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Kinderheim in Uganda platzt aus allen Nähten

Linderner Christen unterstützen soziale Projekte in Uganda. Ein Werlter Verein bietet in diesem Zusammenhang auch Patenschaften an.

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Hilfe für die Ärmsten: Der Werlter Verein unterstützt ein Kinderheim in Uganda. Foto: "Child Care Circle"

Hilfe für die Ärmsten: Der Werlter Verein unterstützt ein Kinderheim in Uganda. Foto: "Child Care Circle"

Wer die "Big Five" der afrikanischen Tierwelt, also Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard,  einmal in der freien Wildbahn erleben möchte, muss nach Uganda reisen. Das Land am Victoriasee ist für seinen Artenreichtum berühmt. Eine Safari haben die Mitglieder von "Child Care Circle" bei ihren Besuchen allerdings nie unternommen. Seit einigen Jahren unterstützt der Verein mit Sitz in Werlte ein Kinderheim in der ugandischen Provinz. 2019 legte er dort den Grundstein für einen Neubau.

Den Verein ins Leben gerufen hat Jimmy Kitunzi. Der gebürtige Ugander wollte die Lebensverhältnisse der Kinder in seinem Heimatland verbessern. Obwohl Uganda in den vergangenen Jahren wirtschaftliche Fortschritte gemacht hat, leben weiter viele Menschen an der Armutsgrenze. Hinzu kommen Krankheiten, die hierzulande gut behandelt werden könnten, darunter Aids. „Auch Kinder sind oft HIV-infiziert“, berichtet Alexander Eisinger von der Emmanuel-Christengemeinde in Lindern.

Beim Basar wird "to go" verkauft

Die Gemeinde, der auch Kitunzi und seine Frau Janna angehören, hatte für den Verein einen vorweihnachtlichen Basar veranstaltet. Wegen der Coronamaßnahmen konnten die Besucher diesmal aber nicht wie gewohnt durch die Kirchenräume bummeln. Verkauft wurde stattdessen "to go" - und das in Anbetracht der Umstände gar nicht einmal schlecht. Immerhin 500 Euro kamen zusammen. Mit dem Erlös sollen Lebensmittel und Kleidung für rund 80 Kinder gekauft werden. Auch Patenschaften seien möglich, sagt Eisinger.

Weil das Heim inzwischen aus allen Nähten platzt, soll ein Neubau für Abhilfe sorgen. Die Pläne liegen zurzeit auf Eis, denn auch in Uganda schränkt die Coronapandemie das öffentliche Leben ein. Außerdem kam es in den vergangenen Wochen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften. In Uganda finden im Januar Präsidentschaftswahlen statt.

Jimmy und Janna Kitunzi     Foto: KitunziJimmy und Janna Kitunzi     Foto: Kitunzi

Neben dem Sozialprojekt in Afrika unterstützt die Emmanuelgemeinde ebenfalls Bedürftige in Litauen. Auch diese Aktion litt unter den Corona-Einschränkungen. Alexander Eisinger hofft, dass das neue Jahr endlich die Wende bringt. Einstweilen freut er sich, dass die Gottesdienste in Lindern weiterhin stattfinden können - unter strengen Sicherheitsmaßnahmen, wie er betont.

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