Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Ladestationen für E-Autos: Wallbox-Aktion der Landkreis-Kommunen ist der Renner

Die 10 Städte und Gemeinden vergeben kostenlos 100 Ladestationen für E-Autos an Firmen, Restaurants und Vereine. So soll die Infrastruktur ausgebaut und die Elektromobilität weiter etabliert werden.

Artikel teilen:
Der Bedarf ist da: Die Wallbox-Aktion der 10 Kommunen im Landkreis Vechta ist auf große Resonanz gestoßen. Foto: dpa/Stratenschulte

Der Bedarf ist da: Die Wallbox-Aktion der 10 Kommunen im Landkreis Vechta ist auf große Resonanz gestoßen. Foto: dpa/Stratenschulte

Die Wallbox-Aktion der 10 Städte und Gemeinden im Landkreis Vechta ist auf große Resonanz gestoßen. In Lohne meldete die Klimaschutzmanagerin Sandra Mezger beispielsweise schon 2 Tage nach dem Projektstart, dass das städtische Kontingent von 10 Ladestationen für Elektroautos überzeichnet sei. Sie führt aus: "Die Bedeutung der Elektromobilität vor Ort nimmt zu. Die Anzahl der Fahrzeuge steigt und damit auch der Bedarf an geeigneter Infrastruktur. Das kann man an der Resonanz auf die Wallbox-Aktion in Lohne deutlich erkennen."

Die Kommunen vergeben in einem Gemeinschaftsprojekt insgesamt 100 Wallboxen kostenlos an Unternehmen, Gastronomiebetriebe und Vereine. So soll die Infrastruktur ausgebaut und die Elektromobilität zwischen Visbek und Vörden weiter etabliert werden.

Die Leitung obliegt der Stadt Damme. Deren Klimaschutzmanager Roman Fehler sagt auf Anfrage: "Die Aktion ist außerordentlich gut in der Bevölkerung angekommen. Wir sehen, dass der Bedarf an öffentlicher Ladeinfrastruktur gegeben ist. Diese Aktion war und ist wie eine ‚Marktforschung am lebenden Objekt‘, denn die Nachfrage war im Vorfeld nicht ermittelbar."

Kommunen schöpfen ihre Kontingente aus

Für jede Kommune stehen 10 eichrechtskonforme Wallboxen (bis zu 22 kW Ladeleistung) bereit. Wie Fehler mitteilt, gibt es in den Städten Vechta, Lohne, Dinklage, Damme und Holdorf bereits Wartelisten. In Neuenkirchen-Vörden und Steinfeld entspreche die Nachfrage in etwa dem Angebot. In Bakum, Visbek und Goldenstedt sei ein Restkontingent zu erwarten.

Die Verteilung erfolgte nach dem Windhund-Prinzip. Die Kosten für die Installation müssen die Interessenten selbst tragen. Dammes Klimaschutzmanager geht davon aus, dass es "eher unwahrscheinlich" sei, dass Kommunen ihre Kontingente nicht ausschöpfen. "Das ist aber nicht ausgeschlossen."

Wird die Wallbox-Aktion ausgeweitet?

Zwar hätten die Städte und Gemeinden den Kriterienkatalog bewusst schmal gehalten, um die Hürden nicht zu hoch zu setzen. Es sei aber noch nicht klar, "ob sich Antragsteller doch gegen unsere Förderbedingungen entscheiden". Der Abstimmungsprozess sei noch nicht abgeschlossen. In den kommenden Tagen sollen die ersten Wallboxen übergeben werden.

Angesichts des Runs auf die kostenlosen E-Ladestationen liegt es nah, dass die Kommunen durchaus in Erwägung ziehen könnten, die Aktion auszuweiten. Dazu sagt Fehler, aufgrund der Komplexität in den Rahmenbedingungen des gesamten Projekts mit allen Kommunen, dem Landkreis, dem Regionalmanagement der Leader-Region und dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems "kann diese Frage nicht abschließend beantwortet werden".

Die kommunalen Klimaschutzmanager ziehen in jedem Fall sehr positive Erkenntnisse und Schlüsse aus der interkommunalen Zusammenarbeit. Der Vechtaer Alexander Kunz sagt beispielsweise: "Elektromobilität ist im Kommen. Es sollte mehr Förderung auch für Vereine und Unternehmen geben."

Klimaschutzmanager ziehen positives Fazit

Dorothee Arp, Klimaschutzmanagerin der Stadt Dinklage, schlägt in dieselbe Kerbe: „Das angestrebte Ziel, 100 weitere öffentlich zugängliche Lademöglichkeiten für E-Autos zu schaffen, wurde erreicht, und wir sind damit einer zukunftsfähigen Ladeinfrastruktur im Landkreis Vechta ein Stück näher gekommen. Schön ist, dass die regionalen Unternehmerinnen und Unternehmer und Vereine so motiviert im Projekt mitziehen und das Thema für sich und ihre Kundinnen und Kunden sowie Mitglieder entdeckt haben." Sie dankt der Stadt Damme für die Leitung des Projekts sowie dem Regionalmanagement der Leader-Region für die Idee und Steuerung.

Das Fazit von Christina Böckenstette, die im Bauamt der Gemeinde Steinfeld das Thema betreut, lautet wie folgt: "Das Projekt ist ein sehr guter Auftakt für gemeinsame Klimaschutzprojekte im Landkreis Vechta."

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung 

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Ladestationen für E-Autos: Wallbox-Aktion der Landkreis-Kommunen ist der Renner - OM online