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Klinikfusion in Oldenburg: Gutachter sehen keinen Konflikt zur Satzung

Das Vechtaer Offizialat sucht einen Weg aus der Krise des katholischen Pius-Stiftes. Im Hintergrund werde um eine Lösung des eskalierten Konflikts mit der Aufsichtsbehörde gerungen, heißt es.

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Eingang an der Georgstraße: Das Pius-Hospital in Oldenburg. Foto: Chowanietz

Eingang an der Georgstraße: Das Pius-Hospital in Oldenburg. Foto: Chowanietz

Nach einem bisher nicht veröffentlichten Gutachten soll die Fusion des katholischen Pius-Stifts mit dem Evangelischen Krankenhaus in Oldenburg nicht dem Stiftungsrecht widersprechen. Am Montagabend verlautete in Vechta zudem, dass im Hintergrund um eine Lösung des eskalierten Konflikts zwischen der katholischen Klinik und dem Bischöflichen Offizialat als Aufsichtsbehörde gerungen wird.

Demnach sollen inzwischen Verhandlungen darüber aufgenommen worden sein, wie nach der Entmachtung der bisherigen Leitung des katholischen Krankenhauses durch den Offizial die Krise beigelegt werden kann, hieß es am Montagabend aus informierten Kreisen in Vechta.

Die noch von der früheren Leitung des Pius-Stifts beauftragten Stiftungsrecht-Experten sollen nach Medienberichten in Oldenburg  eine Fusion für satzungskonform halten. Offiziell veröffentlicht ist das Gutachten noch nicht. Weihbischof Theising, der am 2. März überraschend den bisherigen Pius-Verwaltungsrat und den Geschäftsführer absetzte, moniert dagegen bisher eine Missachtung des Stifterwillens und hält die von beiden christlichen Häusern als wirtschaftlich notwendig erachtete Fusion nicht für genehmigungsfähig. Er warf dem bisherigen Geschäftsführer Dr. Josef Lange, einem langjährigen Ministerialbeamten und dem aktuellen Vorsitzenden des Vechtaer Hochschulrats,  "grobe Pflichtverletzung" vor. Theising berief einen zusätzlichen Geschäftsführer. Lange wiederum bezichtigte den Weihbischof in einem internen Schreiben an katholische Führungskräfte im Oldenburger Land, Halb- und Unwahrheiten zu verbreiten.

Theising hatte den Pius-Verwaltungsrat neu mit kirchlichen Führungskräften aus Vechta und einem aus Vechta stammenden Juristen aus Münster besetzt. Auch Theising selbst wirkt in dem Aufsichtsgremium mit.  Die Belegschaft hatte am Wochenende mit einem offenen Brief vehement protestiert. Alle Verantwortlichen stellten sich gegen Theisings Entscheidung. Der rechtfertige den Erhalt des katholischen Pius-Stiftes in einem internen Schreiben an Führungskräfte katholischer Einrichtungen im Oldenburger Land als "Teil unseres Zeugnisses für das Reich Gottes".

Gibt es eine Annäherung im Streit um die Zukunft des Pius-Stifts in Oldenburg? Noch hält sich das Bischöfliche Offizialat in Vechta bedeckt. Archivfoto: M. NiehuesGibt es eine Annäherung im Streit um die Zukunft des Pius-Stifts in Oldenburg? Noch hält sich das Bischöfliche Offizialat in Vechta bedeckt. Archivfoto: M. Niehues

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