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Lärm: Löningen ist nur in Borkhorn betroffen

Die Verwaltung sieht zurzeit keinen Grund für konkrete Maßnahmen. Unterdessen billigt der Planungsausschuss einen Aktionsplan einstimmig.

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Nur in Borkhorn betroffen: Nach der Lärmkartierung des Gewerbeaufsichtsamts Hildesheim gibt es entlang der B 213  in dem Ortsteil eine Belastung der Bewohner durch die Straße. Foto: Willi Siemer

Nur in Borkhorn betroffen: Nach der Lärmkartierung des Gewerbeaufsichtsamts Hildesheim gibt es entlang der B 213 in dem Ortsteil eine Belastung der Bewohner durch die Straße. Foto: Willi Siemer

Einstimmig bei drei Enthaltungen hat der Planungs- und Umweltausschuss dem Rat auf der jüngsten Sitzung empfohlen, die von der Verwaltung vorgestellte dritte Stufe des Lärm-
aktionsplans zu billigen. Der Plan sieht keine konkrete Maßnahmen vor.

Grundlage des ähnlich einem Bebauungsplan in mehreren Schritten und mit Beteiligung der Öffentlichkeit vorgeschriebenen Verfahrens ist eine Richtlinie von EU-Parlament und -rat und das Bundes-Immissions-Schutz-Gesetz über die „Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm“ .

Nach der vom Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim für ganz Niedersachsen erarbeiteten Lärmkartierung ist die Stadtgemeinde nach Angaben von Fachbereichsleiterin Hannah Lohe lediglich im Bereich der Bundesstraße 213 im Ortsteil Borkhorn betroffen, das heißt, hier werden die Grenzwerte überschritten.

Stadt ist kein „Vorhabenträger“

In dem Aktionsplan sieht die Stadt dennoch aus zwei Gründen keine Reaktion auf Belastungen der Anwohner der Hauptverkehrsstraße vor: Zum einen ist die Stadt nicht sogenannter „Vorhabenträger“, da es sich um eine Straße des Bundes handelt. Zum anderen verweist die Stadtverwaltung auf die mittelfristig geplante Entlastung durch den vierspurigen Ausbau der E 233 und das Verlegen der Trasse um einige Kilometer nach Norden auf halber Strecke zwischen Augustenfeld und Borkhorn. Damit sei der jetzige Bereich deutlich weniger belastet und der Abschnitt wird zwischen Helmighausen und Meerdorf von einer Bundes- zu einer Kreis- oder Kommunalstraße heruntergestuft, so Lohe.

Vor einigen Jahren hatte eine Bürgerinitiative des Ortes versucht, einen Lärmschutzwall   entlang der Siedlungshäuser errichten zu lassen. „Die Borkhorner sind durch den Lärm seit Jahren angepiekst“, erklärte Ratsherr und Bewohner Björn Brak (CDU). Richtig sei aber auch, dass es keine einheitliche Meinung zu einem Lärmschutzwall in Eigenregie gebe, da es unterschiedliche Auffassungen über eine mögliche Verlagerung des Schalls gebe und der Ort damit noch einige Jahre mit den Belastungen leben müsse, so Brak.

Belastende Situation sehr wohl bewusst

Allen Beteiligten sei die belastende Situation hier auch durch den zunehmenden Schwerlastverkehr sehr wohl bewusst, erklärte Bürgermeister Marcus Willen. Es habe aber vor Jahren bereits eine Entlastung durch eine optimierte Ampelschaltung und den aufgestellten Blitzer beim Fahrverhalten der Laster gegeben. Ein Erdwall habe erhebliche rechtliche Hindernisse, daher sei dieser Ansatz nicht weiter verfolgt worden.

Alle seien in anderen Bereichen auch von Verkehrslärm betroffen, warum werde im Stadtgebiet zum Reduzieren nicht überall Tempo 30 eingeführt, regte Tom Dobrowolski (Linke) an .

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