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Kunst mit der Motorsäge: Beim "Speedcarving" im Saterland fliegen die Späne

Die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft fand im Rahmen des 3. Soeste-"Carving Cups" am Wochenende auf dem Gelände des Sägewerks Zwanefeld in Bibelte statt.

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Voller Einsatz: Auch Jörg Eberlei aus Elisabethfehn war dabei. Im Hintergrund ist die riesige Holzschildkröte „Morla“ zu sehen. Foto: M. Passmann

Voller Einsatz: Auch Jörg Eberlei aus Elisabethfehn war dabei. Im Hintergrund ist die riesige Holzschildkröte „Morla“ zu sehen. Foto: M. Passmann

Hier flogen die Späne: Mit der Kettensäge ging es nach 2-jähriger Zwangspause am vergangenen Wochenende auf dem Gelände des Sängewerks Zwanefeld in Bibelte (Saterland) wieder handfest zur Sache. Denn dort fand der 3. Soeste-"Carving Cup" statt. Das Ziel: Die Teilnehmer zeigten ihr Talent im sogenannten "Speedcarving" – das heißt, sie schnitzen mit der Kettensäge beeindruckende Skulpturen ins Holz, und das Ganze auf Zeit.

In diesem Jahr ging es um die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft 2023 im Speedcarving in Nauenburg. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von Steffen Merla aus Elisabethfehn, der selbst zur Säge griff.

In beeindruckender Weise zeigten die Teilnehmer, wie sie aus einem einfachen Baumstamm ein Kunstwerk entstehen ließen – und das innerhalb von nur 45 Minuten. Am ersten Schnitztag kamen bei den heißen Temperaturen nicht nur die Zuschauer, sondern vor allem die Künstler an der Säge ins Schwitzen. Am 2. Tag war es ein wenig kühler, sodass auch ein wenig mehr Besucher den Weg in die Bibelte fanden.

Volle Konzentration: Birgit Warniorek sägte auch in nur 45 Minuten ein Kunstwerk ins Holz. Foto: M. PassmannVolle Konzentration: Birgit Warniorek sägte auch in nur 45 Minuten ein Kunstwerk ins Holz. Foto: M. Passmann

Die zehn in der Szene bekannten Akteure, die aus ganz Deutschland kamen, waren dabei schon von Weitem lautstark zu hören. Das Motorengeräusch der Kettensägen wies den Weg für die Besucher. Für die eingefleischten Fans hatte das Spektakel der Holzschnitzer einen guten Klang, denn sie wussten, was sie erwartet. Für die Besucher, die zum ersten Mal beim Speedcarving zu Gast waren, war die Veranstaltung sehr beeindruckend. So mancher kaufte oder ersteigerte sich daher nach dem Wettbewerb sein Lieblingsobjekt.

Die Schnitzer zeigten an ihren Ständen ihr außergewöhnliches Können und zauberten Kunstwerke je nach ihrer künstlerischen Neigung. Ob Adler, Eule, Hund oder Schiffsglocke. Sogar an einem Düsenjet wurde gearbeitet.

Viel Beachtung bei den Besuchern fand auch die fast fertiggestellte Holz-Schildkröte. Ein imposantes Gebilde – 8 Meter breit, 4 Meter hoch und 13 Meter lang. Erbaut haben sie die Schüler der Soeste-Schule Barßel am Standort Elisabethfehn zusammen mit ihrem Lehrer und Holzkünstler Steffen Merla (39). "Wir wollen die Schildkröte natürlich auch verkaufen, wie damals beim Holzbären", sagt Merla. Der hölzerne Bär ging vor Jahren zum Tierpark nach Thüle. Es gibt einige Interessenten für die Schildkröte. Merla hofft natürlich, dass das hölzerne Tier Abnehmer finden wird. Einen Namen hat sie übrigens schon. Wie die Schildkröte im Buch "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende, heißt sie Morla. Sie soll künftig ein Outdoor-Spielplatz werden.

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