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Land führt freiwillige Corona-Tests für Kita-Kinder ein

Gefordert wurden sie schon länger. Bald sollen die auf Kinder zugeschnittenen Selbsttests zweimal pro Woche in den Einrichtungen möglich sein. Im Landkreis Vechta läuft das Testprogramm schon.

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Kita-Betrieb aufrecht erhalten durch Tests: Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Foto: dpa/Dittrich

Kita-Betrieb aufrecht erhalten durch Tests: Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Foto: dpa/Dittrich

Niedersachsen führt freiwillige Corona-Tests für Kindergartenkinder ein. Drei- bis sechsjährige Kita-Kinder sollen sich schon bald zweimal wöchentlich selbst auf das Coronavirus testen können, teilte die Landesregierung am Dienstag in Hannover mit. Dafür werden 18,7 Millionen Euro bereitgestellt, womit knapp vier Millionen Testkits beschafft werden sollen.

Für die rund 208 000 Kinder zwischen drei und sechs Jahren, die einen Kindergarten besuchen oder von Tagespflegepersonen betreut werden, können dann zunächst für zwei Monate zweimal wöchentlich kindgerechte Selbsttests vorgenommen werden. Wegen der Klärung praktischer Details gebe es noch kein genaues Startdatum, hieß es aus dem Kultusministerium.

Der Landkreis Vechta hatte die freiwilligen Selbsttests in Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden bereits Mitte April in einem Modellprojekt in Kitas gestartet. Die Verantwortlichen setzen dabei auf Löffeltests. Die Tests werden auch "Lolli-Tests" genannt und funktionieren auch genauso. Die Kinder nehmen für den Test kurze Zeit einen Speichelsammler in den Mund, der danach in ein Tesplättchen gesteckt wird.

Kampagne soll Betrieb der Kitas sichern

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) erklärte zu der jetzt landesweiten Testkampagne in Kitas: In Kombination mit den Testmöglichkeiten für Beschäftigte und dem Fortschreiten der Impfungen des Kita-Personals seien die freiwilligen Kindertests ein weiterer Baustein, um Bildung und Betreuung sicherzustellen und verantwortungsvoll auszuweiten. Dies sei im Sinne der Kinder, der Familien und des Kita-Personals. Deswegen kümmere sich das Land um die Kindertests, auch wenn es die Kindergärten nicht selbst betreibe und nicht zum Organisieren der Testmöglichkeiten verpflichtet sei.

Als Selbsttests für kleine Kinder kommen verschiedene Varianten in Frage, dabei geht es um Abstriche in der Nase, Spuck- und Gurgel- oder sogenannte Lolli-Tests. Mit den Trägern der Kindergärten in Niedersachsen soll nun die Beschaffung und Verteilung der Tests koordiniert werden. Unter anderem die Grünen im Landtag hatten bereits länger Schnelltest-Möglichkeiten auch für Kita-Kinder gefordert.

Mehr Geld für Tests in Schulen

Unterdessen machte die Landesregierung am Dienstag 50 Millionen Euro frei für die Beschaffung weiterer Schnelltests für die Schulen sowie für Beschäftigte im Landesdienst. Seit dem 12. April gilt für alle Schüler und Schulbeschäftigte in Niedersachsen eine Testpflicht. Mittlerweile wurden fast zehn Millionen Tests an die Schulen verteilt, um flächendeckend den Bedarf an Tests für Schüler sowie Lehrkräfte zu decken.

Auch als Arbeitgeber ist das Land verpflichtet, seinen Bediensteten wöchentliche Selbsttests anzubieten, sofern kein Homeoffice genutzt werden kann. Den Beschäftigten werden seit Anfang April Selbsttests zur Verfügung gestellt. Mittlerweile können Landesbedienstete auch zwei Tests pro Woche durchführen. Insgesamt wurden bisher knapp 35 Millionen Tests durch das Land Niedersachsen beschafft.

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