Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Landwirte profitieren von Preiserhöhung

Der Discounter reagiert auf die Proteste der Landwirte und hebt die Preise für 10 ausgewählte Produkte an. Schon an diesem Donnerstag ist zum Beispiel gemischtes Hackfleisch teurer.

Artikel teilen:
Die Proteste zeigen Wirkung: Lidl erhöht Fleischpreise für Bauern. Foto: OM online

Die Proteste zeigen Wirkung: Lidl erhöht Fleischpreise für Bauern. Foto: OM online

Der Discounter Lidl hat auf die Bauernproteste der vergangenen Wochen reagiert und erhöht ab diesem Donnerstag die Preise für 10 ausgewählte Schweinefleischartikel. Das geht aus einer internen Mitarbeiterinformation hervor, die OM online vorliegt. So sollen die Preise pro Kilogramm Schweinefleisch um einen Euro (umgerechnet auf die Verpackungsgröße) angehoben werden, um, wie es heißt, die Schweinebauern zusätzlich zu unterstützen. Die Preiserhöhung werde zu 100 Prozent an die Landwirte weitergegeben. Wie das geschieht, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Die Mitarbeiter werden angehalten, die neuen Preisschilder vor der Filialeröffnung am Donnerstag an den entsprechenden Produkten anzubringen. So soll die Packung 500 Gramm gemischtes Hackfleisch nicht mehr 2,39 Euro, sondern 2,71 Euro kosten. Den Grund für die Preiserhöhung erfahren die Kunden ebenfalls auf dem Einleger.

Unternehmen schlägt neutrale Schlichtungsstelle vor

Vergangene Woche hatten Hunderte Bauern das Lidl Zentrallager in Cloppenburg blockiert. Anfang der Woche setzten sie ihre Aktionen vor Standorten des Aldi-Konzerns fort. Lidl betont in seiner Mitarbeiterinfo, dass dem Unternehmen eine faire Partnerschaft "mit allen Landwirten und Erzeugergemeinschaften" wichtig sei. "Wir haben einen Dringlichkeitsgipfel gefordert, um die akute Situation unserer Schweinebauern kurzfristig und der gesamten Landwirtschaft langfristig zu verbessern." Zudem sei man bereit, zusätzliche 50 Millionen Euro in die Brancheninitiative "Tierwohl" einzuzahlen.

Lidl betont, sich für "faire Handelspraktiken sowie für einen Verhaltenskodex" einzusetzen. Das Unternehmen schlägt deshalb die Einrichtung einer neutralen Schlichtungsstelle vor.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Landwirte profitieren von Preiserhöhung - OM online