Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Kinderheim St. Kazimier hat ein neues Auto

Die Litauenhilfe Visbek hat mithilfe von Spenden den Kauf des Wagens möglich gemacht. Die Übergabe war nun beim vergangenen Besuch von Alfons Hoping im Oktober.

Artikel teilen:
Freude über das Auto: (von links) Pfarrer Vytautas Kajokas (Leiter vom Kinderheim St. Kazimier in Alvitas), Alfons Hoping, Johannes Reckzeh, Horst Penski, Margret Hoping, Vilma Puodziuniene (Stellvertretende Leiterin vom Kinderheim) sowie Clemens Rottinghaus. Foto: privat

Freude über das Auto: (von links) Pfarrer Vytautas Kajokas (Leiter vom Kinderheim St. Kazimier in Alvitas), Alfons Hoping, Johannes Reckzeh, Horst Penski, Margret Hoping, Vilma Puodziuniene (Stellvertretende Leiterin vom Kinderheim) sowie Clemens Rottinghaus. Foto: privat

Ein großes Geschenk hatte Alfons Hoping von der Visbeker Litauenhilfe bei seinem vergangenen Besuch in Litauen im Oktober im Gepäck. Das Kinderheim St. Kazimier in Alvitas, das Hoping seit rund 25 Jahren unterstützt, hat jetzt ein neues Auto. Die Reisegruppe – bestehend aus Alfons Hoping und seiner Frau Margret, Johannes Reckzeh (Geschäftsführer R.W.A. Lohne), Horst Penski (betreut eine Pöppelmann-Partnerschaft zu der Stadt Kazlų Rūda) sowie Clemens Rottinghaus (Caritas) – konnte einen Golf Variant im Wert von 22.500 Euro übergeben.

Finanziert wurde der Wagen mit Spenden an die Litauenhilfe Visbek, wie Alfons Hoping berichtet. Das Auto habe er beim Autohaus Hake in Visbek gekauft, das ihm, gemeinsam mit dem Autohaus Ruhe in Dinklage, angesichts des Zwecks einen "guten Preis" gemacht habe, sagt Hoping. Das Zubehör hätten demnach die Autohäuser gestiftet. Johannes Reckzeh spendete darüber hinaus 3000 Euro für die Unterhaltungskosten des Wagens, wie Kraftstoff und Versicherung.

Hilfe ist weiterhin nötig

Ein neues Auto sei auch dringend nötig gewesen, schildert der Astruper. Der aktuelle Pkw sei "total alt und verbraucht". Der Wagen bedürfe zu vieler Reparaturen. Damit werden "kleine Fahrten" für Besorgungen erledigt oder es wird genutzt, wenn die Angestellten nur mit einem Kind unterwegs sein müssen. Dann müsse nicht immer mit dem Bulli, den das Kinderheim zusätzlich hat, losgefahren werden, sagt Hoping. Im Kinderheim St. Kazimier in Alvitas sind aktuell elf Kinder und Jugendliche untergebracht. Zehn Angestellte arbeiten dort.

Inzwischen ist es das dritte Auto, das die Litauenhilfe Visbek für das Kinderheim organisiert hat. Im Jahr 2000 ging ein Ford Transit im Wert von 8000 Euro nach Litauen, im Jahr 2011 der Bulli – im Wert von ebenfalls 8000 Euro –, der noch immer im Einsatz ist, erzählt Alfons Hoping.

Dass die Hilfe weiterhin notwendig ist, hat ihm sein jüngster Besuch erneut bestätigt, berichtet Hoping. So habe die Reisegruppe unter anderem zwei arme Familien besucht. Alleinerziehende Mütter mit jeweils fünf Kindern. Für die Familien hatte die Gruppe ebenfalls Hilfsgüter mitgebracht. Die Hälfte der regelmäßigen Hilfstransporte der Litauenhilfe gehen in den Ort Kazlų Rūda. Dafür verantwortlich ist Horst Penski, so Hoping. Eine Helferin vor Ort habe ihnen gezeigt, was mit der Hilfe passiert. In der Stadt betreut sie unter anderem die Hilfe für Obdachlose und Alte, für eine Suppenküche und auch für ein Kinderheim. Ebenso traf sich die Reisegruppe mit einer Helfern, die die Dörfer rund um Vilkaviškis betreut. So erhielten alte und pflegebedürftige Menschen im vergangenen Jahr Pflegebetten, Rollstühle und Rollatoren im Rahmen eines Hilfstransports der Litauenhilfe.

Mitglied im Rotary Club Vilkaviškis

Alfons Hoping ist es außerdem stets ein Anliegen, sein Netzwerk zu erweitern. So hat er vor den Mitgliedern des Rotary Clubs Vilkaviškis einen Vortrag über die Visbeker Litauenhilfe gehalten. Danach sei er spontan als Mitglied aufgenommen worden, erzählt er. Er freue sich über die Ehre, habe aber den Anwesenden erklärt, dass er es wahrscheinlich nicht schaffen werde, jeden Donnerstag bei den Treffen anwesend zu sein, sagt er und lacht. Hoping versucht außerdem, auf wirtschaftlicher Ebene sein Netzwerk zu erweitern. So habe die Reisegruppe in Kaunas den Unternehmer Aleksas Kreišmonas, der in der örtlichen Kirchengemeinde aktiv ist, getroffen. Hoping versucht, Verbindungen zwischen Kreišmonas und einem befreundeten Unternehmer aus Österreich herzustellen, um die Wirtschaft in Litauen zu stärken.

Neben Besuchen beim Bürgermeister von Vilkaviškis und beim Bezirksbrandmeister von Vilkaviškis – die Feuerwehr hat im vergangenen Jahr ein Tanklöschfahrzeug von der Freiwilligen Feuerwehr Visbek erhalten – war es Alfons Hoping ein Anliegen, erneut beim Holocaust-Mahnmal in Vilkaviškis Blumen niederzulegen. Dies hatte er bei seinem Besuch im Sommer erstmalig gemacht.

Jetzt neu! Moin Friesoythe! Der wöchentliche Newsletter für die Eisenstadt mit aktuellen News und Informationen. So verpassen Sie nichts mehr. Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach. Jetzt hier anmelden.  

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Kinderheim St. Kazimier hat ein neues Auto - OM online