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Lastruper Unternehmerin will Dirtpark bauen

Das Gelände liegt hinter dem Kalieber-Stützpunkt. Mit ihrem Angebot dürfte Sarah Dhem der Gemeinde zu einer echten Attraktion verhelfen. Den Anstoß gaben jugendliche Radsportler.

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Rasante Kurvenfahrt: Auch in Lastrup soll das demnächst möglich sein.   Symbolfoto: Peter Steffen/dpa/lni  

Rasante Kurvenfahrt: Auch in Lastrup soll das demnächst möglich sein.   Symbolfoto: Peter Steffen/dpa/lni  

In Lastrup soll ein Dirtpark für Radsportler entstehen. Der Ausschuss für Jugend, Familie, Soziales und Freizeit stimmte einem entsprechenden Antrag zu, dessen Besonderheit nicht zuletzt die Antragsteller selbst sind: 21 Jugendliche aus der Gemeinde hatten ihr Anliegen gemeinsam bei der Verwaltung eingereicht.

Angefangen hatte alles mit Luis Niehoff und Erik Meyer. Die beiden Jungen sind begeisterte Mountain-Biker. Jede freie Minute verbringen sie auf ihren Rädern. Zum Trainieren müssen sie jedoch weit fahren, denn in der Nähe gibt es bislang keinen Übungsplatz. Das wollten sie mit Hilfe der Politik ändern. Ihr Antrag, den sie zusammen mit anderen Fahrern im vergangenen Jahr auf den Weg brachten, stieß im Rathaus auf Wohlwollen. Bürgermeister Michael Kramer sondierte die Möglichkeiten. Unter anderem galt es, die Standortfrage zu klären.  "Die Vereine standen schon Gewehr bei Fuß, aber wir haben einfach kein geeignetes Gelände gefunden", erzählt Kramer.  Das Vorhaben kam nicht recht weiter. Bis Sarah Dhem davon erfuhr. Die Unternehmerin hatte eine Idee.

Hinter ihrem "Kalieber-Stützpunkt" an der Straße Dillen befinden sich rund 4000 Quadratmeter unbebaute Fläche. Sarah Dhem will den Park auf einem Teil des Geländes in Eigenregie bauen. "Ich möchte der Gemeinde etwas zurückgeben", erklärte sie am Mittwoch im Ausschuss. Zugleich machte sie aber auch kein Geheimnis daraus, dass sie die künftigen Parkbesucher gern in den "Stützpunkt" locken möchte, zu dem auch ein Restaurantbereich gehört. Die Nutzung des Bikeparks solle aber kostenlos, das Gelände für jedermann zugänglich sein, betonte sie.

Bürgermeister lobt "erfreuliche Wende"

Im Ausschuss kamen die Pläne gut an. Michael Kramer sprach von einer "erfreulichen Wende". Von allen Seiten gelobt wurde auch das Engagement der Jugendlichen. Sandra Obermeyer hält es für beispielhaft und wünscht sich mehr davon. "Ihr macht uns auf Dinge aufmerksam, die wir Erwachsenen vielleicht nicht immer so genau im Blick haben." Und Stephan Grönheim erklärte, er unterstütze ohnehin jeden Vorschlag, der junge Menschen zu Bewegung und frischer Luft verhelfe. 

Dirt- und Bikeparks gibt es inzwischen überall im Land. Sie bestehen meist aus einem Rundkurs mit Erdhügeln, Brücken, Sprungmöglichkeiten und Steilkurven. Letztere sind in Lastrup aber nicht vorgesehen. "Dafür fehlen uns die Hügel", schränkt Sarah Dhem ein. Das Lastruper Projekt soll rund 96.000 Euro kosten, wobei noch nicht geklärt ist, ob der Park bei Dunkelheit ausgeleuchtet werden muss. Der Jugendausschuss empfahl einstimmig eine 30-prozentige Beteiligung durch die Gemeinde. Weitere 30 Prozent sollen aus Leader-Fördermitteln in die Finanzierung hineinfließen. Den Rest übernimmt die Firma Kalieber. Der Vorschlag geht jetzt seinen Weg durch die Ratsgremien. Die erste Hürde haben die Biker aber bereits übersprungen.

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