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Krankenhaus-Neubau: Ratsmitglieder kritisieren anstehende Baumfällungen

Für den Neubau des St.-Marien-Hospitals müssen 15 Bäume weichen. Im Friesoyther Planungsausschuss machten die Ratsmitglieder klar, dass sie davon nicht begeistert sind.

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Auf dem Grünstreifen entlang der Heinrich-von-Oytha-Straße sollen für den Neubau des St.-Marien-Hospitals 15 Bäume gefällt werden. Foto: Stix

Auf dem Grünstreifen entlang der Heinrich-von-Oytha-Straße sollen für den Neubau des St.-Marien-Hospitals 15 Bäume gefällt werden. Foto: Stix

15 Bäume und rund 20 Parkplätze müssen auf der Südseite des Friesoyther Krankenhauses für den geplanten Neubau weichen. Beides stieß im zuständigen Ausschuss für Planung, Umwelt und Klimaschutz am Montag (29. November) auf wenig Verständnis. Dort wurde das Thema besprochen, weil der Landkreis Cloppenburg als zuständige Genehmigungsbehörde die Stadt um eine Stellungnahme gebeten hatte.

"Leider haben wir da als Stadt kaum eine Möglichkeit einzugreifen", bedauerte Bauamtsleiter Klaus Sandmann im Ausschuss. "Uns gefällt das auch nicht, gerade auch im Hinblick auf das Ortsbild". Entfernt werden amerikanische Eichen, eine Bluteiche, eine Hainbuche, vier Apfeldorn und zwei Feldahorn. "Es ist bedauerlich, dass die Bäume gefällt werden und, dass es so locker gehandhabt wird", kritisiert Renate Geuter, die Vorsitzende der SPD/Grünen-Fraktion. Ihre Forderung: "Es müssen in unmittelbarer Nähe neue Bäume gepflanzt werden. Der Landkreis muss auf einer Kompensation bestehen".

Krankenhaus will Bäume auf dem eigenen Gelände kompensieren

Die Bäume stehen im Baufeld des Neubaues, das bis  zur Straße reichen wird. "Wir müssen die bestehenden Versorgungsleitungen um den Neubau herumlegen", erläutert Krankenhaus-Geschäftsführer Bernd Wessels auf Anfrage von OM online. "Und auch um die Baugrube auszuheben, wird mehr Platz benötigt, als der Neubau am Ende selbst einnimmt."  Für die Arbeiten müsse man so nahe an die Bäume heran, dass dabei die Wurzeln beschädigt würden und die Standfestigkeit der Bäume nicht mehr gegeben sei. Zwei weitere Bäume müssen gefällt werden, weil sie morsch und nicht mehr standfest sind.

Für alle zu fällenden Bäume habe das Krankenhaus, so Wessels, Neupflanzungen vor. "Ich weiß zwar noch nicht genau wo, aber es ist mein Bestreben, die Bäume zu ersetzen", sagt er. Außerdem werde zwischen dem Neubau und der Heinrich-von-Oytha-Straße ein Grünstreifen angelegt und bepflanzt. "Da kommen dann Sträucher und Gebüsch hin, denn es muss zum OP hin blickdicht sein", so Wessels. Die Baumfällarbeiten müssen aus Tierschutzgründen bis Februar erledigt sein, die Bauarbeiten selbst sollen Mitte Mai beginnen.

Von knapp 300 Parkplätzen werden für den Neubau 20 wegfallen

Zur Sprache kam im Ausschuss auch die Parkplatzsituation rund um das Krankenhaus, denn durch den Neubau werden Parkplätze auf dem Krankenhausgelände wegfallen. Das fanden die Ausschussmitglieder problematisch, da Mitarbeiter und Besucher des Krankenhauses vermehrt auf umliegenden Plätzen und Straßen parken würden, seit die Parkplätze kostenpflichtig sind. Die Stadt habe gegen die Gebührenpflicht keine Handhabe, erläuterte Heidrun Hamjediers, Erste Stadträtin der Stadt. "Das ist Hausrecht. Ob man das gut findet, sei dahingestellt", sagte sie und ging noch einen Schritt weiter. "Wenn jetzt auch noch die Banken auf diese Idee kommen, wäre das sehr unglücklich".

Für Krankenhaus-Geschäftsführer Bernd Wessels ist die Reduzierung der Parkplätze kein großer Einschnitt. "Von den knapp 300 Parkplätzen, die wir unseren Mitarbeitenden und Besuchern derzeit auf dem Gelände zur Verfügung stellen, werden durch den Neubau rund 20 wegfallen", sagt er. Damit gäbe es immer noch weit mehr Stellplätze als rein rechtlich erforderlich. "Wir müssten für alle Einrichtungen des St.-Marien-Stiftes zusammen nur 138 Plätze vorhalten, darunter pro zehn Krankenhausbetten einen Parkplatz", erläutert Wessels. Selbst nach dem Wegfall habe das Haus noch mehr als doppelt so viele Stellplätze wie gefordert.

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