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Kita-Auslastung: Alle Kinder und Eltern sind versorgt

Im Friesoyther Stadtgebiet sind zu Beginn des neuen Kita-Jahres deutlich über 90 Prozent der Kindergarten- und Krippenplätze belegt. Allerdings konnten nicht alle Elternwünsche erfüllt werden.

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Ausgebucht: Das Haus für Kinder Piccolino in Altenoythe – hier beim "Tag der kleinen Forscher" 2019 – ist die größte Friesoyther Kindertagesstätte in Friesoythe. Vormittags sind hier alle 136 Plätze belegt.   Archivfoto: Stix

Ausgebucht: Das Haus für Kinder Piccolino in Altenoythe – hier beim "Tag der kleinen Forscher" 2019 – ist die größte Friesoyther Kindertagesstätte in Friesoythe. Vormittags sind hier alle 136 Plätze belegt.   Archivfoto: Stix

Gut 95 Prozent der insgesamt 873 Kindergartenplätze in Friesoythe sind aktuell, 3 Wochen nach Beginn des neuen Kindergartenjahres, belegt. Und auch bei den Kinderkrippen ist die Auslastung hoch. Hier sind noch etwa 8 Prozent der 206 Plätze frei. "Das ist deutlich entspannter, als in den vergangenen Jahren", sagt Marina Timmen, die zuständige Bereichsleiterin im Rathaus. "Wir konnten zwar nicht alle Wünsche erfüllen, aber zumindest sind alle Eltern beziehungsweise alle angemeldeten Kinder versorgt."

Grund für die Entspannung seien, so Timmen, die zusätzlichen Kapazitäten, etwa durch den Bau der Kita an der Burgwiese, bei der aktuell noch 10 Kindergarten- und 4 Krippenplätze frei seien. Zudem gebe es mehr Tagespflegepersonen, bei denen derzeit 160 Kinder untergebracht sind. Im Krippenbereich kämen demnächst durch Umwandlung einer Kindergartengruppe in eine Krippengruppe weitere Kapazitäten hinzu.

Stadt versucht, alle gewünschten Betreuungszeiten abzudecken

Die 3 größten Kindergärten der Stadt, Piccolino in Altenoythe sowie Don Bosco und St. Christophorus in Friesoythe, sind vormittags komplett belegt. Nachmittags sind im Piccolino noch 13 der 50 Plätze frei, die anderen beiden Kindergärten haben auch nach der Mittagspause keine Kapazitäten mehr. Auch die Kinderkrippe im Don-Bosco-Kindergarten ist voll belegt. Neben der Burgwiese haben noch das Zwergenhaus Kampe und das Fröbel-Kinderhaus Plätze frei. "Das ist aber nur eine Momentaufnahme", sagt Timmen. "Wir haben durch Zuzug, Wegzug und Einrichtungswechsel eigentlich täglich irgendwelche Änderungen."

Mit den langen Öffnungszeiten in den Kitas Piccolino und St. Christophorus – beide haben nachmittags bis 17.30 Uhr geöffnet – sowie mit Sonderöffnungszeiten ab 7 Uhr morgens könne man, so Timmen, eigentlich alle Wünsche der Eltern nach längeren Betreuungszeiten erfüllen. "Wir versuchen zumindest, alle gewünschten Zeiten abzudecken und mir fallen für dieses Jahr im ganzen Stadtgebiet nur 2 Fälle ein, bei denen eine längere Betreuung gewünscht war", sagt die Bereichsleiterin. "Einer davon war in Edewechterdamm und einer in Markhausen." In solchen Fällen könne die Stadt nur einen Platz bei einer Tagespflegeperson vermitteln. "Auch wenn es schwerfällt, wir können eine Kita nicht für ein Kind bis in die Abendstunden hinein geöffnet halten", bedauert Timmen. "Da kann ich nur auf Verständnis hoffen."

Zahl der Bewerbungen auf offene Stellen geht zurück

Von dem befürchteten Fachkräftemangel in Kitas – einer Bertelsmann-Studie zufolge sollen bis 2030 rund 230.000 Erzieherinnen und Erzieher fehlen –ist Friesoythe bislang verschont geblieben. "Wir konnten bislang alle Stellen mit entsprechend qualifiziertem Personal besetzen", sagt Timmen. "Für die Kita Burgwiese etwa haben wir zuletzt richtig gute Leute bekommen."

Allerdings mache sich der zuletzt starke Ausbau der Kita-Plätze inzwischen bemerkbar. "Wir merken auch, dass es immer weniger Bewerbungen auf freie Stellen gibt", sagt Timmen. "Durch den starken Ausbau gibt es einfach viele offene Jobs in diesem Bereich." Hinzu komme, dass die vierjährige Ausbildung, die zum Teil über Schulgeld selbst finanziert werden muss, zur Attraktivität des Berufes nicht unbedingt beitrage. Und natürlich, so Timmen, könnte auch der Betreuungsschlüssel besser sein. "In einer Kindergartengruppe müssen sich 2 Erzieherinnen um 25 Kinder kümmern", erläutert sie. "Aber wenn man das verbessern will, fehlt es erst recht an Personal, und letztlich auch am Geld."

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