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Kita-Kinder in Evenkamp versuchen sich als Nachwuchsgärtner

Gießen, Pflegen, Unkräut jäten: Die Kinder im Kindergarten St. Johannes haben im neu angelegten Gartenbeet alle Hände voll zu tun. Die Erzieherinnen wollen ihnen die Natur näherbringen.

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Greifen zur Harke: Die Kita-Kinder pflanzen im neuen Gartenbeet eigenes Obst und Gemüse an. Foto: Schnieders/Kindergarten St. Johannes

Greifen zur Harke: Die Kita-Kinder pflanzen im neuen Gartenbeet eigenes Obst und Gemüse an. Foto: Schnieders/Kindergarten St. Johannes

"Die Natur vor der Haustür zu haben, ist ein großes Geschenk", findet Gisela Schnieders, Leiterin des St.-Johannes-Kindergartens in Evenkamp. Einige Kindergarten- und Krippenväter haben sich daher bereit erklärt, den Spielplatz auf Vordermann zu bringen. Dazu pflanzten sie Hecken, legten Wege an, fassten Beete ein und strichen die Spielhütten. Im Rahmen der Neugestaltung des Spielplatzes wurde zudem ein Gartenbeet für die Kinder angelegt.

Hier haben die Kleinen im Mutterboden bereits Kartoffeln, Zucchini sowie weiteres Obst und Gemüse für den Eigenbedarf angepflanzt. "Außerdem schenkt uns das mit Kräutern bepflanzte Hochbeet, das vor einigen Jahren von Eltern gebaut wurde, täglich Gewürze für den Mittagstisch", berichtet Gisela Schnieders.

Kinder düngen ihr eigenes Gartenbeet

Ein guter Dünger sei wichtig, damit die Frucht gut wachsen kann, erfuhren die Kinder von den Erzieherinnen. Pferdemist sei zum Beispiel besonders gut geeignet. Die 6-jährige Luise aus Evenkamp kam dabei auf eine Idee: "Wir haben zu Hause einen Bauernhof und ganz viel Pferdemist für unser Beet." Am nächsten Tag ging es deshalb für die Kinder der Schmetterlingsgruppe mit Gummistiefeln, Schippe und Bollerwagen zu Fuß zum Bauernhof. Luises Vater, der Landwirt, begrüßte die Kinder, und gemeinsam bestückten sie den Wagen mit Dünger, um ihn anschließend im Gartenbeet der Kita zu verteilen.

„In der Natur und im Garten stehen alle Sinne auf Empfang. Durch regelmäßige Naturerfahrungen werden Krippen- und Kindergartenkinder aktiv, trainieren ihre Geschicklichkeit und fördern dazu ihre Sinneswahrnehmung“, betont Gisela Schnieders. Daher steht nun für jede Gruppe wöchentlich ein Gartentag an. Gießen, Pflegen, Beobachten und Unkraut jäten stehen dabei auf der Tagesordnung. Außerdem bewegen sich die Kinder regelmäßig an der frischen Luft. Unterdessen hoffen die Nachwuchsgärtner gespannt auf ein gutes Ernteergebnis, denn sie wollen sich später schließlich auch geschmacklich von ihrer Arbeit im Freien überzeugen.

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