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Kurze Wege für junge und alte Ellenstedter

Wer vom Dorfpark aus zum neuen Spielplatz möchte, muss einen ordentlichen Umweg nehmen. Ein neuer Fußweg soll einen direkten Weg schaffen. Der Bauausschuss befasst sich am Donnerstag damit.

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Noch kein Durchkommen: Hinter Mara Landwehr (von links), Martin Meyer, Christian Hüge und Stephan Südholter soll zwischen dem Pfadfinderhaus (rechts) und der Sporthalle ein Fußweg zum Spielplatz geschaffen werden. Foto: C. Meyer

Noch kein Durchkommen: Hinter Mara Landwehr (von links), Martin Meyer, Christian Hüge und Stephan Südholter soll zwischen dem Pfadfinderhaus (rechts) und der Sporthalle ein Fußweg zum Spielplatz geschaffen werden. Foto: C. Meyer

In Ellenstedt soll ein Fußweg zwischen dem Dorfpark beziehungsweise Pfadfinderhaus und dem neuen Kinderspielplatz auf dem ehemaligen Gelände des TV Ellenstedt errichtet werden. Darüber beraten am Donnerstagabend (3. Juni) die Mitglieder des Goldenstedter Ausschusses für Bau-, Planungs-, Ortsentwicklungs- und Umweltangelegenheiten.

Seinerzeit habe der Förderverein Dorfgemeinschaft Ellenstedt sich für die Errichtung dieses Fußweges stark gemacht, sagt Ratsmitglied Martin Meyer (CDU). Im vergangenen Frühjahr ist nach einem entsprechenden Beschluss die Verwaltung damit beauftragt worden, die Kosten zu ermitteln. Wie aus der Beschlussvorlage für die kommende Bauausschusssitzung hervorgeht, belaufen die sich auf circa 18.000 Euro.

"Erhebliche Modellierungsarbeiten" vonnöten

Um einen barrierefreien Weg mit einer geringen Steigung für Rollstühle und Rollatoren herzustellen, seien „erhebliche Modellierungsarbeiten“ am vorhandenen Gelände durchzuführen, heißt es in der Vorlage weiter. Zudem müsse die vorhandene Terrasse sowie die Treppenanlage des ehemaligen Clubraums des TV Ellenstedt für den Weg umgebaut werden. Da es sich um eine Investitionssumme von unter 25.000 Euro handele, sei die Akquise von Fördermitteln für diese Maßnahme „äußerst unrealistisch“.

Trotz der vergleichsweise hohen Kosten halten Meyer und Stephan Südhölter, Vorsitzender des Fördervereins, den Bau des Wegs für eine sinnvolle Investition. Für unterschiedliche Zielgruppen bedeute der verkürzte Weg eine Erleichterung, findet Meyer. Ganz in der Nähe ist die Senioren-WG ansässig. Deren Bewohnerinnen und Bewohner könnten vom Dorfpark aus viel einfacher beim Spielplatz oder beim „Jägereck“ sein anstatt weite Wege außen herum zu nehmen.

Durchbruch von Sporthalle in Clubraum

Doch nicht nur Ältere profitierten davon, sagt Meyer. Wie Christian Hüge und Mara Landwehr, Vorsitzende des Pfadfinderstamms Ellenstedt, erläutern, wäre eine direkte Anbindung an den Spielplatz ideal. „Das wäre schön für die Gruppenstunden“, sagt Hüge. Die Kinder hätten vom Pfadfinderhaus kurze Wege zum Spielplatz, um sich auszutoben. Zudem wäre mit einem Fußweg die Anbindung der Grundschule an die Sporthalle einfacher, ergänzt Meyer.

Ein weiteres Anliegen der Ellenstedter ist es zudem, einen Durchbruch in der Sporthalle zum angrenzenden ehemaligen Clubraum des Tennisvereins zu schaffen. Diese Idee möchte Martin Meyer am Donnerstagabend seinen Ratskollegen vorstellen, kündigt er an. Die Sporthalle werde von so vielen Vereinen genutzt, doch es gebe keine Anbindung an eine Kaffeeküche. „Bei einem Volleyball-Turnier habe ich die Mädchen auf dem Fußboden sitzend Brötchen schmieren sehen“, nennt Meyer ein Beispiel, um den Missstand zu verdeutlichen. In dem Clubraum seien entsprechende Vorrichtungen bereits vorhanden. Die Kosten dafür hält er für überschaubar.

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