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Kreistag beschließt: Deponie in Stapelfeld soll neu geplant werden

Überlegungen für einen Umbau gibt es schon seit Jahren, nun soll ein Planungsbüro beauftragt werden. Die Verwaltung setzt dabei verschiedene Schwerpunkte zur Modernisierung.

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Die beiden Rampenanlagen sollen als zentrale Elemente an ihren jetzigen Standorten bleiben.   Foto: Hermes

Die beiden Rampenanlagen sollen als zentrale Elemente an ihren jetzigen Standorten bleiben.   Foto: Hermes

Völlig neu geplant werden soll das Gelände der Deponie in Stapelfeld. Nach dem einstimmigen Beschluss des Kreistages soll nun ein Planungsbüro beauftragt werden, dabei sollen verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden.

Bereits 2017 hatten sich die Kommunalpolitiker für eine Modernisierung ausgesprochen, aufgrund von immensen Kostensteigerungen wurde das Projekt allerdings zunächst zurückgestellt. Nun sollen folgende Punkte in der Planung berücksichtigt werden: eine neue Verkehrsführung mit zusätzlicher Spur zum Kompostwerk und der Umbau des Waagebereiches mit einer Überdachung. Zudem soll das Betriebsgebäude neu gebaut, die Müllumschlagsanlage beseitigt und das Regenrückhaltebecken verlegt werden. Gleichzeitig sind eine neue Schadstoffsammelstelle, weitere Containerstellflächen und der Einbau einer neuen Anlage für das Abscheiden von Öl oder Benzin angedacht.

Das Entsorgungszentrum in Stapelfeld wurde 1995 in Betrieb genommen. Zwischenzeitlich gab es verschiedene Anpassungen, so wurde unter anderem vor einigen Jahren eine 2. Anlieferungsrampe fertiggestellt. „Damit hat sich die Abfertigungsgeschwindigkeit deutlich erhöht“, heißt es seitens der Verwaltung in der Beschlussvorlage. Auch die separat mögliche Anlieferung von Grün- und Strauchschnitt trage zu mehr Anlieferungen bei. Dabei wird die 1-spurige Zufahrt immer öfter zum Nadelöhr, das zu längeren Wartezeiten führt.

2-spuriger Ausbau möglich: Die Zufahrt soll entzerrt werden, so werden Wartezeiten verkürzt.2-spuriger Ausbau möglich: Die Zufahrt soll entzerrt werden, so werden Wartezeiten verkürzt.

In jedem Fall soll mit einem 2-spurigen Ausbau auch das in die Jahre gekommene und sanierungsbedürftige Wiege- und Kassenhaus angepackt werden. Eine Überlegung ist die Verlagerung ins Betriebsgebäude, wo auch neue Umkleide- und Sanitärräume enstehen sollen. Die Waage dürfte an ihrem bisherigen Standort bleiben, zudem sollen Schranken künftig den Verkehr regeln.

Dringend erforderlich ist nach Angaben der Verwaltung der Bau einer neuen Schadstoffsammelstelle mit Annahmebereich: „Hier kann zumindest teilweise auf eine grobe Vorplanung zurückgegriffen werden.“ Mit der Errichtung könnte die alte, ohnehin sanierungsbedürftige Schadstoffsammelstelle zurückgebaut werden, womit sich zusätzlicher Gestaltungsraum auf dem Gelände ergibt. Auf den sich dann ergebenden Flächen wäre Platz für einen Containerstellplatz und eine Sammelstelle für Elektroaltgeräte, die wie bisher in Gitterboxen abgelegt werden.

Die Rampen bleiben

Die beiden Rampenanlagen sollen als zentrale Elemente an ihren jetzigen Standorten bleiben. „Sie sind in ihrer Funktion kaum zu verbessern“, so die Verwaltung. Jedoch erhält jede Rampe einen Unterstand für das Personal vor Ort. Diese Maßnahme ist bereits jetzt in der Planung und soll baldmöglichst umgesetzt werden. So werden die Anlieferer bei der Zuordnung der Abfallstoffe unterstützt.

Im Zuge der Planungen sollen auch veraltete Formen der Abgabe auf den Prüfstand gestellt werden. Dabei könnten Dienstleistungen womöglich auch ausgelagert werden, infrage kommen würde zum Beispiel die Kompostierung.

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