Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Können die Geflügel-Züchter im Landkreis Cloppenburg aufatmen?

Seit fast 4 Wochen gibt es keinen neuen Ausbruch der Geflügelpest in einem Stall im Landkreis Cloppenburg. Die letzten Sperrbezirke werden aufgehoben. Kommende Woche wird die Lage bewertet.

Artikel teilen:
Symbolfoto: dpa

Symbolfoto: dpa

Der letzte Ausbruch von Geflügelpest im Landkreis Cloppenburg - er liegt jetzt fast vier Wochen zurück. Wie Kreissprecher Frank Beumker auf Anfrage von OM online bestätigt, sollen jetzt die letzten Sperrbezirke, die nach einer Serie von Ausbrüchen Ende März eingerichtet wurden, aus. Unter der Voraussetzung, "dass kein erneuter Geflügelpest-Ausbruch festgestellt werden sollte", betont Beumker. Bislang sind 574.500 Tiere (476.400 Puten, 71.900 Hähnchen und 26.200 Enten) in 40 betroffenen Betrieben getötet worden. Besonders Putenställe waren betroffen.

Weiter bestehen noch aber des Beobachtungsbezirkes, der mit einem 10-Kilometer-Radius um die zuletzt betroffenen Ställe gezogen wurden. "Über die Aufhebung des Beobachtungsgebietes wird unter Einbeziehung der aktuellen Risikobeurteilung des Friedrich-Löffler-Institutes gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium in Hannover entschieden", berichtet Beumker. Aus diesem Grund sei bereits eine Besprechung in der kommenden Woche angesetzt worden.

Wäre dann der Landkreis Cloppenburg offiziell "geflügelpestfrei"? Nicht direkt. Denn das obliegt Beumkers Angaben zufolge dem Bundeslandwirtschaftsministerium, das die Lage im gesamten Bundesgebiet bewertet.

Beunruhigende Entwicklung im Nachbarlandkreis Leer

Die Hoffnung gedämpft wird allerdings nach den neusten Meldungen aus dem Nachbarlandkreis Leer. Denn dort scheint sich das H5N8-Virus zurzeit unter Wildvögeln auszubreiten. Rund 400 verendete Vögel seinen in der vergangenen Woche gefunden und eingesammelt worden, wie der Landkreis Leer mitteilte.  Der Frühjahrsvogelzug nordischer Wasservögel kann nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts zu einer überregionalen Verbreitung beitragen. Daher werde das Risiko einer Ausbreitung bei Wasservögeln und auch der Eintrag in Geflügelhaltungen weiter als hoch eingestuft.

Unabhängig von der neuen Bewertung der Lage in der kommenden Woche bleibt das Wiedereinstallungsverbot, das bereits im November im Landkreis Cloppenburg in Kraft getreten ist, Beumkers Angaben zufolge bestehen. Der Landkreis Uelzen hebt das Verbot hingegen an diesem Sonntag auf. Es seien "bislang keine toten Wildvögel mit dem Vogelgrippe-Erreger nachgewiesen worden, außerdem sei zum Wochenende der Vogelzug abgeschlossen, daher könne die Stallpflicht aufgehoben werden", sagte Jörg Pfeiffer, der Leiter des Veterinäramtes im Landkreis Uelzen.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Können die Geflügel-Züchter im Landkreis Cloppenburg aufatmen? - OM online