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Kirchengemeinde St. Marien Friesoythe reist zum 40. Geburtstag an ein besonderes Ziel

Vamos-Fahrten: Das Angebot der Gemeinde hat sich schnell etabliert und ausgeweitet. Inzwischen schreiben die Touren eine jahrzehntelange Erfolgsgeschichte.

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40 Jahre Vamos: An diesem Samstag startet die Jubiläumsfahrt nach Norwegen mit rund 100 Personen, einem Bus und sechs Bullis, von denen zwei jetzt auch den Vamos-Schriftzug tragen. Foto: Bolten

40 Jahre Vamos: An diesem Samstag startet die Jubiläumsfahrt nach Norwegen mit rund 100 Personen, einem Bus und sechs Bullis, von denen zwei jetzt auch den Vamos-Schriftzug tragen. Foto: Bolten

Sommer 1982. Unter der Leitung von Vikar Paul Horst macht sich eine Gruppe von Jungen aus Friesoythe auf den Weg in die Schweiz. Im kleinen Örtchen Engelberg schlagen die Friesoyther ihr Lager auf, um in den Alpen zu wandern. Else Schweigatz und Maria Eismann sind dabei, um die Gruppe zu verpflegen. Damals hätte keiner von ihnen gedacht, dass aus dieser kleinen Idee mal eine 40-jährige Erfolgsgeschichte werden könnte.

Aus diesem Lager der katholischen Kirchengemeinde erwuchs in den folgenden 4 Jahrzehnten die Vamos-Fahrt, die am Samstag (16. Juli) mit rund 100 Personen zur großen Jubiläumsfahrt nach Norwegen aufbricht. Was 1982 als kleine Wandertour begann, ist 40 Jahre später eine große Materialschlacht geworden. Mit zahlreichen Kanus, Mountainbikes, sechs Autos sowie einem Bus machen sich die Betreuerinnen und Betreuer mit den Teilnehmenden auf in die skandinavische Natur.

"Alle Fahrten führten in den Sommerferien ins Ausland, zunächst in die Schweiz, dann nach Österreich und seit 1995 auch nach Schweden und Norwegen. Dreimal fand in den vergangenen 40 Jahren keine Fahrt statt. Insgesamt haben etwa 2400 junge Menschen an diesem Angebot teilgenommen“, erzählt Roswitha Bolten, die bis 2012 zusammen mit ihrem Mann Gerd und Thomas Heidmeier die Leitung des Lagers innehatte. Nach 30 Jahren Vamos-Geschichte legten sie in dem Jahr die Geschicke in jüngere Hände, konnten aber trotzdem nicht ganz ihre Finger von Gruppenfahrten lassen.

Aus dem einst kleinen Lager haben sich weitere Angebote entwickelt

Sie gaben die entscheidenden Impulse für zwei weitere Fahrten des Vamos-Kosmos – die Familienfreizeit und die sogenannte Vamos-Alpha-Fahrt als Angebot für Erwachsene. So sind aus dem kleinen Lager 1982 in der Schweiz gleich drei Angebote erwachsen. Die Vamos-Jugendfahrt blieb dabei aber immer das Flaggschiff. Mit den Jahren haben sich die drei Standbeine Kanufahren, Wandern und Mountainbiketouren etabliert. Zahlreiche Spiele, Partys und kulturelle Ausflüge in Städte und zu Sehenswürdigkeiten runden das Programm ab. Ebenfalls gehören geistliche Impulse und Gottesdienste an ganz besonderen Orten dazu.

"Im Vamos-Lager hat jeder Teilnehmende die Möglichkeit, den Glauben von einem ganz anderen Standpunkt aus zu sehen“, sagt Michael Kruse, der zusammen mit Heiner Elsen das Lager seit 2018 leitet. In diesem Jahr wird Pfarrer Dr. Aby Puthukulangara das Lager begleiten. Natürlich spielt bei einer so großen Fahrt nach Norwegen das Thema Corona auch noch eine Rolle.

"Wir haben ein Hygienekonzept aufgestellt, und alle Teilnehmenden werden noch am Samstagmorgen getestet. Wir hoffen natürlich sehr, dass wir im 40. Jahr der Fahrt ein ganz normales Lager ohne Quarantäne-Fälle erleben können“, sagt Heiner Elsen. Er scheidet in diesem Jahr aus der Lagerleitung und der Vamos-Betreuerrunde aus. "Doch die Fahrt bleibt mit Michael Kruse in sehr guten Händen“, sagt Elsen. Und Nachwuchs für die Zukunft der Fahrt ist auch genug da: Rund zehn neue Betreuer sind zum ersten Mal mit dabei.

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