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Kolpingsfamilie präsentiert erste Chronik

Die Dammer Organisation feiert im kommenden Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Jetzt ist ihre Geschichte auf 114 Seiten aufgearbeitet.

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Das Redaktionsteam: Etwa zwei Jahre haben (von links) Bernard Willenborg, Frank Biestmann, Norbert Grafemeyer und Günter Kolbeck an der Chronik der Kolpingsfamilie gearbeitet. Die erscheint am 13. Dezember. Foto: Lammert

Das Redaktionsteam: Etwa zwei Jahre haben (von links) Bernard Willenborg, Frank Biestmann, Norbert Grafemeyer und Günter Kolbeck an der Chronik der Kolpingsfamilie gearbeitet. Die erscheint am 13. Dezember. Foto: Lammert

Die älteste der 57 existierenden Kolpingsfamilien im Oldenburger Land feiert im kommenden Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Fast auf den Tag genau sechs Jahre nach dem Tod Adolph Kolpings, Pfarrer und 1849 Gründer des ersten Gesellenvereins in Köln, gründeten Dammer am 8. Dezember 1871 den „Katholischen Gesellen-Verein zu Damme“. Das geschah am Tag des „Festes der unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau Maria“.

In den Vereinsstatuten war festgelegt, wer Mitglied werden konnte: Jeder Geselle beziehungsweise Junggeselle, „der unbescholtenen Lebenswandels und nicht Lehrling ist“. Auch Nicht-Katholiken durften dem Verein beitreten, waren aber von der Übernahme von Vorstandsämtern ausgeschlossen.

Längst können auch Nicht-Gesellen Mitglied der aktuell 147 Frauen und Männer zählenden Dammer Kolpingsfamilie werden. Die ersten Frauen traten allerdings vergleichsweise spät ein. 1982 nahm der damalige Präses und St.-Viktor-Pfarrer Hubert Quebbemann die ersten 49 auf.

Buch soll am 13. Dezember in den Kauf gehen

Über die lange Geschichte der Kolpingsfamilie Damme, zu der der Gesellen-Verein später wurde, hat eine Redaktion aus dem Vorsitzenden Norbert Grafemeyer, dessen Stellvertreter Günter Kolbeck, Schriftführer Bernard Willenborg sowie Frank Biestmann eine Chronik mit 144 Textseiten verfasst. Das Buch, dessen Erscheinen nach Worten des Vorsitzenden nur mit Hilfe zahlreicher Sponsoren möglich ist, soll am 13. Dezember (Sonntag) in den Verkauf gehen. Die Kolpingsfamilie wird es nach den Gottesdiensten um 8 und 11.15 Uhr in der St.-Viktor-Kirche anbieten. Zudem wird sie ab dann auch bei den Vorstandsmitgliedern erhältlich sein.

„Das ist die erste Chronik der Dammer Kolpingsfamilie in ihrer Geschichte“, erklärte Norbert Grafemeyer. Zuvor habe es Festschriften gegeben. Die beiden jüngsten stammten aus 1981 und aus 1996. Im Oktober 2018 hatte das Redaktionsteam mit der Arbeit an dem Buch begonnen. Überwiegend stützte es sich auf eigene Dokumente bei der Aufarbeitung der Kolping-Geschichte vor Ort.

Auch Geschichte Dammes und der Kirchengemeinde kommen im Buch vor

Es finden sich viele historische Dokumente, neben Fotos – aktuelleren und viel älteren wie dem von den Mitgliedern im 25. Jahr des Bestehens – ein Abdruck aus der Festschrift zum 75-jährigen Bestehen mit einem Abriss über die Geschichte der Kolpingsfamilie Damme bis 1946, ein Beitrag über das frühere Kolpinghaus an der Donaustraße und über die vielfältigen Aktivitäten der Kolpingsfamilie.

Wie sehr sich der Verein als fester Bestandteil der Stadt Damme und der St.-Viktor-Kirchengemeinde sieht, verdeutlichen die ersten Seiten in der Chronik nach den 16 Grußworten: Hier findet der Leser zunächst Beiträge über die Geschichte Dammes und der Kirchengemeinde.

Mit Blick auf das bevorstehende Jubiläum teilte Norbert Grafemeyer mit, geplant sei am 29. August 2021 zunächst ab 10 Uhr ein Festgottesdienst in der St.-Viktor-Kirche. Anschließend soll es eine Feier in der Scheune Leiber geben.

Info: Das Buch „150 Jahre Kolpingsfamilie Damme“ erscheint in einer Auflage von 400 Exemplaren. Es wird 15 Euro kosten.

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