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Land will Öffnungen mit Modellvorhaben proben und Vechta will dabei sein

Im Zentrum sollen dabei Schnelltests stehen. Weil die Infrastruktur vor Ort vorhanden sei, sei der Landkreis  Vechta ein idealer Versuchspartner, findet Landrat Herbert Winkel.

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Öffnung durch Schnelltests? Darauf hofft der Landkreis Vechta. Foto: M. Niehues

Öffnung durch Schnelltests? Darauf hofft der Landkreis Vechta. Foto: M. Niehues

Das Land und die Kommunen wollen ein Modellprojekt zur Öffnung von Handel und Gastronomie starten. Das teilte die Staatskanzlei am Freitagabend mit. Es solle erprobt werden, "unter welchen Bedingungen mehr gesellschaftliche Normalität trotz hoher Inzidenzzahlen möglich sein kann", heißt es in einer Mail.

Hierfür solle "sehr zeitnah" ein Konzept erarbeitet werden, mit dem beispielsweise in der Innenstadt liegende Einzelhandelsgeschäfte bei Vorlage von Negativattests wieder geöffnet werden können. So könnten Erfahrungen gesammelt werden, wird Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zitiert. Dabei sollten die Versuche offen sein für alle, die mitmachen wollen, erklärten die Präsidenten der kommunalen Spitzenverbände, Klaus Wiswe (Niedersächsischer Landkreistag NLT), Ulrich Mädge (Niedersächsischer Städtetag NST) und Dr. Marco Trips (Niedersächsischer Städte- und Gemeindebund NSGB).

Winkel: Infrastruktur vor Ort gut geeignet

Offen ist der Landkreis Vechta. Das hatten Vertreter mehrerer Parteien und Gruppen in der jüngeren Vergangenheit betont. Landrat Herbert Winkel formulierte dies am Freitag nochmals in einer Mail an Weil. Die Infrastruktur für Schnelltests vor Ort passe perfekt. Mit 10 kommunalen Testzentren sei der Landkreis Vechta "hervorragend geeignet". Die derzeit geltenden Restriktionen für Kommunen mit einem hohen Inzidenzwert gingen "zu Lasten unseres Einzelhandels, der Gastronomie und der Bildung in unserer Region. Vor allem dürften Kinder und die Schülerinnen und Schüler bei möglichen Öffnungen nicht vergessen werden", so Winkel.

Eine ähnliche Forderung stellte die CDU-Kreistagsfraktion in den Fokus eines Dringlichkeitsantrags an den Landkreis, der am 24. März in einem Fachausschuss beraten werden soll. Dabei gehe es ihr nicht nur um die zweifelsfrei wichtigen Perspektiven für Handel und Gastronomie. Vielmehr sollen auf Basis von Schnelltests auch Öffnungen für den Bildungsbereich erprobt werden – eine Ausweitung also des "Tübinger Modells" zum "Vechtaer Modell", schreibt die CDU-Fraktionsvorsitzende Sabine Meyer.

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