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Kreisvolkshochschule plant zum ersten Mal eine Schnupperwoche online

Acht kostenlose Online-Kurse werden zwischen dem 6. und 9. April angeboten. Die Pandemie sorgte für einen enormen Digitalisierungschub bei der Einrichtung. Nun zeigt die KVHS was sie gelernt hat.

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Digitale Herausforderung: Ralf Schopmans, Leiter der KVHS, sieht die Schnupperwoche auch als Lebens- und Leistungszeichen seiner Einrichtung. Foto: Heinzel

Digitale Herausforderung: Ralf Schopmans, Leiter der KVHS, sieht die Schnupperwoche auch als Lebens- und Leistungszeichen seiner Einrichtung. Foto: Heinzel

Interessierte können nun vom eigenem Sofa aus einen Kurs der Kreisvolkshochschule (KVHS) Vechta besuchen und sich so einen eigenen Eindruck vom Programm der Bildungseinrichtung verschaffen. Möglich macht dies die Schnupperwoche vom 6. bis 9. April. 8 kostenlose Online-Kurse zeigen einen Ausschnitt des Angebots der KVHS. Eine Anmeldung über die Homepage der Volkshochschule ist erforderlich, um den notwendigen Link für die jeweilige Online-Veranstaltung zu erhalten. Aufgrund der aktuellen Pandemielage sind seit geraumer Zeit keine Präsenzveranstaltung bei der KVHS möglich.

"Wir haben uns der Herausforderung gestellt und zeigen, dass wir es können", sagt Ralf Schopmans, der Leiter der Einrichtung, über den Ausflug in die digitale Welt. "Erst einmal zum Testen", ergänzt er. Im Anschluss würde das Ganze evaluiert. Es gehe dabei auch darum, die Frage zu klären, wie sich die KVHS für die Zeit nach Corona aufstellt.

Für die Institution sei die Corona-Pandemie durchaus eine Zäsur. Sie beschleunigte die Digitalisierung und ließ die Verantwortlichen das klassische Geschäftsmodell weiter überdenken. Dabei haben sich 3 Möglichkeiten herauskristallisiert: die Rückkehr zum klassischen Präsenzunterricht, die Umstellung auf Online-Unterricht oder ein Hybridmodell – mit einer Mischung aus Präsenz und Online. Kriterien sind dabei vor allem eine wirtschaftliche Durchführungsweise und ob es gute und geschulte Dozenten gebe. Dozenten im Onlinebereich zu finden oder auszubilden, sei dabei die Herausforderung. Denn Online-Kurse stellten ganz andere Herausforderungen als Präsenzkurse, erläutert Ralf Schopmans die Erfahrung der vergangenen Monate.

Die digitalen Kurse waren bisher kostenlos

Seit dem ersten Lockdown finden bei der KVHS so gut wie keine Kurse statt. Bei den Teilnehmergebühren kam es von 2019 auf 2020 zu einem Rückgang von 45 Prozent. In den letzten 12 Monaten wurden 20 bis 22 Kurse des KVHS-Programmes digital fortgesetzt. Das betraf überwiegend Sprachkurse oder etwa die Babymassagekurse. Die digitalen Kurse wurden kostenfrei angeboten. "Es war ein Sprung ins kalte Wasser", meint Ralf Schopmans. Die technischen Voraussetzungen waren zum Glück schon da. Der Sprung begann direkt mit dem ersten Lockdown. "Raus aus der Präsenz und hinein in die Onlinekurse", umschreibt der Leiter der KVHS den Schritt. "Das war komplettes Neuland", fasst er die Umstellung zusammen.

Aktuell arbeitet die KVHS, die auch als Dienstleister unterwegs ist, an einem spannenden Auftrag. Für ein regionales Unternehmen entwickelt es die Möglichkeit, dessen Mitarbeiter digital zu schulen.

Die Pandemie hat die Entwicklung der Digitalisierung der KVHS jedenfalls "richtig gepusht", so Schopmans. Er schätzt, dass innerhalb des vergangenen Jahres ein Digitalisierungsschub stattgefunden habe, der sonst 3 bis 4 Jahre in Anspruch genommen hätte. Es war eine "komplette Neuausrichtung" notwendig. Sie betraf alle Felder der Einrichtung von der Technik, über die internen Verwaltungsprozesse bis hin zu einer Überarbeitung des Geschäftsmodells. Die interaktiven Smartboards wurden nun komplett in die Prozessstruktur, etwa die Cloud der KVHS, eingebunden. Sie sind an die örtliche Soundanlage angeschlossen, verfügen über ein CD/DVD-Laufwerk und natürlich einen Internetzugang. Für die schnelle Informationsübermittlung verfügen die Smartboards über eine eigene Mailadresse. "Jeder Dozent hat seinen eigenen Schreibtisch in der Cloud", berichtet Ralf Schopmans.

Online-Schnupperwoche als Test und Lebenszeichen 

Er ist jedenfalls gespannt auf die Resonanz zu den bevorstehenden Online-Schnupperkursen wie "Kinderlebensmittel unter der Lupe", die Sprachkurse in Englisch, Spanisch und Italienisch sowie "Arthrose großer Gelenke" und "Was ist Corona eigentlich?" Den Abschluss der Schnupperwoche an der Kreisvolkshochschule Vechta bildet die Lesung "Ein Abend für Loriot" von Stephanie Trapp. "Es ist schon ein Erfolg, das wir Präsenz zeigen", meint Ralf Schopmans und erhofft sich von der Schnupperwoche weitere Erkenntnisse für seine Einrichtung.

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