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Kurios: Schwertransport bleibt in Essen hängen

Die Gleisbauarbeiten zwischen Bersenbrück und Ahlhorn schreiten voran. Nicht jeder ist offenbar über die Sperrungen der Übergänge informiert, was in Bartmansholte zum Problem wurde.

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Sonderfahrt: Der Schwertransport kann seine Fahrt fortsetzen, nachdem der Übergang wieder hergestellt wurde. Foto: Redaktion

Sonderfahrt: Der Schwertransport kann seine Fahrt fortsetzen, nachdem der Übergang wieder hergestellt wurde. Foto: Redaktion

Da ging erstmal nichts mehr: Ein Schwertransport wollte am Sonntag den Bahnübergang an der Bartmansholter Straße überqueren. Was die Fahrer offenbar nicht wussten: Der Übergang war wegen der Gleisarbeiten voll gesperrt – statt einer Straße klaffte dort ein großes Loch.

Offenbar war es zu einer Kommunikationspanne gekommen. Die 3 jeweils 90 Tonnen schweren Trommelsegmente sollten von der Dinklager Firma Hilgefort zum Dörper Hafen gebracht werden. Allein 4 Autokräne waren nötig, um die Einzelteile in Dinklage auf die rund 30 Meter langen Schwerlastauflieger zu hieven. Das Gesamtgewicht pro beladenem Fahrzeug betrug etwa 173 Tonnen.

Am Sonntag brach der Transport am frühen Morgen auf. In Bartmansholte kam er dann unvermittelt zum Stehen. An ein Zurück war aber nicht zu denken. Es blieb nur die eine Lösung: Arbeiter mussten das bereits ausgebaggerte Bahnbett wieder zuschütten und absichern. Nach längeren Gesprächen zwischen den beteiligten Firmen konnte es losgehen. Schließlich war es soweit. Der Konvoi bewegte sich vorsichtig auf die andere Seite, um anschließend seine Reise durch den Landkreis fortzusetzen. Mit ordentlicher Verspätung erreichte er den Hafen in Dörpen, wo die schwere Fracht in Richtung Irland verschifft wurde.

Bahn legt milliardenschweres Programm auf

In Bartmansholte begann derweil die Arbeit von vorn. Nachdem die provisorische Überquerung wieder abgebaggert war, konnte es mit den eigentlichen Gleisarbeiten weitergehen. Sie finden derzeit an mehreren Bahnübergängen sowie am Bahnhof in Essen selbst statt. Die alten Gleise werden dort weggenommen und durch neue ersetzt. Die Arbeiten zwischen Bersenbrück und Ahlhorn haben Ende Mai begonnen und ziehen sich noch bis Ende der Woche hin. Die Nordwestbahn hat einen Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Neues Gleis: Die Arbeiten an den Bahnübergängen sind noch nicht abgeschlossen. Foto: MeyerNeues Gleis: Die Arbeiten an den Bahnübergängen sind noch nicht abgeschlossen. Foto: Meyer

Die Gleisarbeiten sind Teil eines 1,71 Milliarden Euro schweren Programms, das die Deutsche Bahn zur Ertüchtigung des Schienennetzes und der Bahnhöfe in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen angeschoben hat. Laut DB-Vorstand Ronald Pofalla will die Bahn ihre Infrastruktur fit für die Anforderungen Zukunft machen. „Die Schiene ist das Herzstück der Klimawende. Deshalb investieren wir so viel wie noch nie und erhöhen das Tempo für die Sanierung und mehr Kapazität im Schienennetz“, so Pofalla weiter.

Rund 12,7 Milliarden Euro von Bahn, Bund und Ländern fließen in diesem Jahr in die Eisenbahninfrastruktur. Das sei die höchste Summe, die jemals innerhalb eines Jahres für Modernisierung, Instandhaltung sowie Neu- und Ausbau des Schienennetzes und attraktivere Bahnhöfe vorgesehen sei, erklärt die Bahn.

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