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Land fördert das Projekt "Kleinkunstbühne" mit 215.868 Euro

Leerstände adé: Mit einem innovativen Projekt will die Stadt Lohne ihr Innenstadt-Bild verändern. Dafür gibt es jetzt Unterstützung von Ministerin Birgit Honé.

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Freuen sich über innovative Projekte: Franz-Josef Sickelmann (von links), Anne Nußwaldt, Ministerin Birgit Honé und Gert Kühling. Foto: Bernhardt

Freuen sich über innovative Projekte: Franz-Josef Sickelmann (von links), Anne Nußwaldt, Ministerin Birgit Honé und Gert Kühling. Foto: Bernhardt

Die Kleinkunstbühne in Lohne ist ein Projekt besonderer Art: Das findet auch die Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Birgit Honé. Für das Projekt überreichte sie jetzt bei einem Termin in Oldenburg Gert Kühling, Allgemeiner Vertreter des Lohner Bürgmeisters, einen Förderbescheid in Höhe von 215.868 Euro. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“.  Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 359.780 Euro. 

"Das klassische Innenstadt-Marketing mit einem großen Einkaufszentrum funktioniert nicht mehr für Lohne. Dafür sind wir zu nah an Vechta. Wir müssen uns andere Projekte und Ideen überlegen, um gegen den Leerstand zu kämpfen und die Innenstadt wiederzubeleben", berichtet Kühling. Deshalb gebe es das Projekt "Kleinkunstbühne": Auf dem Podium sollen künftig Bands, Schauspieler, Solokünstler, Autoren, Poetry-Slamer und andere Akteure aus der Kulturszene auftreten können.

Ziel solle es sein, einen einfachen Zugang zur Kultur für Kulturschaffende und Konsumenten zu ermöglichen. Dadurch solle wieder mehr Leben in die Innenstadt einziehen. Die Location? Das ist das Kellergeschoss des Wohn- und Geschäftshauses Heilmann an der Bahnhofstraße 7. Die Stadt Lohne werde die Mieterin sein. Dadurch werde ein Leerstand verhindert, heißt es.

„Uns war die Schaffung eines niedrigschwelligen und kostengünstigen Podiums für unsere Kulturszene sehr wichtig. Hier sollen alle Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit erhalten, sich zu präsentieren“, erzählt Anne Nußwaldt. Sie ist für die Wirtschaftsförderung und für das Stadtmarketing in Lohne zuständig.

Ab November sollen die ersten Künstler auftreten können

Mit den Mitteln aus dem Förderprogramm des Landes könne die Kleinkunstbühne nun deutlich professioneller aufgestellt werden als geplant, betont Kühling. Bereits nächsten Monat sollen die ersten Events stattfinden. Ein zukünftiger Betreiber sei auch schon gefunden: Der Verein Bühnentalente kümmere sich nun um die Veranstaltungen in der Bahnhofstraße. Aktuell sollen die Räumlichkeiten noch mit Tischen, Stühlen und weiteren Möbeln eingerichtet werden. Wenn alles fertig ist, sollen hier bis zu 100 Leute Platz nehmen können.

Neben der Stadt Lohne haben von der Ministerin noch die Gemeinde Geeste, die Samtgemeinde Herzlake und die Stadt Meppen einen Förderbescheid erhalten. „Die Projektträger steigern mit innovativen und kreativen Ideen die Attraktivität ihrer Innenstädte“, betonte Ministerin Honé. Daher sei ihr die Vernetzung der Akteure besonders wichtig, um die Erkenntnisse und Ergebnisse der Projekte weitertragen und für alle nutzbar machen zu können. 


Fakten:

  • Das Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ richtet sich an niedersächsische Klein- und Mittelstädte sowie an Gemeinden in ländlichen Räumen ab 10.000 Einwohner.
  • Dabei werden Projekte gefördert, die dazu beitragen, die Ankerfunktion von Zentren für die sie umgebenden ländlichen Räume zu stärken, beispielsweise durch Kulturangebote und Innenstadtprojekte, welche die Attraktivität und Lebendigkeit steigern sollen.

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