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KLJB will im Mai 72 Stunden lang Vollgas geben

Die Landjugendlichen im OM veranstalten wieder ihre 72-Stunden-Aktion. Die Projekte reichen von einer Sportplatz-Sanierung bis zur Restaurierung einer Bahnhofsanlage.

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Gelungene Aktion, die sich wiederholen soll: Schon 2019 war die 72-Stunden-Aktion ein voller Erfolg, wie hier bei der Ortsgruppe Molbergen. Foto: KLJB

Gelungene Aktion, die sich wiederholen soll: Schon 2019 war die 72-Stunden-Aktion ein voller Erfolg, wie hier bei der Ortsgruppe Molbergen. Foto: KLJB

Das Wochenende vom 19. bis 22. Mai wird sich die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) im Oldenburger Münsterland dick im Kalender angestrichen haben: An dem Wochenende findet das erste Mal seit 2019 wieder die 72-Stunden-Aktion statt.

Organisiert wird die soziale Aktion, an der sich 30 Ortsgruppen aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta beteiligen, vom KLJB-Landesverband Oldenburg. Verena Heseding von der Steuerungsgruppe erklärt, worum es bei dem Projekt geht: "Bei der 72-Stunden-Aktion unterstützen die Ortsgruppen ein Wochenende lang soziale Einrichtungen oder betätigen sich handwerklich im Ort."

Oldenburger KLJB bringt eigene Aktion auf den Weg

Eigentlich wird die 72-Stunden-Aktion, die ursprünglich in den 1990er-Jahren im Landesverband entstanden ist, zentral vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) organisiert. Die nächste zentrale Aktion für ganz Deutschland sollte aber erst wieder 2024 stattfinden.

„Wir merken, dass die Leute selbst Bock haben, sich sozial zu engagieren.“Verena Heseding, Mitglied der Steuerungsgruppe für 72-Stunden-Aktion

"Die Zeit dazwischen war uns einfach zu lang, deswegen haben wir jetzt selber eine 72-Stunden-Aktion auf den Weg gebracht", sagt Heseding. Man wolle die Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach Corona dazu motivieren, in den Gemeinden etwas anzustoßen. "Wir merken aber auch, dass die Leute selbst Bock haben, sich sozial zu engagieren", lobt die ehemalige Landesvorsitzende.

Die meisten Ortsgruppen organisieren sich selbst

Für die Planungen hat sich eine zehnköpfige Steuerungsgruppe gebildet. "Es gibt zwei Varianten: Die Do-it- und die Get-it-Variante", erläutert Felix Kathmann, der ebenfalls Mitglied der Steuerungsgruppe ist. Bei der Do-it-Variante seien die Ortsgruppen selbst für ihr Projekt verantwortlich. Darunter fallen die Idee an sich, das Ziel, die Finanzierung und die Kommunikation mit den Projektpartnern.

Im Gegensatz dazu wird bei der Get-it-Variante zunächst die Steuerungsgruppe aktiv: "Wir stellen das Projekt auf die Beine, der genaue Inhalt bleibt bis zum Beginn der Aktion am Donnerstag aber geheim", sagt Kathmann. Insgesamt hätten diese Variante aber nur zwei Ortsgruppen gewählt. "Das ist charakteristisch, der Großteil entscheidet sich immer für die Do-it-Variante."

In Strücklingen wird alte Bahnhofsanlage saniert

In diesem Jahr finden laut Kathmann viele Aktionen im Außenbereich statt. So restauriert die KLJB Hemmelte den Sportplatz für das 100-jährige Jubiläum. Die Ortsgruppe aus Strücklingen will die alte Bahnhofsanlage im Ortsteil Bollingen neu gestalten. Und die Bokerner Landjugend veranstaltet Umwelttage mit Müllsammelaktionen oder dem Bau von Insektenhotels.

Für die Steuerungsgruppe geht es langsam in die heiße Phase. "Wir sind gerade dabei, die beiden Get-it-Projekte zu planen", berichtet Heseding. Außerdem gebe man den anderen Ortsgruppen Unterstützung bei der Vorbereitung ihrer Aktionen. Jede Gruppe erhalte zudem ein Aktionskit: "Da sind Helferpakete drin, in der Vergangenheit waren das zum Beispiel Warnwesten oder eine Wasserwaage." Ganz besonders wichtig sei das KLJB-Logo aus Metall, das bei handwerklichen Aktionen zur Verewigung verbaut werden kann.

KLJB erhält positives Feedback

Bei den letzten 72-Stunden-Aktionen seien die Reaktionen sowohl von den Ortsgruppen als auch aus den Gemeinden selbst durchweg positiv gewesen. "Wir haben viel positives Feedback bekommen", erinnert sich Heseding. Die Menschen hätten sich sehr über das Engagement der Jugendlichen gefreut.

Für den Donnerstag (19. Mai) ist eine Auftaktveranstaltung geplant, an der die einzelnen Ortsgruppen teilnehmen werden. Dann haben sie 72 Stunden Zeit, ihr gewähltes Projekt zu verwirklichen.

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