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Kreuzung am Dicken Stein: Steinfeld schafft Aufstellflächen für Radler und Fußgänger

Die Arbeiten an dem Knotenpunkt laufen. Durch das Projekt soll die Verkehrssicherheit erhöht werden. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr beobachtet derweil die problematischen Schaltzeiten.

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Mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger: Seit Mittwoch stellen Bauarbeiter die Aufstellfläche an der Ecke Handorfer Straße/Bahnhofstraße her. Es folgt anschließend eine neue Wartezone auf der anderen Straßenseite.   Foto: Timphaus

Mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger: Seit Mittwoch stellen Bauarbeiter die Aufstellfläche an der Ecke Handorfer Straße/Bahnhofstraße her. Es folgt anschließend eine neue Wartezone auf der anderen Straßenseite.   Foto: Timphaus

An der Kreuzung am Dicken Stein in Steinfeld tut sich etwas. Wie die Gemeinde Steinfeld auf Anfrage mitteilt, werden seit Mittwoch an dem stark befahrenen Knotenpunkt auf beiden Seiten der Handorfer Straße (Kreisstraße 274) neue Aufstellflächen für Radfahrer und Fußgänger geschaffen. Es handelt sich um Gemeindegrund. Die Kosten belaufen sich auf etwa 7000 Euro.

Mit der Maßnahme soll die Sicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer erhöht und ein viel frequentierter Schulweg weiter gesichert werden. "Durch die Aufstellflächen haben die Fußgänger und Radfahrer mehr Platz zum Warten und werden aus dem gefährlichen Kreuzungsbereich – der Bürgersteig grenzt unmittelbar an den Fahrbahnrand – herausgenommen", erklärt Gemeindesprecherin Christina Hoffmann.

In einem anderen Punkt ist die Gemeinde aber noch nicht weitergekommen. Vor einigen Wochen hatte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nach langem Warten die Ampelanlage an der Kreuzung modernisiert. Dadurch haben sich die Schaltzeiten verändert, wodurch sich nach Ansicht der Verwaltung, aber auch der Politik sowie einiger Bürger, die Unfallgefahr erhöht habe.

Bürgermeisterin drängt auf bessere Schaltzeiten

Wie Hoffmann mitteilt, habe die Gemeinde die Landesbehörde mehrfach auf die Situation hingewiesen und um Korrektur gebeten. Auch bei einem Gespräch mit der Leiterin des Geschäftsbereichs Osnabrück, Uta Weiner-Kohl, waren die zu langen Grünphasen für Fußgänger und Radfahrer, ein falsch ausgerichtetes Warnlicht für Abbieger sowie die falsch positionierten Ampeldrücker angemerkt worden. Trotz eines Vor-Ort-Termins Anfang Oktober wurden die Probleme bisher nicht beseitigt, heißt es. Hoffmann weiter: "Bürgermeisterin Manuela Honkomp hat daher Anfang dieser Woche nochmals ausdrücklich eine zügige Anpassung und Verbesserung der Schaltzeiten eingefordert, bevor es an diesem neuralgischen Punkt zu einem schweren Unfall kommt."

Weiner-Kohl informiert, dass die neue Ampelanlage eine Umlaufzeit – also die Zeit, in der alle Ampelphasen einmal durchlaufen sind – von 51 bis 90 Sekunden hat. Vorher betrug die Umlaufzeit fixe 70 Sekunden. Die verkehrsabhängige Steuerung erfolgt per Videodetektion. So könnten die Wartezeiten mal kürzer oder länger ausfallen – je nach Verkehrslage.

Behördenleiterin betont Verbesserungen

Sie stellt vor allem die Verbesserungen in den Fokus. Durch die Umrüstung des Knotenpunktes auf LED-Signalgeber, eine separate Signalisierung der Linksabbieger von der Dammer Straße, die Installation von Schutzblinkern und die Grünzeitverlängerung für den Fuß- und Radverkehr sei die Verkehrssicherheit erhöht worden. Ein Schutzblinker werde in Kürze noch angepasst.

Die Behördenleiterin gibt aber zu, dass es "in bestimmten Fällen gegebenenfalls zu längeren Wartezeiten" gekommen sei. Deshalb werde die Situation in dieser und der kommenden Woche noch einmal vor Ort betrachtet – und möglicherweise Anpassungen vorgenommen.

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