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Kletterfans oben auf: Thülsfelder Park ist wieder geöffnet

Große und kleine Gäste genossen die sportlichen Herausforderungen bei bestem Wetter im Wald. Parkinhaber Wolfgang Placke freute sich über die Resonanz zum Auftakt und baut zurzeit ein Blockhaus.

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Konzentriert: Pia (8) aus Vechta kennt sich im Kletterwald aus. Fotos: Claudia Wimberg

Konzentriert: Pia (8) aus Vechta kennt sich im Kletterwald aus. Fotos: Claudia Wimberg

Spiegelverkehrt zu denken, ist nicht ganz so leicht. Im Kopf behalten müssen die Bauherren auch den Schrumpfungsprozess. 15 Zentimeter werden nach sacken, besagt die Regel. "Dafür ist ein Puffer zu schaffen", sagt Wolfgang Placke.

Der ausgebildete Landschaftsarchitekt und Inhaber des Kletterwaldes Nord ist unter die Blockhausbauer gegangen. Die Fertigkeiten hat er mit seinem Team im Schwarzwald erlangt, an der Thülsfelder Talsperre sind nun die ersten Douglasien- und Fichtenstämme geschält, geschliffen und professionell verarbeitet. Mit Schafwolle als Dämmstoff werden die kleinen verbleibenden Lücken versiegelt.

Der 20 Quadratmeter große naturbelassene Neubau entsteht zurzeit aus Platzgründen mitten im Park. Alle Teile werden nummeriert, nach dem Aufbau abgebaut und finden dann im Bereich des Eingangs ihre endgültige Bleibe. Und dort sind seit dem Wochenende nicht mehr nur Mitarbeiter, sondern auch Kletterfans zu sehen, die ab jetzt wieder Zutritt auf die rund 30.000 Quadratmeter große Fläche haben.

Aufstieg: Die Fischtreppe führt zum Fliegenden Holländer.Aufstieg: Die "Fischtreppe" führt zum "Fliegenden Holländer".

Eine Stunde nach Öffnung hing auch Catrin Freese aus Vechta mit ihren Kindern Pia (8) und Jannes (10) bereits in den Seilen. "Schön, dass das wieder möglich ist und ein Stück Normalität einkehrt", freut sich die Mutter, die sich in ihrer Heimat vorher noch schnell testen lassen hat. Das wäre auch am Kletterwald möglich gewesen, wo samstags und sonntags ein Impfmobil Station macht. Auf dem Gelände sind Masken zu tragen. Tickets können nur online bestellt werden, feste Zeiten werden dabei vereinbart.

"Immer die Hand am Seil lassen", ruft Parkmanager Peter Haupt dem Besucher aus Bremen nach, der gerade quer über den See saust. Seine Frau sichert sich noch auf der "Fischtreppe", die zur Plattform führt. Beide spazieren zwar regelmäßig an der Talsperre und waren dort jetzt zum ersten Mal auch klettern.

Als Mitglieder des Alpenvereins betreiben sie Bergsport in Hallen. "Da daran aber noch nicht zu denken ist, nutzen wir jetzt mal diese Gelegenheit", berichtet das Paar, das sich auch in den hohen Gefilden souverän bewegt. "Viele konnten es kaum abwarten", weiß Wolfgang Placke und freute sich mit Ehefrau Ruth darüber, dass sich, wenn auch etwas verspätet, die Türen geöffnet haben und die Resonanz bei bestem Wetter beträchtlich war.

Gruppen sind noch nicht erlaubt, Plattformen dürfen nur von einer Person (und nicht wie üblich drei) zeitgleich betreten werden. 121 Elemente sind es insgesamt, die im Kletterwald installiert sind. 15 neue Ideen, wie beispielsweise eine Brücke aus Emojis oder eine "Bigfoot"-Variante, wurden 2020 anlässlich des 15-jährigen Bestehens realisiert.

Zu den sportlich-kreativen Abenteuern mitten in der Natur lädt Placke ab einem Meter ein. Für das Höchste der Gefühle sind 15 Meter zu erklimmen. Alle Bäume haben den jüngsten TÜV bestanden, die an ihnen befestigten Plattformen wurden zum Teil ausgetauscht, auch die Tisch-Bank-Konstruktionen sind neu. Kinder zwischen 3 und 5 Jahren vergnügen sich in einer ebenfalls frisch sanierten "kleinen Kletterschule".

Spaß: Gut gesichert saust der Besucher aus Bremen über den See.Spaß: Gut gesichert saust der Besucher aus Bremen über den See.

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