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Laborbus der Uni macht Halt beim Jugendtreff Holdorf

Der Grund ist eine Kooperation mit dem Verein „Zukunft für Jugend Holdorf“. In den ersten Augustwochen wollen die Studierenden die Kinder zur Projektarbeit begrüßen.

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Haltestelle "Holdorf": Traugott Haas (von links), Timo Tatje, Mareike Puppe, Andrea Klarmann, Jule Krüger, Lea Schnieders, Felicia Bollwerk, Milena Egel, Lina Kroh und  Mascha Waltermann. Foto: Wenzel

Haltestelle "Holdorf": Traugott Haas (von links), Timo Tatje, Mareike Puppe, Andrea Klarmann, Jule Krüger, Lea Schnieders, Felicia Bollwerk, Milena Egel, Lina Kroh und  Mascha Waltermann. Foto: Wenzel

Knallgelber Lack, amerikanischer Baustil: Dieser Bus fällt auf. Das soll er auch. Schließlich ist er ein "mobiles Kulturlabor", kurz Mo-Ku-Lab genannt. 

Das Labor auf Reifen der Uni Vechta hält jetzt immer mal wieder beim Jugendtreff Holdorf an. Denn in den Ferien bietet der „Zukunft für Jugend Holdorf“ mehrere Aktionen in Zusammenarbeit mit den Lehramtsstudenten an.

Ein Jahr standen die Bus-Räder still

Das Mo-Ku-Lab ist ein von einem Stifterverband gefördertes Gemeinschaftsprojekt der Germanistik und der Designpädagogik der Uni Vechta. Es steht Lehramtsstudenten zur Verfügung. Sie können Projekte entwickeln und dann zu den Schulen fahren, um die Ideen dort mit den Kindern umzusetzen.

Doch durch Corona standen die Busräder ein Jahr lang still. Ursprünglich sollte etwa im September 2020 ein Druckworkshop stattfinden. Doch eine Woche vorher seien die Inzidenz-Werte angestiegen und die Aktion musste abgesagt werden, erklärt Projektleiter Traugott Haas. Bedauerlich, aber nicht zu ändern. 

8 Angebote soll es in Holdorf geben

Jetzt aber rollt der Bus wieder. Endlich. In den Ferien fährt der Bus nun in Holdorf vor. Die Aktionen in und mit dem Vehikel sollen parallel zu der Ferienbetreuung und der Ferienpass-Aktion ablaufen. Wann die Projekte genau stattfinden, ist noch unklar. Sie werden aber in die ersten beiden Augustwochen fallen. In Kooperation mit den Studierenden sind 8 Angebote geplant. Jugendpfleger Timo Tatje freut sich schon. Er beschreibt die Zusammenarbeit als eine Win-Win-Situation. Es sei super, mit den Kindern Neues kennenlernen zu können.

Die geplanten Projekte fallen alle in den Bereich der Medienpädagogik, erzählt die Studentin Milena Egel. Den Kindern werden iPads zur Verfügung gestellt. Der Bus ist mit W-Lan ausgestattet. Die Holdorferinnen und Holdorfer lernen verschiedene Apps kennen. Bis zu 15 Kinder können in dem Bus arbeiten. Außerhalb des Busses besteht die Möglichkeit eine Markise und Bänke aufzubauen. So können bis zu 60 Kinder an den Projekten teilnehmen. 

Die Studenten führen die Projekte durch. Sie könnten so praktische Erfahrungen sammeln, erklärt Haas. Sie seien gezwungen, die  "Komfortzone der Uni" zu verlassen. Sie müssten sich gut überlegen, welches Projekt zu Kindern in welchem Alter passt und was dafür gebraucht wird. Und wenn was fehle, müsse man souverän reagieren. Die Arbeit an den Projekten sei für die Studierenden nicht verpflichtend, sagt Haas. Dennoch wollen viele dabei sein. Wie auch die Kinder freuen sie sich, wieder etwas machen zu können.

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