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Landkreis Vechta hat jetzt laut RKI die bundesweit niedrigste 7-Tage-Inzidenz

Mit 480,9 ist der Inzidenzwert am Sonntag noch einmal rapide gesunken. Derweil erreichen die Zahlen aus den Krankenhäusern in Niedersachsen neue Höchststände. Die Daten im Überblick.

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Symbolfoto: dpa

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Am Sonntag ist die vom Robert-Koch-Institut (RKI) berechnete 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Vechta noch einmal deutlich gesunken - von 640,9 auf jetzt 480,9. Das ist nunmehr mit deutlichem Abstand die niedrigste 7-Tage-Inzidenz in ganz Deutschland, hinter Berlin-Lichtenberg mit 541,1. Die aktuelle Berechnung beim RKI basiert auf 691 Coronafällen in den letzten 7 Tagen.

Wie bereits am Samstag berichtet, muss diese Entwicklung aber mit Vorbehalt interpretiert. Der Grund für den seit mehreren Tagen anhaltenden rapiden Rückgang basiert offenbar auf nicht vollständigen Daten, die beim RKI vorliegen. Während mit Stand vom 19. März in der vergangenen Kalenderwoche beim RKI 691 Coronafälle im Landkreis Vechta registriert worden sind, hat das Vechtaer Gesundheitsamt im selben Zeitraum mit seinen werktäglichen Updates insgesamt 1795 registrierte Infektionen veröffentlicht.

Nicht alle dieser gemeldeten Fällen müssen sich zwangsläufig auf die 7-Tage-Inzidenz auswirken – zum Beispiel weil der Nachweis der Infektion bereits über eine Woche zurückliegt, aber erst jetzt an das RKI gemeldet wird. Denn bei der Vielzahl von Neuinfektionen kann immer noch zu erheblichen Verzögerungen bei der Abarbeitung der Fälle kommen. Ein anderer Grund für die Abweichung kann eine Störung in der Meldekette vom Vechtaer Gesundheitsamt über das Landesgesundheitsamt in Hannover bis zum RKI sein. Das ist in jüngster Vergangenheit bereits mehrmals die Ursache gewesen.

Keine Veränderungen gibt es hingegen im Landkreis Cloppenburg. Hier liegt der Wert weiterhin bei 1449,3. Die Berechnung basiert auf 2502 nachgewiesenen Coronafällen in den letzten 7 Tagen.

Hannover meldet neue Höchstwerte aus den Krankenhäusern

Neue Höchstwerte für Niedersachsen werden am Sonntag aus Hannover gemeldet. Demnach hat die Hospitalisierungsinzidenz i erstmals seit ihrer Einführung die Marke von 15 überschritten.  Der Wert beträgt 15,3 (Vortag: 14,9). Der Leitindikator basiert auf der Zahl der mit einer Covid-19-Erkrankung eingewiesenen Personen in Krankenhäusern in den vergangenen 7 Tagen. Die am Sonntag veröffentlichten Daten hat die Landesregierung jetzt in Zusammenhang mit den ersten Öffnungsschritten in Verbindung gebracht, wie auf den aktuellen Grafiken zu sehen ist.

Grafik: Land NiedersachsenGrafik: Land Niedersachsen

Auch bei der prozentualen Belegung der Intensivbetten durch Covid-19-Erkrankte ist ein Höchststand erreicht worden, erstmals seit Einführung des Messwertes liegt der Wert über 7 – das ist außerdem eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vortag. 7,1 Prozent der Intensivbetten in Niedersachsen werden derzeit durch Covid-19-Patienten belegt (Vortag: 6,2).

Gesunken ist hingegen die  landesweite 7-Tage-Inzidenz:. Der Wert beträgt jetzt 1652,0(Vortag: 1723,5). Die niedersachsenweit höchste 7-Tage-Inzidenz wird für die Grafschaft Bentheim mit 2607,1 gemeldet.

Wie bereits berichtet, gilt seit Samstag eine neue Corona-Verordnung. Demnach nutzt das Land Niedersachsen eine Übergangsphase zu weiteren Lockerungsschritten. Bis 2. April bleiben die Schutzmaßnahmen so weit wie rechtlich möglich in Kraft. Eine Übersicht finden Sie hier.

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