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Kunststoff statt Asche: Neue Laufbahn für das Goldenstedter Huntestadion

Zwei Jahre lang hatte die Gemeinde versucht, Fördermittel für die Maßnahme zu bekommen. Nach den Fehlschlägen hat der TuS Frisia es an anderer Stelle probiert - mit Erfolg.

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Stehen nicht mehr lange vor Pfützen: In den kommenden Monaten erhält das Huntestadion eine neue Kunststofflaufbahn. Darauf freuen sich Martin Meyer (Vorsitzender TuS Goldenstedt) und Silke Wilhelm (Gleichstellungsbeauftragte TuS Goldenstedt). Foto: C. Meyer

Stehen nicht mehr lange vor Pfützen: In den kommenden Monaten erhält das Huntestadion eine neue Kunststofflaufbahn. Darauf freuen sich Martin Meyer (Vorsitzender TuS Goldenstedt) und Silke Wilhelm (Gleichstellungsbeauftragte TuS Goldenstedt). Foto: C. Meyer

Der Sportbetrieb mag aufgrund der Corona-Pandemie zum größten Teil ruhen, doch untätig ist man beim TuS Frisia Goldenstedt nicht. Ganz im Gegenteil. Im Juni sollen endlich die Arbeiten für die neue Kunststofflaufbahn im Huntestadion starten. Einen Förderzuschuss in Höhe von 54.000 Euro gibt es nun vom Landessportbund (LSB) Niedersachsen, wie Martin Meyer, Vorsitzender des Vereins, wissen lässt.

Neben der Erneuerung der Laufbahn werden parallel neue Leichtathletikanlagen geschaffen. Insgesamt belaufen sich die Kosten für diese Maßnahmen auf 516.000 Euro. 400.000 Euro davon finanziert die Gemeinde Goldenstedt. 62.000 Euro werden in Eigenleistung vom Verein getragen, sagt Meyer. Ende Oktober soll voraussichtlich alles fertig sein, sagt Steffen Boning, Fachbereichsleiter bei der Gemeinde Goldenstedt.

Laufbahn wird auch von Schulen mitgenutzt

2 Jahre lang hatte die Gemeinde Goldenstedt versucht, über das Sportstättensanierungsprogramm des Landes Niedersachsen Fördermittel zu bekommen. Beide Anträge wurden abgelehnt, verrät Boning. Daher habe der TuS Frisia Goldenstedt beschlossen, selbst als Bauherr aufzutreten und Fördermittel beim LSB zu beantragen. Dies wurde nun bewilligt. „Wir sind froh, dass es jetzt vonstattengeht“, sagt Martin Meyer.

Wie nötig die Sanierung der Laufbahn ist, zeigt sich am Mittwochnachmittag vor Ort nach einem Regenschauer. Große Pfützen bilden sich an zahlreichen Stellen auf der Aschenbahn. „Bei Regen bleibt das Wasser stehen, die Bahn ist nicht durchlässig“, sagt Boning. Insgesamt sei die Aschenbahn viel zu pflegeaufwendig. Bei der neuen Kunststoffbahn werden sogenannte PE-Rohre verlegt, die eine Entwässerung sicherstellen sollen. Die Anlage werde auch für den Schulsport mitgenutzt. Eine Kunststoffbahn mache die Unterhaltung einfacher und kostengünstiger, sagt Boning.

Um die Kosten für den Verein bei der Erneuerung der 400 Meter langen und 5 Meter breiten Laufbahn so gering wie möglich zu halten, setzt der TuS Frisia auf die eigene Muskelkraft. „Im Moment arbeiten die Fußballer viel“, sagt Meyer. So sollen die Abbrucharbeiten größtenteils selbst umgesetzt werden. Denn aktuell sei der Kunststoffpreis hoch und mache die Maßnahme umso teurer, sagt Boning. Deswegen hofft Meyer, eine Mitgliederversammlung im Stadion abhalten zu können, um für mehr Helfer werben zu können.

Beachanlage ist startklar

Schon seit einigen Wochen fertig ist dagegen die Beachanlage im Huntestadion. Dort sollen künftig Beachvolleyball, Beachsoccer sowie Beachhandball möglich sein. Dafür sei das Feld auch etwas größer als das übliche Beachvolleyballfeld. Die Tore und Pfosten können bei Bedarf entfernt werden, erklärt Martin Meyer. Insgesamt kostete die Maßnahme 20.063 Euro. 7.280 Euro steuerte die Gemeinde Goldenstedt bei. 6.019 Euro kamen vom LSB und den Rest, 6.764 Euro, stemmte der TuS Frisia Goldenstedt selbst – unter anderem mit Spenden.

Fehlt nur noch das Netz: Die Beachanlage im Huntestadion ist seit einigen Wochen fertig. Foto: C. MeyerFehlt nur noch das Netz: Die Beachanlage im Huntestadion ist seit einigen Wochen fertig. Foto: C. Meyer

Ein weiteres Projekt ist die automatisierte Beregnungsanlage auf dem 2. Platz. Kommenden Montag soll mit der Installation begonnen werden, sodass „wir über Himmelfahrt fertig sind“, sagt der Vorsitzende des Vereins. 13.000 Euro kostet das Vorhaben, 5.500 Euro davon finanziert die Gemeinde. Vom LSB gibt es einen Zuschuss in Höhe von 3.800 Euro. Installiert wird das Ganze in Eigenregie, sagt Meyer. Schon vor einigen Jahren hat der Verein auf dem Hauptplatz komplett in Eigenleistung eine Beregnungsanlage installiert. Meyer ist von den Vorteilen überzeugt: Es erleichtere dem Platzwart die Arbeit und es lasse sich gezielter sowie wassersparender sprengen.

"Vision": Umstellung der Flutlichtanlagen auf LED

Nach der Spendenaktion über „fairplaid“ ist innerhalb von 4 Wochen die erforderliche Summe von 7.500 Euro zusammengekommen, um jetzt 2 neue Trainerbänke sowie eine digitale Anzeige anschaffen zu können, sagt Martin Meyer. Gefördert wurde diese Aktion vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). „Zu jeder Spende gab der DOSB 20 Euro dazu“, erklärt Meyer. Insgesamt kamen so 8.065 Euro zusammen. Die restlichen 635 Euro, um die Gesamtkosten von 8.700 Euro abzudecken, übernimmt der Verein selbst.

Darüber hinaus sollen die Fenster der sogenannten „Gym-Halle“ ausgetauscht werden. Dort findet normalerweise unter anderem das Kindertanzen statt, sagt Meyer. Allerdings werde es in dem Raum schnell zu warm. Also sollen dort bald Sonnenschutzgläser eingebaut werden. Insgesamt 4.000 Euro kostet dies. Die Hälfte der Kosten übernimmt ein Sponsor.

Schließlich habe der Verein noch eine „Vision“, wie Meyer sagt. Die Flutlichtanlagen auf allen 3 Plätzen sollen auf LED umgestellt werden. Ein entsprechender Antrag liege bereits bei der Gemeinde, sagt der Vereinsvorsitzende. Über die Zuschusshöhe müsse noch verhandelt werden. Gerechnet werde mit Gesamtkosten in Höhe von 86.231 Euro.

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