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"Kleiner Stern" muss Benefizturnier wieder absagen

Die Cloppenburger Hilfsinitiative für herz- und krebskranke Kinder reagiert auf die aktuelle Corona-Lage. Gleichzeitig rufen die Organisatoren wieder zu einem virtuellen Spendenlauf auf.

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Initiatorin: Maria Thien hat den Kleinen Stern mitgegründet. Foto: Hermes

Initiatorin: Maria Thien hat den Kleinen Stern mitgegründet. Foto: Hermes

Das zweite Jahr in Folge ohne Benefiz-Hallenturnier: Aufgrund der aktuellen Corona-Lage sagt die Initiative Kleiner Stern ihre Großveranstaltung im Dezember ab. "Es ist uns nicht leicht gefallen, aber wir möchten niemanden gefährden", erklärt Organisatorin Maria Thien in einer Pressemitteilung.

Die Entwicklung der vergangenen Wochen und die damit verbundene neue Verordnung der Landesregierung ließen eine Durchführung allerdings nicht zu. "Die Zahlen steigen und wir versuchen, die Kontakte so gering wie möglich zu halten", erklärt Thien weiter. Es tue ihr und ihrem Team dennoch Leid für die kleinen Kicker, die regelmäßig am 3. Advent auf Punkte- und Torejagd in der Halle an der Leharstraße gehen. Bereits im vergangenen Jahr konnte das Turnier aufgrund der Pandemie nicht stattfinden. Wie Thien erklärte, stand das Organisationsteam schon in den Startlöchern. Verschiedene Vereine hatten ihre Unterstützung wieder zugesagt. 

Erlös des Turniers geht an zwei Vereine

Der Kleine Stern erstrahlte erstmals im Jahr 1999. Die Initiative will den Schwächsten der Gesellschaft, den kranken Kindern, helfen. Der Erlös des Benefizturniers geht immer an die Vereine "Kinderkrebshilfe Münster" und "Herzkranke Kinder". Mit dem Geld werden viele krebs- und herzkranke Kinder aus dem Oldenburger Münsterland, Oldenburg und dem Emsland betreut. Unter anderem gibt es Unterstützungen und Förderungen im Bereich der medizinischen Behandlung und Forschung, Stellenförderungen im psychosozialen Bereich Musik- und Kunsttherapien sowie Aktivitäten, Begegnungen und Kontakte für die kleinen Patienten und ihre Familien.

Beide Vereine aus Münster unterstützen projektgebunden auch das Familienhaus der Uniklinik. Hier können Eltern und Angehörige während des Klinikaufenthaltes ihres Kindes wohnen, sich mit anderen Betroffenen austauschen oder versuchen, ein bisschen Ruhe zu finden. Die meisten Eltern würden dies als sehr entlastend empfinden, auch wenn der erste Schritt vom Kind weg anfangs schwerfällt. Die Ehrenamtlichen wollen helfen, die Zeit einer Therapie lebenswert zu gestalten.

Erste Aktionen zur Unterstützung angekündigt

Gleichzeitig mit der Absage des Benefizturniers ruft Thien mit ihrem Team wieder zu Spendenläufen auf, die bereits im vergangenen Jahr sehr erfolgreich waren: "Wir wünschen uns, dass viele gute Ideen entstehen". Fußballteams, Sportgruppen oder Einzelpersonen haben sich selbst Sponsoren gesucht, die pro zurückgelegtem Kilometer eine vorher festgelegte Summe gespendet haben. "Wir freuen uns, wenn auch in diesem Jahr wieder viele beim virtuellen Sponsorenlauf mitmachen", sagen die Organisatoren. Erste Aktionen seien bereits angekündigt worden.

Abschließend hofft die Initiative "Kleiner Stern" auf eine Verbesserung der Pandemie-Lage und freut sich schon jetzt auf das Benefizturnier 2022. "Die Halle ist für den 3. Advent schon gebucht", erzählt Thien mit einem Augenzwinkern.


Fakten:

  • Es ist das Schicksal eines kleinen Mädchens namens Ilona, das nach zweijährigem Kampf gegen einen Gehirntumor im Alter von vier Jahren verstarb. Ilona liebte Sterne und freute sich besonders über frei erfundene Geschichten, die Maria oder Jacob Thien ihr erzählten.
  • Die letzte Geschichte trug den Titel "Kleiner Stern leuchte". Während der langen Leidensphase Ilonas konnten sich die betroffenen Angehörigen über die Arbeit des "Fördervereins krebskranker Kinder" in Münster informieren und vielerlei Hilfe erfahren.
  • Die kleinen Spieler aus der E-Jugend des BV Cloppenburg organisierten mit Günter Malcherek und Maria Thien  spontan ein Benefiz-Fußballturnier und konnten mit Unterstützung ihrer Freunde und Familien viele weitere Aktionen für den "Kleinen Stern" durchführen.
  • Ein Jahr nach Gründung des "Kleinen Sterns" verstarb nach einer Herzoperation ein kleiner Fußballer des BV Cloppenburg. Seitdem unterstützen die Organisatoren auch den "Förderverein Herzkranker Kinder" in Münster.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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