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Kita-Kinder erobern neuen Anbau

Der St. Johannes-Kindergarten in Evenkamp wurde deutlich vergrößert. Die übergangsweise im Pfarrheim untergebrachten Kinder durften jetzt umziehen. Von ihren neuen Räumen sind sie begeistert.

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Große Freude: Die Kinder schneiden das Eröffnungsband gemeinsam mit ihren Erzieherinnen durch. Foto: Meyer

Große Freude: Die Kinder schneiden das Eröffnungsband gemeinsam mit ihren Erzieherinnen durch. Foto: Meyer

Noch können sie wegen Corona keine Gäste empfangen, nicht einmal die Eltern dürfen die Kita in Evenkamp derzeit betreten. Ihren Anbau haben Kinder und Erzieherinnen deshalb erst einmal allein eröffnet. Die gute Nachricht für alle: Das Gebäude ist schön geworden.

Im Innern des St. Johannes-Kindergartens hat sich in den vergangenen 2 Jahren eine Menge getan. So wurde auch der Mitte der 1990er Jahre errichtete Altbau renoviert und teilweise umgebaut. Unter anderem musste Platz für die zahlreichen neuen Kolleginnen geschaffen werden, deren Zahl sich binnen kurzer Zeit von 5 auf 16  erhöht hat.

Rückblick: Im August 2019 drohte der Kindergarten förmlich aus allen Nähten zu platzen. 76 Kinder sollte die Einrichtung damals aufnehmen, mehr als doppelt so viele wie in den Jahren zuvor. Sie stammten nicht nur aus Evenkamp, sondern aus dem gesamten Stadtgebiet. Um alle unterzubringen, stellte die Kirchengemeinde das örtliche Pfarrheim zur Verfügung und plante gleichzeitig eine Vergrößerung der Kita, in der auch eine Krippengruppe beherbergt sein sollte. "Gemeinsam haben wir dann eine weitere Regelgruppe durchgesetzt", erklärt Leiterin Gisela Schnieders. Unter dem Strich hat die Kita ihre Kapazität jetzt um 40 Plätze erhöht. 

Leiterin lobt gute Zusammenarbeit

Nicht zuletzt Corona zog die Bauarbeiten in die Länge. Doch vom Ergebnis sind sowohl die Kinder als auch ihre Erzieherinnen begeistert. "Der Anbau ist einfach toll geworden", bestätigt Schnieders. Sie lobt die gute Zusammenarbeit mit  Dechant Bertolt Kerckhoff, den Mitarbeitern der Stadt und den beiden Bauleitern, Werner Dröge und Christiane Schwegmann. An den regelmäßigen Baustellenbesuchen durften auch immer einige Kinder teilnehmen. "Wir haben für sie extra kleine Bauarbeiterhelme besorgt", berichtet Schnieders. Für alle sei es eine spannende Zeit gewesen.

Neue Küche: Die Kinder können hier auch zu Mittag essen. Foto: MeyerNeue Küche: Die Kinder können hier auch zu Mittag essen. Foto: Meyer

Allerdings auch eine anstrengende. Die Pandemie erschwerte Kindern, Eltern und Erzieherinnen den Alltag. Ein Hygienekonzept musste her, trotzdem kam es immer wieder zu Corona-Fällen im Haus.  Derzeit verrichten die Handwerker noch kleinere Restarbeiten. Den Umzug der Exilanten aus dem Pfarrheim konnten sie aber nicht länger aufhalten. Schon nach kurzer Zeit hatten die Kinder die neuen Räume  erobert. Das Pfarrheim liegt inzwischen verlassen da. Am 1. März wird die Außenstelle formal aufgelöst und steht dann wieder der Kirchengemeinde zur Verfügung. 

Platz zum Spielen und Basteln: Auch ein Krippenraum wurde im Neubau untergebracht. Foto: MeyerPlatz zum Spielen und Basteln: Auch ein Krippenraum wurde im Neubau untergebracht. Foto: Meyer

Neben einem Gruppen- und einem Krippenraum bietet der Anbau  Platz für eine große Gemeinschaftsküche, in der auch gegessen werden kann. Knapp 80 Prozent der Kinder nähmen am gemeinsamen Mittagstisch teil, berichtet Schnieders. In dem bislang dafür genutzten Raum im Altbau wurde eine Kinderküche untergebracht. Dort dürfen die Kleinen selbst zu den Kochlöffeln greifen. Dabei lernen sie eine Menge über gesunde Ernährung. Alle Gruppen haben außerdem eigene Schmutzschleusen zum Spielplatz erhalten. 

Bei der Ausführung sei es darauf angekommen, den Platz möglichst gut auszunutzen, erklärt Gisela Schnieders. Das sei hervorragend gelungen. Verstecken brauche sich die Einrichtung jedenfalls nicht. Daher möchte Schnieders die Öffentlichkeit möglichst bald zum Reinschauen einladen. Ein Termin steht noch nicht fest – Corona! "Aber wir kriegen das hin", ist sich die Leiterin sicher.

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