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Kolping-Mitglieder singen für Ukrainer

150 Personen halfen auf ihre Art und Weise. Der Scheck wurde an den Verein „Vita“ überreicht. Dieser holt mit einem Bulli Geflüchtete aus Danzig ab.

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1171 Euro „ersungen“: Elke Looschen (von rechts), Renate Hogeback und Sigrid Buschenlange vom Kolping-Gesangsteam überreichen den symbolischen Scheck an Antje Hohnholdt (links), Kathrin Musiol und Franz-Josef Kettmann vom Verein VITA – stronger together for peace and freedom. Foto: Högemann

1171 Euro „ersungen“: Elke Looschen (von rechts), Renate Hogeback und Sigrid Buschenlange vom Kolping-Gesangsteam überreichen den symbolischen Scheck an Antje Hohnholdt (links), Kathrin Musiol und Franz-Josef Kettmann vom Verein VITA – stronger together for peace and freedom. Foto: Högemann

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg“, zitierte Renate Hogeback Mahatma Gandhi, als sie das „Singen für den Frieden“ vom Kolping-Gesangsteam Garrel in der Kirche St. Peter und Paul eröffnete. Rund 150 Interessierte waren der Einladung gefolgt. Eine Summe von 1171 Euro konnte nun an den Verein „Vita – stronger together for peace and freedom“ überreicht werden.

„Singen für den Frieden“ – eine bewusst gewählte Thematik. Das erste Lied, das das 20-köpfige Gesangsteam unter der Leitung von Sigrid Buschenlange zusammen mit den Anwesenden anstimmte, war deshalb das polnische Friedenslied „Unfriede herrscht auf der Erde“. Die musikalischen Stücke, die weiter durch das Spendensingen führten, waren allesamt geprägt von Gandhis Zitat und seiner bedeutsamen Tragweite: „Hewenu shalom alechem“, „Herr, gib uns deinen Frieden“, „Da berühren sich Himmel und Erde“ waren weitere Lieder der rund halbstündigen Aktion. Neben dem vordergründigen Thema „Frieden“ standen aber auch die Themen „Solidarität“ und „Zusammenhalt“ im Mittelpunkt des gemeinsamen Singens. „Diese braucht es in Zeiten wie diesen mehr denn je“, waren sich das Kolping-Gesangsteam und der Verein „VITA – stronger together for peace and freedom“ einig.

20-köpfiges Team sang unter der Leitung von Sigrid Buschenlange

Mit dem „Friedensgebet“ von Barbara Künnen und der Geschichte „Ein Bild vom Frieden“ trafen die Kolpinger genauso den Kern wie mit ihrer Liedauswahl. Und dass die Begriffe „Solidarität“ und „Zusammenhalt“ auch für die anwesenden Garreler nicht nur graue Theorie waren, beweist die Spendenbereitschaft aller Anwesenden. Alleine Noah (10) und Neele (7) Hedemann trugen 75 Euro bei: Sie hatten zuvor fleißig gebacken und Kekse an Nachbarn, Freunde und Verwandte verkauft, um ihren persönlichen Anteil beim „Singen für den Frieden“ leisten zu können. „Noah und Neele sind die wohl jüngsten Spender, die der Verein bisher hat“, waren sich Franz-Josef Kettmann, Antje Hohnholdt und Kathrin Musiol von „Vita – stronger together for peace and freedom“ einig. „Die zwei beweisen, dass jeder helfen kann!“ Noah und Neele hätten sich direkt in ihre Herzen gebacken.

Für „Vita – stronger together for peace and freedom“ geht es dieser Tage wieder mit vier Bullis los, um zu helfen. „Diesmal nehmen wir keine Spenden mit“, erklärt Franz-Josef Kettmann. „Wir möchten Leute aus Danzig holen.“ Die ersten Hilfsaktionen seien von Aleksandra Blaziak angestoßen worden. Sie stamme aus dem Grenzgebiet zur Ukraine und koordiniere nun die Hilfe vor Ort in Hrubieszów und Trzeszczany Pierwsze. Kontakte entstanden und auch viele ehrenamtliche Helfer boten sich für das Fahren an. Aufgrund des Leidens der Ukrainer, die vor dem Krieg in der Ukraine flüchten, haben sich schließlich Mitarbeiter, Unterstützer und Projektpartner aus dem Umfeld der Vita Akademie GmbH kurzfristig zusammengetan, um Hilfe für die Ukrainer zu organisieren. Kurzerhand gründete sich deshalb am 8. März der Verein „Vita – stronger together for peace and freedom“.

Mehrfach schon gab es Fahrten an die polnische Grenze. „Unsere Helfer sind oft total geflasht“, berichtet Kettmann über die Erfahrungen. „Was wir dort erleben, berührt emotional.“ In versteinerte Kindergesichter blicken zu müssen, treffe die Helfer hart. Das Erlebte treibe an, weiter Spenden zu sammeln. Von kleinen Projekten sprechen Antje Hohnholdt und Franz-Josef Kettmann. So geht zum Beispiel auch Material an eine Schule in Danzig, in der rund 25 ukrainische Kinder untergekommen sind.


Info: Weiteres über „Vita – stronger together for peace and freedom“ gibt es unter https://vita-stronger-together.jimdofree.com. Geldspenden können unter dem Verwendungszeck „Vita – stronger together for peace and freedom“ auf folgendes Konto überwiesen werden: Konto: DE77 2805 0100 0094 1600 58; Kontoinhaber: Vita – stronger together for peace and freedom

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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