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Kreishäuser erklären Abweichungen bei den jüngsten Corona-Zahlen

Beim Gesundheitsamt Vechta sind über 4000 Nachmeldungen abgearbeitet worden. Diese spielen keine Rolle bei der 7-Tage-Inzidenz. Derweil ist dieser Wert im Kreis Cloppenburg überraschend gesunken.

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Symbolfoto: dpa

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Aus den Kreishäusern Cloppenburg und Vechta sind ergänzende Informationen zu den jüngst veröffentlichten Corona-Zahlen im Oldenburger Münsterland gekommen.

Obwohl am Mittwoch für den Landkreis Cloppenburg deutlich gestiegene Infektionszahlen gemeldet worden sind, ist die vom Robert-Koch-Institut berechnete 7-Tage-Inzidenz am Donnerstag relativ stark gesunken. Das RKI meldet aktuell einen Wert von 256,6, basierend auf 443 nachgewiesenen Infektionen in den letzten 7 Tagen.

Das Cloppenburger Gesundheitsamt hat hingegen am Mittwoch für den Zeitraum vom 25. Mai bis 1. Juni insgesamt 1501 nachgewiesene Corona-Fälle gemeldet – also mehr als dreimal so viel, wie das RKI bei der Berechnung der aktuellen 7-Tage-Inzidenz angibt.

Die Gründe für diese starke Abweichung sind indes unklar. Auf Anfrage von OM-Online erklärt Kreissprecher Frank Beumker, dass in den zurückliegenden Tagen wie gewohnt vom Cloppenburger Gesundheitsamt die Fälle bearbeitet und weiter gemeldet wurden. Eine Störung in der Meldekette, die es in der Vergangenheit durchaus häufiger gegeben hat und für Diskrepanzen im Zahlenwerk gesorgt hat, sei zumindest im Cloppenburger Kreishaus nicht bekannt. Beumker verwies allerdings auf den gesetzlichen Feiertag in der abgelaufenen Meldewoche. Deshalb könnte es zu Verschiebungen durch Nachmeldungen gekommen sein, die für den Inzidenzwert nicht mehr relevant seien.

Auch die Vechtaer Kreisverwaltung hat ergänzende Informationen zu den jüngsten Corona-Zahlen veröffentlicht. Hier hat es im Verlauf der letzten abgelaufenen Meldewoche erhebliche Korrekturen bei der Gesamtzahl der nachgewiesenen Coronafälle gegeben. Während das Vechtaer Gesundheitsamt 383 nachgewiesene Infektionen binnen einer Woche gemeldet hat, ist gleichzeitig die Zahl der Gesamtzahl der Coronafälle seit Beginn der Pandemie von 59.389 am 25. Mai auf 63.815 am 1. Juni gestiegen.

Dass dieser deutliche Anstieg bei der Gesamtzahl nicht mit dem wöchentlichen Update übereinstimmt, liege an Meldeverzögerungen. Das berichtet die Kreisverwaltung. Von den insgesamt 4426 Coronafällen, fallen 4043 nicht mehr in die Berechnung der 7-Tage-Inzidenz, weil hier der Nachweis auf einer Corona-Infektion bereits mehr als eine Woche zurückliegt.


Die Corona-Lage bilden wir (soweit möglich) auch weiterhin täglich aktualisiert auf unserer Corona-Sonderseite www.om-online.de/corona ab. Hier finden Sie eine Corona-Karte für die Kommunen des Oldenburger Münsterlandes sowie die vom Robert-Koch-Institut und Landesgesundheitsamt zur Verfügung gestellten Daten von uns grafisch aufbereitet. Dazu auf einem Blick: die aktuellsten Meldungen und Berichte zum Thema Corona.

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