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Kirche genehmigt Grundstücksverkauf

Mit dem Verkauf ist auch die Verlegung des Ehrenmals verbunden, das dem neuen Kreisel in Bösel weichen muss. Das Mahnmal soll auch künftig an „exponierter Stelle“ stehen.

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Seit Jahrzehnten in der Diskussion: die viel befahrene Kreuzung im Bereich Friesoyther Straße/ Overlaher Straße und „Am Kirchplatz“. Mit Landesmitteln soll nun ein Kreisverkehrsplatz realisiert werden. Dafür ist ein Flächenankauf notwendig.Foto Pille

Seit Jahrzehnten in der Diskussion: die viel befahrene Kreuzung im Bereich Friesoyther Straße/ Overlaher Straße und „Am Kirchplatz“. Mit Landesmitteln soll nun ein Kreisverkehrsplatz realisiert werden. Dafür ist ein Flächenankauf notwendig.Foto Pille

Der Kirchenausschuss der katholischen Pfarrgemeinde St. Cäcilia Bösel hat in seiner jüngsten Sitzung seine Bereitschaft erklärt, die für den geplanten Kreisverkehrsplatz im Bereich Friesoyther Straße/ Overlaher Straße/ Am Kirchplatz erforderliche Fläche zu verkaufen.

Auf dem in Kirchenbesitz befindlichen Areal steht das Ehrenmal. Drei Vorschläge für die Verlegung an einen neuen Standort seien im weiteren Verlauf der Sitzung diskutiert worden, teilte Ausschuss-Vorsitzender Pfarrer Stefan Jasper-Bruns auf Anfrage von OM Online mit. Die Tagesordnungspunkte „Kreisverkehrsplatz“ und „Standortfrage des Ehrenmals“ sollten unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutiert werden und waren auf Antrag des Vorsitzenden einstimmig in den nicht öffentlichen Teil der Sitzung verlegt worden.

Kirchengemeinde benötigt zwei Areale

Die Informationen erteile der Kirchenausschuss gleichwohl, „da uns bewusst ist, dass diese Themen von öffentlichem Interesse sind“, sagte Jasper-Bruns.  Der Kreisverkehr steht seit vielen Jahren auf der Agenda der Gemeinde und wird nun durch Landesmittel realisiert, wie Wirtschaftsminister Bernd Althusmann bei seinem jüngsten Besuch in Bösel bestätigte.

Zwei Areale werden von der Kirchengemeinde dafür benötigt: Das Dreieck des alten Friedhofs an der Straße „Am Kirchplatz“ sowie ein Teil des Platzes vor dem Kriegerdenkmal, das unter Denkmalschutz steht. Nun sollen darüber Verhandlungen mit der Gemeindeverwaltung beginnen. Das ehemalige Postgebäude wurde inzwischen von der Gemeinde erworben und wird demnächst abgebrochen. Das Ehrenmal als Mahnmal für Frieden, Gerechtigkeit, Völkerverständigung und Versöhnung soll auch künftig an eine vielbefahrene und „exponierte Stelle“ versetzt werden.

Der Kirchenausschuss empfehle, so Jasper-Bruns, deshalb drei mögliche Standorte:  Zum einen den Eckplatz Jahnstraße und Garreler Straße in der Nähe der Fußgängerampel. Zum anderen an der Straße „Am Kirchplatz“ auf dem Eckgrundstück am geplanten Kreisverkehrsplatz oder zum Dritten auf dem Kirchplatz an der Nordseite des Mittelschiffs der Pfarrkirche (gegenüber des neuen Begegnungszentrums). Die Ausschussmitglieder erklärten sich außerdem „grundsätzlich bereit“, eine Teilfläche des in ihrem Besitz befindlichen Ackerlandes an der Straße „Neuland“ zu verkaufen.

Caritas-Verein soll Kita-Träger werden

Hier soll die neue Kindertagesstätte entstehen. Träger wird nach einer geheimen Abstimmung indes nicht die Kirchengemeinde, die Trägerin der bisherigen drei Kitas ist, sondern der Caritas-Verein Altenoythe. Für die Sanierung der Ortsdurchfahrt Petersdorf stimmte der Ausschuss zu, Teilflächen an der Straße vor der Kirche und dem Franziskusheim an den Landkreis Cloppenburg zu veräußern.  Da diese Flächen bereits durch den Bürgersteig überbaut worden sind, handelt es sich lediglich um die „Bereinigung des Ist-Zustandes“, hieß es. Wie berichtet, laufen die Arbeiten am Neubau des Begegnungszentrums nach einigen Verzögerungen nun „etwa im Zeitplan“. Das Investitionsvolumen beträgt rund 1,5 Millionen Euro.

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