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Kreis Cloppenburg warnt: Testzertifikate als Download sind nicht zugelassen

Der Coronatest muss von Angesicht zu Angesicht durchgeführt werden. Testnachweise, die heruntergeladen und selbst ausgedruckt werden, dürfen nicht akzeptiert werden.

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Symbolfoto: dpa

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Die Cloppenburger Kreisverwaltung betont am Freitagnachmittag, das sogenannte Download-Testzertifikate nicht zulässig sind. Damit gemeint sind Angebote im Internet, die offenbar aktuell stark gefragt sind. In diesem Fall wird angeboten, dass man zuhause einen Selbsttest durchführt, während der Test per Webcam beaufsichtigt wird. Im Gegenzug erhält der Kunde, die in diesem Fall auch auf den Kosten dieses vermeintlichen Services sitzenbleibt, ein angebliches Zertifikat über den Coronatest. Das kann der Kunde dann herunterladen und selbst ausdrucken. Nur: Das Zertifikat darf nirgendwo akzeptiert werden.

"Nur Tests, die von Angesicht zu Angesicht durchgeführt wurden, werden bei Kontrollen anerkannt."Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl

Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl warnt Arbeitgeber davor, derartige Tests von ihren Arbeitnehmern als offiziellen Testnachweis anzunehmen. Es drohe ein Bußgeld von bis 25.000 Euro. "Nur Tests, die von Angesicht zu Angesicht durchgeführt wurden, werden bei Kontrollen anerkannt. Das geht ausdrücklich aus einer Anweisung des Bundesgesundheitsministeriums hervor", betont Rühl. Es bleibt also dabei: Entweder wird der Test in einer anerkannten Teststation (hier gibt es eine Übersicht für den Landkreis Cloppenburg, hier eine Übersicht für den Landkreis Vechta) durchgeführt - oder im Rahmen eines Selbsttests unter Aufsicht am Arbeitsplatz. Die Arbeitgeber oder von ihr autorisierte Personen innerhalb des Betriebes können wiederum den Testnachweis in schriftlicher Form bestätigen. Damit kann der Arbeitnehmer dann auch in seiner Freizeit für 24 Stunden den negativen Test nachweisen. Das Formular gibt es hier zum Download.

Dem Cloppenburger Gesundheitsamt liegen am Freitag 139 neue positive Testergebnisse vor. Demgegenüber stehen 169 Personen, die seit Freitag als genesen gelten. Dadurch sinkt die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen auf 1164 (Vortag: 1194).

Wie bereits berichtet, sind allein in dieser Woche sechs Todesfälle gemeldet worden, die in Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus stehen. Wie Kreissprecher Frank Beumker am Freitag auf Anfrage von OM Online erklärt, waren drei der Verstorben nicht geimpft. Eine Person hatte vollständigen Impfschutz. In zwei Fällen lagen keine diesbezüglichen Informationen vor. Fünf der Verstorben sind zwischen den Jahrgängen 1928 und 1938 geboren.

Deutlicher Schwerpunkt beim aktuellen Infektionsgeschehen ist die Stadt Cloppenburg. allein hier sind am Freitag 40 neue Coronafälle gemeldet worden (aktuell 235 aktive Infektionen). Die übrigen Fälle verteilen sich relativ gleichmäßig auf die übrigen Kommunen im Landkreis. 

Ein Blick in die Krankenhäuser: Derzeit werden 16 infizierte Patienten (Vortag: 15) stationär in einem Krankenhaus behandelt - davon 5 intensivmedizinisch (Vortag: 4).

Wie bereits berichtet, hat das Robert-Koch-Institut am Freitag für den Landkreis Cloppenburg eine 7-Tage-Inzidenz von 387,0 gemeldet. Ab Samstag greift niedersachsenweit eine Anpassung der 2G-Plus-Regel. Personen mit verabreichter Booster-Impfung und Genesene mit zwei verabreichten Impfdosen fallen dann nicht mehr unter die Beschränkung.

Impftermin in Garrel: 20 Prozent der angemeldeten Impflinge kommen nicht

Verstimmt zeigt sich die Cloppenburger Kreisverwaltung derweil nach der jüngsten Impf-Aktion in Garrel. Von 475 angemeldeten Personen sind nur 380 erschienen. "Das Deutsche Rote Kreuz und der Landkreis weisen noch einmal darauf hin, dass man sich abmelden sollte, wenn man einen Impftermin nicht wahrnehmen kann", sagt Rühl am Freitag. Es sei eine Frage von Solidarität, die Termine abzusagen, zumal die Nachfrage an Impfstoffen aktuell sehr groß sein. Ein Link zur einfachen Abmeldung ist in jeder Terminbestätigung, die per Mail zugeschickt wurde, abrufbar.

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