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Landkreis Vechta und Stadt Lohne gestalten Umweltwoche

Im gesamten Landkreis Vechta wird vom 20. bis 25. März die Umweltwoche 2023 durchgeführt. Lohne bietet zudem ein umfangreiches Programm. Tolle Projekte werden zudem mit 3 Umweltpreisen belohnt.

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Freuen sich auf die Umweltwoche 2023: Klimaschutzbeauftragter Dr. Matthias Galle (von links), Landrat Tobias Gerdesmeyer, Lohnes Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet und Matthias Reinkober vom Planungsamt der Stadt Lohne. Foto: M. Niehues

Freuen sich auf die Umweltwoche 2023: Klimaschutzbeauftragter Dr. Matthias Galle (von links), Landrat Tobias Gerdesmeyer, Lohnes Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet und Matthias Reinkober vom Planungsamt der Stadt Lohne. Foto: M. Niehues

Das Thema Umwelt – ob Natur-, Klima- oder Artenschutz – ist derzeit in aller Munde. Das weiß auch der Vechtaer Landrat Tobias Gerdesmeyer. Dies sei nicht nur seine Wahrnehmung, sagt er. "Die Bedeutung hat deutlich zugenommen." Dies merke er auch bei nahezu allen Beratungen und Entscheidungen, mit der sich der Kreistag beschäftige, stellt er fest. Sein Anliegen sei es, noch mehr zur Bewusstseinsbildung beizutragen.

Geschehen soll das unter anderem in der kommenden Umweltwoche vom 20. bis 25. März 2023, in der alle 11 Städte und Gemeinden im Landkreis vielfältige Projekte und Beiträge beisteuern wollen. Ausgelobt wird zudem ein Umweltpreis, dessen Gewinner dreimal 500 Euro erhalten sollen. 

Projekte mit Vorbildcharakter werden prämiert

Prämiert werden Projekte, Maßnahmen und Initiativen, die einen Vorbildcharakter für den Umwelt- und Naturschutz im Landkreis Vechta besitzen. Inhaltlich kann es sich dabei um Natur- und Artenschutz, Landschaftspflegemaßnahmen, Biotopverbund, Gewässer- und Bodenschutz, Abfallvermeidung, Landwirtschaft, Klimaschutz oder Umweltbildung handeln. Die Voraussetzungen sind also so breit gefächert wie das Thema selbst.

Teilnahmeberechtigt sind Privatpersonen, Schulklassen, Gruppen, Vereine, Organisationen und auch Unternehmen mit Sitz oder Hauptwohnsitz im Landkreis Vechta. Ausgeschlossen sind Behörden und Parteien. Das Projekt muss bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Die weiteren Teilnahmevoraussetzungen können auf der Webseite des Landkreises eingesehen werden. Hier gibt es auch die Formulare für die Teilnahme, die bis zum 6. Februar 2023 erfolgen kann.

Landrat Gerdesmeyer: Wasser ist ein "Megathema"

Gerade Wasser, macht Landrat Gerdesmeyer im Gespräch deutlich, sei  ein "Megathema". Die Fragestellungen zum Klimawandel und die Auswirkungen auf das Wasser in der Region seien von großer Bedeutung. Hier führt er die Stichworte "wie Wasser in der Fläche halten", Wassermanagement, Nitratproben, Monitoring und Moorschutz an. Beim letzten Punkt stehe der Landkreis Vechta  zudem im engen Austausch mit dem Landkreis Diepholz, berichtet er.

Partnerstadt für die Umweltwoche 2023 ist Lohne. In zeitlicher Abstimmung mit den anderen Kommunen wird hier vom 20. bis zum 25. März (Montag bis Samstag) ein umfassendes Programm präsentiert. Der Auftakt soll gleich mit einer Pflanzaktion mit geladenen Gästen im neuen Bürger-Klimapark am Montag starten. Am Abend folgt ein Energievortrag zu Sanierungsmöglichkeiten und Fördermitteln für das eigene Heim im Kreishaus. Am 21. März (Dienstag) wird eine Wanderausstellung zum Klimaeinfluss auf die Binnengewässer im Kreishaus eröffnet und am 22. März (Mittwoch) stellen sich die verschiedenen im Umweltschutz aktiven Vereine im Industriemuseum in Lohne vor. Zudem gibt es nachmittags eine Führung des Nabu durchs Südlohner Moor. Am 23. März (Donnerstag) folgt ein Kinotag, morgens für Schüler, abends für die Bevölkerung mit Filmen zu Umweltthemen. Zudem stellt die Firma Pöppelmann im Industriemuseum das Kunststoff-Kreislauf-Modell morgens für Schüler und nachmittags für alle Besucher vor.

Jürgen Feder wandert durch Visbeker FFH-Gebiete

Bekannt aus dem Fernsehen ist der unterhaltsame Extrembotaniker Jürgen Feder. Er führt am 24. März (Freitag) durch das FFH-Gebiet Endeler und Holzhauser Heide in Visbek. Am 25. März (Samstag) wird dann im Beisein geladener Gäste im Lohner Ratssaal der Umweltpreis verliehen. Zudem findet in allen Kommunen ein Müllsammeltag statt. Alle Lohner Beteiligten der Umweltwoche können zudem bei Erbsensuppe und Musik am Rathaus an der Abschlussveranstaltung teilnehmen.

"Wir freuen uns, dass wir nächstes Jahr Partnerstadt der Umweltwoche sind", sagt dazu Lohnes Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet. Das Thema sei wichtig. Die Stadt präsentiere gerne ihre Aktivitäten im Bereich Umwelt. Insbesondere der Bürger-Klimapark soll dabei im Mittelpunkt stehen. Der, so die Bürgermeisterin, eigne sich hervorragend, um Schüler an das Thema heranzuführen, beispielsweise indem dort ein Schulwald angelegt werde. Bei vielen Bürgern herrsche noch eine falsche Vorstellung über den Klimapark, ist Voet überzeugt. "Das ist kein Stadtpark mit Ziergehölz", erklärt sie. Auch die Wege seien nicht gepflastert. Vielmehr gehe es darum, Natur und Kalt-Warm-Zonen erlebbar zu machen. Letztlich solle sich der Park primär selbst entwickeln, betont sie. Voet dankt schon jetzt Matthias Reinkober vom Amt für Planung und Umwelt, der entsprechende  Aktivitäten der Woche geplant und vorbereitet hat. 

Reinkober hat die Umweltwoche mit Dr. Matthias Galle geplant, der beim Landkreis Vechta als Klimaschutzbeauftragter tätigt ist. Galle will insbesondere das Thema Energie aufgreifen, beispielsweise Fördermöglichkeiten aufzeigen und erklären, wie Eigenheime energetisch saniert werden können. Geben soll es aber auch die Veranstaltung "Wirtschaft hält Hof" am 16. März (Donnerstag) auf dem Hof Seggewisch. Das Thema heißt "Raus aus fossilen Energieträgern". 

Gerdesmeyer will die Umweltaktivitäten nicht auf die Umweltwoche reduzieren

Landrat Tobias Gerdesmeyer will die Umweltaktivitäten der Region aber nicht auf die Umweltwoche reduziert wissen. Vielmehr sei das Gegenteil der Fall. "Das Bewusstsein hat sich verändert", ist er überzeugt. Erkennbar sei das auch daran, dass heute in neuen Baugebieten des Landkreises meist keine Gasanschlüsse mehr gelegt werden und bei den Bebauungsplänen zudem ein hoher Anteil verdichteter Bebauung vorgeschrieben sei. Oftmals seien zudem PV-Anlagen vorgeschrieben und das Oberflächenwasser müsse auf dem Grundstück versickert werden. Und auch diese Möglichkeiten und das Veränderungspotenzial sollen während der Umweltwoche aufgezeigt werden.


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