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Knapp 28 Prozent der aktiv Infizierten tragen die britische Mutante in sich

Von 370 aktiven Coronafällen sind zurzeit 102 Personen mit der britischen Mutante im Kreis Vechta infiziert. Das hat der Landkreis auf Nachfrage bestätigt. Alle Entwicklungen hier im Überblick.

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Symbolfoto: dpa

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27,57 Prozent aller aktiven Coronafälle im Kreis Vechta sind mit der britischen Coronavirus-Mutation B.1.1.7 infiziert. Das teilt Kreissprecher Jochen Steinkamp auf Nachfrage von OM online mit. Von den 370 aktiven Infektionen tragen damit zurzeit 102 Personen die britischen Mutante B.1.1.7 in sich. Dies hat das Vechtaer Gesundheitsamt labordiagnostisch oder epidemiologisch ermittelt.


Zum Hintergrund: Labordiagnostisch heißt, dass es eine spezielle Gensequenzierung, die den Nachweis über die Mutante erbracht hat, gegeben hat. Epidemiologisch bedeutet: Hier liegt kein Labornachweis vor, aber die Infektionsketten machen es sehr wahrscheinlich, dass der Infizierte die Mutante in sich trägt. Ein Beispiel: In einem 5-köpfigen Haushalt ist eine Person positiv. Bei ihr wird im Labor die Mutante nachgewiesen. Alle Personen sind in Quarantäne. Kurz vor Ablauf der Quarantäne werden auch die übrigen 4 Haushaltsmitglieder positiv getestet. Sie haben sich daher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch mit der Mutante über den Index (1 Fall) angesteckt. Das ist dann der epidemiologische Nachweis. 


Nach Quarantäne: 46 Fälle der Mutation als Kontakte bereits Infizierter

Wie Kreissprecher Jochen Steinkamp weiter auf Anfrage von OM online mitteilt, haben sich 46 Kontaktpersonen von Infizierten der britischen Mutante ebenfalls infiziert. Kurz vorm Ende der 14-tätigen Quarantäne seien die Kontaktpersonen erneut auf das Virus getestet worden. Es lag 46 mal ein positives Testergebnis vor, bestätigt Steinkamp.


Zum Hintergrund: Enge Kontaktpersonen von Infizierten mit der britischen Mutation müssen mindestens für 14 Tage in Quarantäne. 3 Tage vor dem Ende der häuslichen Isolation kontaktiert die Kreisverwaltung die Betroffenen. Es wird erneut ein Test durchgeführt. Wenn dieser negativ ist, dürfen die Kontaktpersonen von Infizierten der britischen Mutante Haus und Hof verlassen. Ist ihr Ergebnis positiv, wird die Quarantäne automatisch um zunächst 7 Tage verlängert. Von vor 2 Wochen zurückgerechnet gilt das für 46 Personen aus dem Landkreis Vechta. Wie Kreissprecher Jochen Steinkamp auf Nachfrage von OM online mitteilt, seien dies allesamt Folgeinfektionen durch die britische Mutante B.1.1.7. Für sie wird die Quarantäne verlängert.


24 Neuinfektionen, 40 Genesene

Am Donnerstag meldet der Landkreis Vechta 24 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Da im Gegensatz zu Mittwoch 40 Personen als genesen gelten, gibt es zurzeit 370 aktive Coronafälle. Von den insgesamt 370 aktiven Fällen haben sich bereits 228 vor dem positiven Testergebnis in Quarantäne befunden.

19 Covid-Erkrankte werden in den Krankenhäusern des Landkreises behandelt – davon müssen 4 intensivmedizinisch versorgt werden.

Die meisten Neuinfektionen gibt es am Donnerstag in Visbek (8), die meisten Genesenen in der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden (12). Nach wie vor stehen die Städte Vechta (73) und Lohne (70) an der Spitze der aktiven Fälle.

  • 12 in Bakum (+4)
  • 32 in Damme (+3, -1)
  • 39 in Dinklage (+1)
  • 18 in Goldenstedt (+2, -4)
  • 47 in Holdorf (+1, -2)
  • 70 in Lohne (-6)
  • 29 in Neuenkirchen-Vörden (-12)
  • 15 in Steinfeld (+3, -2)
  • 73 in Vechta (+2, -7)
  • 35 in Visbek (+8, -6)

Indes sind der vom Niedersächsische Landesgesundheitsamt berechnete Inzidenzwert für den Landkreis Vechta und der des lokalen Gesundheitsamt am Donnerstag nicht deckungsgleich. Wie das NLGA meldet, haben sich in den vergangenen 7 Tagen 95,5 Infektionen pro 100.000 Einwohner ereignet. 

Auf Nachfrage von OM online teilt Kreissprecher Jochen Steinkamp mit, dass nach der internen Statistik des Landkreises am Donnerstag eine Inzidenz von exakt 126 für den Kreis Vechta vorliegt. "Wahrscheinlich gibt es wieder Probleme bei der Datenerfassung, die wir uns von hier aus nicht erklären können", so Steinkamp weiter.

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