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Laptops für bedürftige Schüler: Lohner Initiative verzeichnet Erfolge

Mehr als 50 Geräte haben der CDU-Stadtverband und der Runde Tisch bereits an Kinder und Jugendliche vermittelt. Dank einer Spende von Dieter Asbrede folgen nun 20 weitere Notebooks.

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Bildungsgerechtigkeit ist ihnen ein Anliegen: (von links) Dennis Pölking, Dieter und Gertrud Asbrede sowie Paul Sandmann. Foto: Timphaus

Bildungsgerechtigkeit ist ihnen ein Anliegen: (von links) Dennis Pölking, Dieter und Gertrud Asbrede sowie Paul Sandmann. Foto: Timphaus

Die Initiative des CDU-Stadtverbandes Lohne und des Runden Tisches für Integration und Völkerverständigung Lohne zur Schaffung von Bildungsgerechtigkeit läuft sehr erfolgreich. Bisher konnten die Initiatoren nach eigenen Angaben mehr als 50 aufgearbeitete Laptops und Tablets an bedürftige Schüler herausgeben. In Kürze kommen dank einer Spende von Dieter Asbrede 20 weitere Geräte hinzu.

Die Christdemokraten und der Runde Tisch hatten im vergangenen Mai gemeinsam eine Initiative angestoßen, um finanziell schwächere Familien mit Hardware zu unterstützen. Unternehmen und Privatpersonen waren dazu aufgerufen, vor allem ausgediente Laptops und Tablets zur Verfügung zu stellen.

Hintergrund ist der Wandel im Lernalltag von Kindern und Jugendlichen infolge der Corona-Pandemie. Durch das "Distanzlernen" als Gebot der Stunde haben die Initiatoren die Sorge, dass Schüler, die nicht über die finanziellen Mittel zur Anschaffung der technischen Ausstattung verfügen, abgehängt werden.

CDU und Runder Tisch leisten Überbrückungshilfe

Die CDU-Ratsmitglieder Paul Sandmann und Christina Renner betonen, dass weiterhin die Notwendigkeit für ihre Initiative bestehe. "Momentan stehen den Schulen noch keine Geräte zur Ausleihe zur Verfügung", sagt Sandmann. Seines Wissens fehlten beispielsweise bei den iPads noch die passenden Schutzhüllen.

Renner erläutert, dass die Christdemokraten und die Ehrenamtlichen des Runden Tisches mit der Aktion eine Überbrückungshilfe leisteten. Es gehe darum, Lücken bei der Online-Beschulung zu füllen. "Corona zwingt die Schüler nach Hause, wir schaffen die technische Verbindung zum digitalen Unterricht."

Nach Angaben von Sandmann ist die Zielgruppe im Laufe der Zeit ausgeweitet worden. So wendeten die Initiatoren inzwischen nicht mehr nur den Blick auf die allgemeinbildenden, sondern auch auf die Berufsschulen. "Auch bei den Schülern der Fachoberschulen sowie den Auszubildenden gibt es dauerhaft Bedarfe."

Initiatoren rufen erneut zur Hardware-Spende auf

Das Weihnachtsfest hatten die Initiatoren jüngst zum Anlass genommen, über den Stand ihrer Bemühungen zu informieren – und einen erneuten Aufruf zu starten. "Falls jemand an Heiligabend ein neues Gerät erhalten hat, kann er das alte ja bei uns abgeben", sagt Renner. "Wir freuen uns auch über Geldspenden", sagt Sandmann. So könnte im nächsten Schritt möglicherweise die Anschaffung von Druckern forciert werden.

Die Laptops und Tablets werden mit Hilfe der "Digitalen Forscher", einer Gruppe des Jugendtreffs, für den Unterrichtseinsatz aufbereitet. Auch der Lohner Dennis Pölking unterstützt die Aktion. Der Inhaber des Oldenburger IT-Unternehmens Meshwork hat bereits mehrfach über Lieferanten Altgeräte besorgt, in seiner Firma technisch aufbereitet und die erforderliche Software aufgespielt.

Bedürftige Familien, die Unterstützung bei der Bewältigung des "Distanzlernens" benötigen, können sich nach Angaben des Jugendpflegers jederzeit an den Jugendtreff oder die Schulen wenden. "Wir wollen, dass kein Kind ausgeschlossen wird."

Dieter Asbrede finanziert 20 Laptops

Auch Dieter Asbrede wählte diesen Weg. Der 64-Jährige hatte in der Vergangenheit schon mehrfach über die Kontakte des Jugendtreffs Familien in Not finanziell unter die Arme gegriffen. "Das gibt mir ein gutes Gefühl. Das ist mir wichtig. Ich möchte den Menschen die Chance geben, ihre Situation zu verbessern."

Nachdem ihm Sandmann über die Initiative berichtet hatte, erklärte sich Asbrede bereit, 20 Laptops zu finanzieren. "Ich mache jedes Jahr in der Weihnachtszeit etwas. Ich habe mir ein Limit von 5000 Euro gesetzt - und die gebe ich auch aus", sagt der Lohner.

Er lobt die Arbeit des Jugendtreffs. "Ich finde es richtig gut, was dort gemacht wird." Asbrede hofft, mit seinem Handeln ein gutes Beispiel für andere geben zu können. "Vielleicht denkt sich der ein oder andere: Das kann ich auch." Viele soziale Initiativen und Projekte seien auf Spenden angewiesen. "Es können sich ja auch mehrere Personen zu einer Gruppe zusammentun", schlägt er vor.

Übrigens: Für die Laptops haben die Ehrenamtlichen bereits einen Abnehmer. Die Stegemannschule hat wegen 30 Geräten angefragt.

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