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Kleine Radler setzen ein Zeichen für den Klimaschutz

Der Wettbewerb „AutoFREIE-Schule“ soll den Nachwuchs für Klimaschutz  sensibilisieren.  Jungen und Mädchen können bis zu den Herbstferien autofreie Schulwegtage sammeln.

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Sicher über die Wippe: Die Schulkinder zeigen am Fahrradtag im Parcours ihr sicheres Können. Foto: Pille

Sicher über die Wippe: Die Schulkinder zeigen am Fahrradtag im Parcours ihr sicheres Können. Foto: Pille

Ein gutes Beispiel ist der 7-jährige Paul. Er wohnt in Bösel und radelt jeden Morgen 5 Kilometer mit seinem Vater auf dem Fahrrad zur Grundschule nach Petersdorf. Und am Mittag über den „Osterloher Berg“ zurück. Damit ist er ein Vorbild für alle seine Mitschülerinnen und Mitschüler, die sich am Wettbewerb „AutoFREIE-Schule“ für Grundschulen und Förderschulen beteiligen.

Die Schüler der Jahrgänge 1 bis 4 können online autofreie Schulwegtage bis zu den Herbstferien sammeln und sich damit an der Kampagne beteiligen. Als AutoFREI gelten die Tage, an denen 90 Prozent der Kinder einer Klasse zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem ÖPNV zur Schule kommen. Ziel sei, so Schulleiterin Johanna Albers, dass kein Bring- und Abholverkehr direkt vor der Schule die Schulkinder gefährde und die Schüler und Schülerinnen bereits vor der Schule frische Luft und Bewegung bekämen, die es erlauben, dass sie sich im Unterricht besser konzentrieren könnten.

Damit werde auch gleichzeitig ein Zeichen für den Klimaschutz gesetzt, so Albers, denn so beschäftigten sich die Kleinen bereits frühzeitig mit dem Thema Klimaschutz. Sichtbar wird das aktuell jeden Tag, weil die eingesparten Kilometer und die CO2-Einsparung sichtbar gemacht und online dargestellt werden.

Kinder zeigen ihr Können 

An diesem „Fahrrad-Tag“ zeigen die Kinder auf dem Gelände der Grundschule unter den Augen der Polizei, wie sicher sie auf dem Fahrrad bereits sind. Ein Parcours schafft für die Kinder dabei Spielraum, fahrtechnische Aufgaben zu meistern: Slalom fahren, über die Wippe fahren oder im Kreis fahren.

Besonders freut sich die Schulleiterin darüber, „dass die Eltern so begeistert mitgemacht haben“. Albers: „Der Schulelternrat war von Anfang an mit im Boot“. Der Vorstand organisierte unter anderem mit großem Aufwand die Stationen mit, verloste Fahrradhelme aus einer Präventionsaktion des Kreiselternrates („Schlaue Köpfe tragen Helme“) oder verteilte von der Volksbank gesponserte Klickklack-Bänder für die bessere Verkehrssicherheit.

Wie schön eine Straße sein kann, wenn sie nicht befahren wird, kann die Schulleiterin bereits jetzt feststellen, denn der morgendliche Andrang der „Mama-Taxis“ mit all ihren Gefahren vor der Schule sei enorm zurückgegangen. Und sie präsentiert die neusten Werte ihrer Schule: 1359 Kilometer seien eingespart worden, das bedeute 2 038 500 Schritte und 258,21 Kilogramm abgezwacktes CO2. „Als Lohn für die Bemühungen gibt es demnächst einen Ausflug für alle Kinder“, verspricht Albers.

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