Helm des Heils“ im Epheserbrief verwies. Letztlich sei der Tank mit seiner Füllung der Antrieb aller Fahrten. Selbst beim Halt ist Verlass auf Gottes Beistand, denn „er stellt unsere Füße auf weiten Raum“ (Psalm 31).

Zum Schluss freute der 64-Jährige sich auf eine schöne Ausfahrt, nicht ohne auf den Lebenswert hinzuweisen: „Wir sind satt...wir haben ein tolles Leben und schulden alle dem lieben Gott das Leuchten in unseren Augen.“

Tour mit viel Erfahrung neu ausgearbeitet

Die anschließende Kollekte kommt traditionsgemäß einem sozialen Zweck zugute. Diesmal wurden 771 Euro für den Herzenswunschkrankenwagen der Malteser gespendet, der Menschen am Ende ihrer Lebenstage unentgeltlich noch einen Abschiedswunsch erfüllen soll. Ganz gleich, ob Motorrad, Roller oder Squad – mit großer Vorfreude machten sich die Biker auf die neu ausgearbeitete Tour, die in sinnigem Tempo und immer wieder mit kleinen Unterbrechungen, um die Abstände nicht zu große werden zu lassen, absolviert wurde.

Der älteste Teilnehmer mit seiner Maschine war um die 90 Jahre alt; die Jüngsten hatten erst unlängst ihre Führerscheinprüfung gemacht. Abgerundet wurde die gut 80 Kilometer lange Fahrt schließlich auf dem Gelände der Firma Höffmann-Reisen in Vechta, die zu Kaffee und Kuchen geladen hatte.

Der neue Newsletter für Friesoythe. Immer am Donnerstag das Wichtigste aus der Eisenstadt in ihrem Postfach. So verpassen Sie nichts mehr.  Jetzt hier kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Launige Predigt macht Lust auf "Tour der 1000 Kurven" durch das OM - OM online