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Landrat findet keinen Grund zum Meckern

Fast 30 Jahre lang hat Manfred Kramer die Hase-Wasseracht geleitet. Dabei gelang ihm die Umsetzung zahlreicher Projekte. Auch in brisanten Situationen behielt er einen kühlen Kopf.

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Verabschiedet: Manfred Kramer (4. von links) wechselt in den Ruhestand.  Foto: G. Meyer 

Verabschiedet: Manfred Kramer (4. von links) wechselt in den Ruhestand.  Foto: G. Meyer 

"Mach was mit Wasser, das läuft immer"! Den Ratschlag seines Vaters hat Manfred Kramer Zeit seines Berufslebens befolgt. 40 Jahre lang arbeitete er für die Hase-Wasseracht, 28 davon als ihr Geschäftsführer. Verbandsvertreter und Mitarbeiter verabschiedeten Kramer jetzt in den  Ruhestand.

An der Hase-Wasseracht kommt niemand vorbei, der im Verbandsgebiet ein Grundstück besitzt. Ihr Zuständigkeitsbereich erstreckt sich über 4 Landkreise, wobei das Oldenburger Münsterland mit zusammen 82.000 Hektar den Schwerpunkt bildet. Die Aufgaben werden vom frisch sanierten Essener Bahnhofsgebäude aus gesteuert. Zu ihnen gehören die Bewirtschaftung der Gewässer im Bereich der Hase, Entwässerungsmaßnahmen und – inzwischen verstärkt – der Umweltschutz und die Rückgewinnung der Biodiversität, etwa durch Renaturierungen. Dass sich Manfred Kramer in den vergangenen Jahrzehnten darin Verdienste erworben hat, unterstrichen die Redner im Forum Hasetal. "Es gab nie etwas zu meckern", resümierte Landrat Johann Wimberg. Der Verband sei zudem wirtschaftlich hervorragend aufgestellt. Auch Löningens Bürgermeister Marcus Willen und sein Essener Amtskollege Heiner Kreßmann würdigten die Tatkraft  Kramers. Kreßmann hatte zuletzt gemeinsam mit ihm das Flurbereinigungsverfahren Calhorner Mühlenbach angeschoben. Auch an der Ausweisung des neuen Baugebietes an der Löninger Straße habe Kramer konstruktiv mitgewirkt, sagte der Rathauschef.

Wütender Mann steht mit Hammer im Büro

Der Gelobte reichte die Lorbeeren an seine Mitarbeiter weiter.  Zusammen habe man viel erlebt, etwa das schwere Hochwasser in Vechta 1998. "Damals überlegten wir, die Deiche zu sprengen." Die Sache ging zum Glück ebenso gut wie der überraschende Besuch eines Wüterichs in Kramers Büro. "Er hielt einen Hammer in der Hand, aber ich konnte ihn beruhigen." Beim Thema Wasser kochen die Emotionen offenbar schnell hoch.

Ob der neue Geschäftsführer der Hase-Wasseracht, Simon Kollhoff, irgendwann über ähnliche Erlebnisse berichten kann, wird sich zeigen. Der 35-Jährige kommt aus Emstek und ist wie Kramer studierter Wasserbauingenieur. Kollhoff skizzierte die künftigen Aufgaben des Verbandes, zu denen zunehmend die Wasserrückhaltung in Dürrejahren gehöre. Zu tun haben dürften er und sein Team in den kommenden Jahren mehr als genug. Sein Vorgänger stärkte ihm dafür schon einmal den Rücken.

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