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Kreis Vechta setzt für Zweitimpfung auf mRNA-Impfstoff

Wer unter 61 Jahren alt ist und bei der Erstimpfung das Vakzin Astrazeneca erhalten hat, soll für die Zweitimpfung einen mRNA-Impfstoff erhalten. Die Termine für Jüngere werden allerdings verschoben.

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Ampullen der Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca. Symbolfoto: dpa

Ampullen der Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca. Symbolfoto: dpa

Der Impfservice des Landes Niedersachsen benachrichtigt derzeit die Personen, die eine Erstimpfung mit dem Vakzin von Astrazeneca erhalten haben und unter 61 Jahre alt sind. Der Impfstoff soll bei Jüngeren ursächlich sein für Gerinnungsstörungen mit teilweise tödlichem Verlauf. Astrazeneca soll deshalb nur noch an Ältere abgegeben werden. Bis das Vakzin wieder freigegeben ist, werden die Zweitimpfungen Jüngerer im April niedersachsenweit verschoben.

Die für Mai mitgeteilten Termine blieben vorerst bestehen, heißt es im Schreiben. Der Brief des Impfservice ist der Kreisverwaltung bislang nicht bekannt, so Sprecherin Eva-Maria Dorgelo. "Die Zweitimpfung der Personen unter 61 Jahre soll mit mRNA-Impfstoffen erfolgen." Dazu zählt unter anderem das Vakzin von Biontech. Derzeit liege jedoch kein Erlass zum weiteren Vorgehen vor.

"Es gilt abzuwarten, wie das Land entscheidet." Im Kreis starten Zweitimpfungen mit Astrazeneca planmäßig erst im Mai, so Dorgelo. Die für den April vereinbarten Termine im Impfzentrum Lohne und bei den im Rahmen des kreisweiten Pilotprojektes eingebundenen Hausärzten würden eingehalten. Das gelinge durch "interne Umschichtungen" von Impfstoffen.

Im April wird Niedersachsen voraussichtlich 866.700 Impfdosen erhalten

Dass die Lieferung weiteren Vakzins sichergestellt ist, weiß Anne Hage, Sprecherin des Sozialministeriums in Hannover. Im April wird Niedersachsen voraussichtlich 866.700 Impfdosen zugelassener Impfstoffe für die Verteilung erhalten. Die Lieferungen würden "immer zuverlässiger". Sie verweist auf Erfolge: Die 52 Impfzentren und mobilen Teams im Land hätten zuletzt täglich 35.000 Impfungen durchgeführt. Die Liefermengen würden zudem immer größer.

Hage kündigte an, dass das Land die Priorisierung "nicht aufweichen" werde. Auch wenn jetzt Zweitimpfungen mit Astrazeneca verschoben seien, würden alle zur Verfügung stehenden Vakzine verwendet. "430.000 Menschen stehen auf der Warteliste und wollen geimpft werden."

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