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Krieg in der Ukraine: Geflüchtete erreichen Vechta nach langer Busfahrt

Die ersten etwa 35 Schutzsuchenden wurden am Montagmorgen von Landrat Tobias Gerdesmeyer begrüßt und von den Maltesern erstversorgt. Nun werden sie auf die Kommunen im Kreis Vechta verteilt.

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Empfang in der Bushalle von Höffmann Reisen: Landrat Tobias Gerdesmeyer und Vechtas Bürgermeister Kristian Kater sprachen zu den auf den Bänken Platz genommenen Flüchtlingen. Foto: Kessen

Empfang in der Bushalle von Höffmann Reisen: Landrat Tobias Gerdesmeyer und Vechtas Bürgermeister Kristian Kater sprachen zu den auf den Bänken Platz genommenen Flüchtlingen. Foto: Kessen

Am Montagmorgen um 8.15 Uhr sind etwa 35 Geflüchtete aus der Ukraine im Landkreis Vechta eingetroffen. Sie gehören zu den ersten Personen, die auf der Flucht vor dem Krieg in der Ukraine nun im Landkreis Vechta Schutz suchen. Unter den Geflüchteten waren ausschließlich Frauen sowie Kinder im Alter von 1 bis 17 Jahren. Die Initiative für die Aktion ging von der Vechtaerin Stefanie Krümpelbeck aus.

Der Tross wird von einem großen Aufgebot empfangen

Nach einer langen Fahrt vom Auffanglager nahe der polnischen Grenzstadt Korczowa kam der Tross auf dem Gelände der Firma Höffmann Reisen in Vechta an, die auch den entsprechenden Reisebus zur Verfügung gestellt hatte. Dort wurden die ukrainischen Bürger und die freiwilligen Helfer aus Deutschland von einem großen Aufgebot empfangen: Neben den Maltesern, die sich um die Erstversorgung kümmerten, war auch die Politik in Person von Landrat Tobias Gerdesmeyer und des Vechtaer Bürgermeisters Kristian Kater vertreten.

"Ich möchte Sie herzlich im Landkreis Vechta begrüßen und Ihnen sagen, dass Sie hier in Sicherheit sind."Landrat Tobias Gerdesmeyer an die ukrainischen Flüchtlinge gerichtet

Gerdesmeyer wandte sich nach der Ankunft mit einem Dolmetscher an die Flüchtlinge: "Ich möchte Sie herzlich im Landkreis Vechta begrüßen und Ihnen sagen, dass Sie hier in Sicherheit sind." Als Deutsche stehe man an ihrer Seite und denke auch an die in der Ukraine gebliebenen Ehemänner. "Die Hilfsbereitschaft ist im Landkreis Vechta sehr groß und wir werden alles tun, um Ihnen zu helfen", versprach der Landrat.

Nach einem Frühstück und einem Corona-Schnelltest werden die ukrainischen Neubürger durch die Malteser auf die einzelnen Kommunen verteilt. Ursprünglich war für die ukrainischen Flüchtlinge noch ein Zwischenstopp im niedersächsischen Ankunftszentrum in Bad Fallingbostel geplant, der aber ausgefallen ist. "Es war schon zum Wochenende hin abzusehen, dass das Ankunftszentrum in Bad Fallingbostel überfüllt sein wird", informierte Kristian Kater. In dieser Ausnahmesituation habe man dann die Chance genutzt, den Tross direkt nach Vechta zu holen.

Gespannter Moment: Die Beteiligten warten vor dem Bus auf den Ausstieg der Geflüchteten aus der Ukraine. Foto: KessenGespannter Moment: Die Beteiligten warten vor dem Bus auf den Ausstieg der Geflüchteten aus der Ukraine. Foto: Kessen

Eindrücke von der Ankunft in Vechta im Video:

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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