Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Kreuzung Grüner Hof/Europastraße bekommt eine neue Optik

3 Varianten stehen zur Auswahl. Ziel ist, dem Radverkehr Priorität und mehr Raum zu verschaffen. Die Stadt informiert die Anlieger per Post und bittet ums Voten.

Artikel teilen:
Für die Umgestaltung der Kreuzung Grüner Hof/Europastraße hat die Stadtverwaltung 3 Varianten erarbeitet und den Anliegern vorgestellt. Ihr Votum wird richtungsweisend sein. Bild: SHP Ingenieure/Stadt Friesoythe

Für die Umgestaltung der Kreuzung Grüner Hof/Europastraße hat die Stadtverwaltung 3 Varianten erarbeitet und den Anliegern vorgestellt. Ihr Votum wird richtungsweisend sein. Bild: SHP Ingenieure/Stadt Friesoythe

Die Straße Grüner Hof, eine der wichtigen Ein- und Ausfallstraßen zur Friesoyther Innenstadt, soll umgestaltet werden. Davon betroffen ist auch die Kreuzung Grüner Hof/Europastraße/Kirchstraße. Sie kann dabei ein vollkommen neues Gesicht bekommen: Eine der möglichen Varianten ist der Bau eines Kreisverkehrs.

Für den Umbau der Straße Grüner Hof stehen wie berichtet noch 2 von ursprünglich 6 Varianten zur Diskussion, für den Kreuzungsbereich hat die Stadt drei Möglichkeiten erarbeitet. "Bei beiden Maßnahmen geht es der Stadt in erster Linie darum, den Radfahrern mehr Raum zu verschaffen und den Durchgangsverkehr der Autos aus der Stadt fernzuhalten", erläutert Bauamtsleiter Klaus Sandmann.

Beim Kreisel teilen sich Radler und Autos den Straßenraum im Mischverkehr

Die beiden Varianten für die Straße Grüner Hof sehen entweder einen separaten, farblich abgesetzten Fahrradstreifen auf der Straße oder einen getrennten Radweg neben dem Gehweg vor. Die Anwohner hatten sich in einem ersten Workshop mehrheitlich für diese 2. Variante ausgesprochen.

Bilder: SHP IngenieureStadt Friesoythe

Die für den Ausbau der Kreuzung erarbeiteten Varianten sehen unterschiedlich starke Veränderungen der bisherigen Verkehrsführung vor. Bei der Variante I würde die Kreuzung zu einem überfahrbaren Kreisverkehr umgebaut. Der Radverkehr wird dabei auf der Straße im sogenannten „Mischverkehr“ geführt. Größere LKW könnten die niedrig gehaltene Mittelinsel beim Abbiegen überfahren.

Bei der Variante II bleibt die Ampel erhalten, sie bekommt allerdings eine Priorisierung zugunsten des Radverkehrs. So wird in den Kreisverkehrsarmen Europastraße und Kirchstraße je eine Abbiegespur entfallen und durch eine Spur für den Radverkehr ersetzt.

Radaufstellflächen räumen dem Fahrrad Priorität ein

In beiden Straßen entstehen bei dieser Variante direkt an der Ampel die aus besonders fahrradfreundlichen Städten bekannten „Radaufstellflächen“ vor den Autos. Die Radler müssen dann bei Rot nicht neben oder zwischen den Autos warten, sondern sie können bei Grün aus ihrem eigenen Bereich gefahrlos starten.

Diese Radaufstellflächen im vorderen Bereich der Richtungsspuren sollen auch in Variante III entstehen. Ansonsten würde sich bei dieser Alternative nichts an der Aufteilung und Gestaltung des Knotenpunktes ändern.

„Es sind letztendlich die Städte und Kommunen , die die Grundsteine für eine klimafreundliche, saubere und grüne Infrastruktur legen.“Klaus Sandmann, Bauamtsleiter Friesoythe

Bei allen Ausbauvarianten geht es der Stadt in erster Linie darum, dem Fahrradverkehr eine Priorität einzuräumen. „Das wird in Zukunft noch wichtiger beziehungsweise zwingend notwendiger sein“, sagt Klaus Sandmann. „Es sind letztendlich die Städte und Kommunen, die die Grundsteine für eine klimafreundliche, saubere und grüne Infrastruktur legen.“

Da Anliegerversammlungen derzeit nicht möglich sind, hat die Stadtverwaltung die Grundstückseigentümer entlang der Straße Grüner Hof angeschrieben und ihnen die Umbaupläne sowie Erläuterungen zugeschickt. Beigelegt ist auch ein Fragebogen, mit dem die Anlieger ihre Favoriten für die beiden anstehenden Umbaumaßnahmen benennen können. „Wir hätten das gerne in einem Workshop wie bei der letzten Anliegerversammlung vorgestellt“, sagt Sandmann. „Da aber die aktuellen Verordnungen solche Treffen nicht zulassen, ist die postalische Information sozusagen aus der Not geboren.“

Bauamtsleiter hofft auf rege Beteiligung und eindeutiges Votum

Das aus der Abfrage entstehende Stimmungsbild der Anlieger sei, so Sandmann, für das weitere Vorgehen richtungsweisend. Die letzte Entscheidung liege allerdings beim Stadtrat. „Ich hoffe auf eine rege Teilnahme und ein eindeutiges Votum der Anlieger“, sagt Sandmann. „Das erleichtert dem Rat die Entscheidung.“

Er weist zudem darauf hin, dass die versandten Pläne nur Grobkonzepte seien. In der finalen Ausbauplanung werden in Abstimmung mit den Anliegern noch Details wie Anzahl und Standorte der Bäume, die Standorte der Straßenlampen und weitere Themen geklärt.

Jetzt neu! Moin Friesoythe! Der wöchentliche Newsletter für die Eisenstadt mit aktuellen News und Informationen. So verpassen Sie nichts mehr. Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach. Jetzt hier anmelden.  

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Kreuzung Grüner Hof/Europastraße bekommt eine neue Optik - OM online