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Kita Tweel eröffnet: Leiterin hat die richtigen Komplizen gefunden

Gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie Freunden der Einrichtung konnte Bärbel Dellwisch die Einweihung der Kita feiern. Laut der Leiterin sei ein "wunderbares Haus" entstanden.

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Symbolischer Akt: Bärbel Dellwisch und Bürgermeiser Thomas Höffmann (rechts) nahmen den hölzernen Schlüssel von Diplom-Ingenieur Hans-Jürgen Drees entgegen. Foto: Vorwerk

Symbolischer Akt: Bärbel Dellwisch und Bürgermeiser Thomas Höffmann (rechts) nahmen den hölzernen Schlüssel von Diplom-Ingenieur Hans-Jürgen Drees entgegen. Foto: Vorwerk

"Im Job ist es wie bei einem Banküberfall. Ohne die richtigen Komplizen wird das nichts." Bärbel Dellwisch, Leiterin der Kita in Tweel, hatte anlässlich der Einweihung der neuen Einrichtung einen humorvollen Einstieg gewählt, der aber treffender kaum hätte sein können. Denn Komplizen fand sie an allen entscheidenden Stellen.

In der Politik und in der Verwaltung, die ein offenes Ohr für die Bedarfe der Familien hatten. "Sie stellten die Öffnung des Tresors in Aussicht." In der benachbarten Grundschule, die für den Neubau ihren Spielplatz zur Verfügung stellen mussten, fanden sie ebenfalls Verständnis. "Eine bessere Zusammenarbeit, als die mit der Grundschule Tweel, können wir uns kaum vorstellen." Architekten, Handwerker und Planer arbeiteten ebenfalls Hand in Hand, auch wenn es manches Mal mühsam gewesen sei, wenn Änderungswünsche ins Spiel gebracht wurden.

"Es ist ein wunderbares Haus entstanden, in dem die uns anvertrauten Kinder sich rundum wohlfühlen können, wo sie Platz finden, kreativ zu sein, wo sie sich vielfältig bewegen, wo sie forschen und sich entwickeln können, kurz ein Ort, an dem sie spielend lernen können", so Dellwisch. Ihre allerbesten Komplizen hatte sie laut eigener Aussage aber in den Reihen der Mitarbeiterinnen, die neben der Belastung, die ein Bau mit sich bringt, auch die Corona-Pandemie zu stemmen hatten und dabei immer das Wohl der Kinder im Blick behielten.

Vielfalt ist auch sprachliche Vielfalt

Was das Lernen, Forschen, Musizieren und Spielen anbelangt, stellte eine Gruppe der Kindergartenkinder vor, wie der Alltag sich in dem neuen Domizil gestaltet. Da wurden ein Vulkanausbruch gezeigt, Beobachtungen in der Natur vorgeführt und der Sport demonstriert. Dass Vielfalt auch sprachliche Vielfalt bedeutet, wurde ebenfalls angerissen, und nicht zuletzt gab es mehrere Liedvorträge.

Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann erinnerte daran, dass an diesem Wochenende nicht nur die Christophorus-Kindertagesstätte eingeweiht, sondern auch der neue Spielplatz der Grundschule seiner Bestimmung offiziell gewidmet wurde. "Wir haben hier zwei sorgfältig geplante Projekte umgesetzt, die für den Bezirk Tweel und insbesondere für unsere jungen Familien hier vor Ort eine Bereicherung darstellen."

"Die Umgestaltung und Erweiterung des Schulhofes wurde im Dezember 2019 begonnen. Die Ausführung und Planung des Außenbereichs hat unser Bauamt in Eigenregie übernommen und im Juni 2020 wurden nach den umfangreichen Erdarbeiten die Spielgeräte geliefert und auch montiert", skizzierte Höffmann den Ablauf der einen Maßnahme. Den Beschluss für den Neubau der Kita hat der Rat bereits 2017 getroffen, was in einem Architektenwettbewerb mündete, den das Garreler Planungsbüro Drees gewann.

Kleine Forscher: Bei der Vorführung gab es einen schäumenden Vulkan zu sehen. Foto: VorwerkKleine Forscher: Bei der Vorführung gab es einen schäumenden Vulkan zu sehen. Foto: Vorwerk

Dessen Inhaber, Diplom-Ingenieur Hans-Jürgen Drees, betonte, wie wichtig es sei, einen den Bedürfnissen angepassten Raum mit einer ansprechenden Architektur zu schaffen. Die Kita müsse mehr sein, als einem Zweck zu dienen, sie müsse Atmosphäre schaffen. Nicht unerwähnt ließ er dabei, dass der Kostenrahmen für die 23 Gewerke, die eine Kita mit 1107 Quadratmetern verursache, eingehalten wurde.

Bevor Pfarrer Paul Horst und sein evangelischer Kollege Holger Ossowski dem neuen Haus ihren Segen gaben, fand Katharina Drees als Vorsitzende des Elternbeirats einige Worte des Dankes für die Erzieherinnen und Planer. Mit offenen Augen hatte sie die Kita inspiziert und dabei sind ihre verschiedene Details aufgefallen. Ganz besonders hatte es ihr die "wunderbare rote Toilette" in der Krippe angetan. Im Vergleich zu älteren Häusern erkannte sie auch den Fortschritt in der Architektur, der den Erzieherinnen selbst vom Wickelraum aus den Überblick über den Gruppenraum ermöglicht.

Verschiedene Spielgeräte und auch ein Schminkstand wurden für das Schul- und Kindergartenfest organisiert. Foto: LooschenVerschiedene Spielgeräte und auch ein Schminkstand wurden für das Schul- und Kindergartenfest organisiert. Foto: Looschen

Viele Besucher kamen am Sonntag zum Schul- und Kindergartenfest. „Es gab ein buntes, vielfältiges Rahmenprogramm dank des Engagements der Eltern, des Fördervereins und einiger Vereine“, freute sich Rektor Lars Bünger. Bei den Aktionen und den Spielmöglichkeiten standen die Wünsche der Kleinen im Mittelpunkt. Es gab Rundfahrten mit der Feuerwehr, Spielen, Schminken und Leckeres, angeboten von den Johannitern, sowie Informationen der „Rollenden Waldschule“. Alle Türen standen offen, die Gäste zeigten sich beeindruckt. Für Rektor Lars Bünger und Bärbel Dellwisch, Leiterin des Christophorus-Kindergartens, waren das Fest, der gute Besuch und die Reaktionen der Eltern und der Gäste ein Beweis dafür, dass der Standort Tweel Zukunft hat.

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