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Kreiselternrat: Schulen lernen in der Pandemie

Das Cloppenburger Gremium hat in einer Videokonferenz ein Zwischenfazit für den Landkreis gezogen. In den meisten Fällen funktioniere der Unterricht gut.

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Symbolfoto: dpa

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Die Mitglieder des Cloppenburger Kreiselternrats haben sich digital zu einer Videokonferenz getroffen. An erster Stelle stand die Abfrage zur aktuellen Lage der Situationen an den einzelnen Schulen. Die Vertreter berichteten, dass in den meisten Fällen der Unterricht im Wechselmodell gut funktioniere.

Sorge gab es um die Schülerinnen und Schüler, die zurzeit aus unterschiedlichsten Gründen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können. Es sei schwierig, mit den Eltern und Kindern in Kontakt zu bleiben und den Lernfortschritt zu überblicken. Die notwendigen Endgeräte würden zwar in den meisten Fällen kostenlos zur Verfügung gestellt, es mangele jedoch an Informationen, wo die benötigten Apps und Programme kostenlos bezogen werden können. An einigen Schulen sei betroffenen Eltern geraten worden, diese Programme kostenpflichtig freischalten zu lassen. In diesen Fällen wird empfohlen, sich mit den Elternvertretern der Schule oder mit dem Kreiselternrat in Verbindung zu setzten.

Weiter wurde berichtet, dass der digitale Ausbau an den Schulen im Landkreis unterschiedlich vorangeschritten ist. So wurden sowohl das CAG und die Albert-Schweitzer-Schule aus Cloppenburg lobend erwähnt. Dort sind die meisten Klassen mit modernen Mitteln ausgestattet, der Unterricht über das Internet funktioniere zufriedenstellend. Es wird in vielen Fällen ein ausreichender Unterricht per Videokonferenz abgehalten.

Kleine Schulstandorte hätten Nachsehen bei Digitalisierung

Schlechter ist es nach Ansicht des Kreiselternrats um die kleineren Schulen im Kreisgebiet bestellt. An einigen Standorten habe die Digitalisierung „noch gar keinen Einzug gehalten“. Oftmals sei die Infrastruktur, wie zum Beispiel ein geeigneter Internetanschluss oder angemessene Netzwerke, an den Schulen noch gar nicht vorhanden. Hier appelliert der Kreiselternrat an die Schulträger, die erforderlichen Maßnahmen und Mittel rechtzeitig zu beauftragen, denn in diesen Bereichen sei mit langen Wartezeiten zu rechnen.

Abschließend waren sich die Kreiselternratsmitglieder aber auch einig, dass es an der Zeit sei, „ein großes Lob und ein dickes Dankeschön an alle Lehrkräfte und Eltern zu entsenden“. Sie müssten sich in Zeiten der Pandemie ständig auf neue Vorgaben aus der Politik und aus dem Geschehen vor Ort einstellen. Dabei sei Corona noch längst kein „Schnee von gestern“, sondern werde auch in der nächsten Zeit noch einiges an Herausforderungen für die Schulen und Schüler bereithalten.

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