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Landkreis verabschiedet 2 Pandemiehelfer von der Bundeswehr

Matthias Jansen und Andreas Mittelstedt hatten mehrere Monate geholfen, die Kontaktpersonen von Corona-Infizierten zu ermitteln und zu informieren. Nun gehen sie.

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Verlassen jetzt ihre Posten: Hauptfeldwebel Matthias Janssen (links) und Oberstabsgefreiter Andreas Mittelstedt (rechts) wurden nach vielen Monaten im Dienst der Kreisverwaltung von Ordnungsamtsleiter verabschiedet. Foto: Landkreis/Rühl 

Verlassen jetzt ihre Posten: Hauptfeldwebel Matthias Janssen (links) und Oberstabsgefreiter Andreas Mittelstedt (rechts) wurden nach vielen Monaten im Dienst der Kreisverwaltung von Ordnungsamtsleiter verabschiedet. Foto: Landkreis/Rühl 

Nach vielen Monaten als Teil des Teams "Corona-Kontaktermittlung" sind die Bundeswehrsoldaten Hauptfeldwebel Matthias Janssen und Oberstabsgefreiter Andreas Mittelstedt vom Landkreis Cloppenburg verabschiedet worden.

Zum Teil über ein halbes Jahr haben die beiden Soldaten im Hilfeleistungseinsatz für den Landkreis gearbeitet, heißt es. Während ihres Dienstes im Kreishaus hätten sie mit tausenden Bürgerinnen und Bürgern telefoniert und dabei aufgeklärt, welche Kontakte eine hohe oder geringe Wahrscheinlichkeit haben, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Hinter jedem neuen positiven Fall steckten weitere Kontaktpersonen, die bei einem positiven Testergebnis kontaktiert werden mussten, schreibt der Landkreis.

"Die meisten Menschen hier waren sehr verständnisvoll, abgesehen von einigen Ausreißern. Erstmal steht immer der Schreck im Raum, dass man mehrere Wochen in Quarantäne muss. Aber grundsätzlich sind die Leute dabei ruhig geblieben", wird Hauptfeldwebel Matthias Janssen zitiert, der vor seinem Einsatz in Cloppenburg unter anderem im Demenzzentrum in Molbergen in der Zugangskontrolle geholfen hatte.

Mittelstedt und Janssen "ein eingespieltes Team"

Mittelstedt und Janssen sind sonst in der Stabs- und Fernmeldekompanie der ersten Panzerdivision in Oldenburg für Telekommunikation zuständig und waren bereits vor ihrer Zeit in Cloppenburg „ein eingespieltes Team“, wie Janssen laut Mail betont. Mittelstedt unterstützte den Landkreis seit September. "Wir gehen mit zwei weinenden Augen, wir hatten hier ein richtig gutes Verhältnis und viel Spaß bei der Arbeit zusammen mit den Ämtern, den Teams und dem Gesundheitsamt. Danke, dass wir hier sein durften", wird Janssen weiter zitiert.

Kreisrat Neidhard Varnhorn überbrachte im Namen von Landrat Johann Wimberg „den herzlichen Dank des Landkreises für die Unterstützung der Kontaktermittlung im Katastrophenschutzraum des Kreishauses“. Selten habe der Landkreis seit dem vergangenen Herbst die 7-Tagesinzidenz pro 100.000 Einwohnern von 100 unter-schritten. "Das lässt auch darauf schließen, dass die Zahl der Haushalte, die täglich angerufen werden musste, dauerhaft hoch war", betonte Varnhorn.

Für manche Branchen hätte der Lockdown keine oder weniger Arbeit bedeutet. "Das Kreishaus war aber seit dem Spätsommer im Dauereinsatz von Montag bis Sonntag. Die Amtshilfe durch die Soldaten war unbedingt erforderlich." Aktuell arbeiten laut Varnhorn  noch Soldaten im Impfzentrum. "Der Dank gilt auch allen, die uns schon früher verlassen mussten, um ihren regulären Dienst wieder aufzunehmen." So seien in den letzten 10 Monaten alleine aus der Stabs- und Fernmeldekompanie der ersten Panzerdivision bis zu 12 Soldaten dauerhaft Helfer bei der Kontaktnachverfolgung und bei mobilen Impfteamsgewesen.

"Auf die in der Kontaktermittlung eingesetzten Soldaten konnte man sich blind verlassen, sie waren immer hoch motiviert."Denny Vinzing, Sachbearbeiter Katastrophenschutz

Oberstleutnant Hubertus Pleye vom Kreisverbindungskommando Cloppenburg lobte laut Mitteilung die Soldaten. "Im Einsatz wird  oft mehr verlangt als Dienst nach Vorschrift um den Auftrag zu erfüllen. Diese Aufgabe haben die hier beim Landkreis eingesetzten Soldaten Mittelstedt und Janssen voll erfüllt. Wir sind sehr zufrieden", sagt Pleye laut Mail.

Auch das aus Mitarbeitern mehrerer Ämter bestehende Team "Kontaktermittlung" verabschiedete sich nach Angaben des Kreises "herzlich" von den beiden Soldaten, die viele Monate Kollegen waren. "Die Zusammenarbeit war immer hervorragend und beständig zuverlässig. Auf die in der Kontaktermittlung eingesetzten Soldaten konnte man sich blind verlassen, sie waren immer hoch motiviert", wird Denny Vinzing, Sachbearbeiter Katastrophenschutz, zitiert.

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