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Kindergarten St. Gorgonius muss für kurze Zeit umsiedeln

Die Fertigstellung des Neubaus an den Überthünen 2 verzögert sich um 2 bis 3 Monate. Für diesen Zeitraum werden eine Krippen- und eine Kindergartengruppe woanders untergebracht.

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Hier wird das Gelände noch auf Straßenniveau angehoben und Parkplätze entstehen. Foto: Heinzel

Hier wird das Gelände noch auf Straßenniveau angehoben und Parkplätze entstehen. Foto: Heinzel

Den Kindergarten St. Gorgonius gibt es seit 1960 in Goldenstedt. 2019 sprach sich der Gemeinderat für den Neubau der Einrichtung aus. Im Juli 2021 begannen die Bauarbeiten mit dem Abriss des Vorgängerbaus. Nun steht die Fertigstellung des Kindergartens bevor. Die Betriebserlaubnis ist da, allerdings ist das Gebäude noch nicht ganz fertig, sodass der Neubau zum Start des Kindergartenjahres am 17. August noch nicht genutzt werden kann. Eine Übergangslösung ist aber gefunden. Eine Krippen- und eine Kindergartengruppe werden im Pfarrheim der katholischen Kirchengemeinde in Goldenstedt untergebracht.

Dafür seien nur kleinere Umbauarbeiten notwendig, da die Räumlichkeiten durchaus geeignet seien. Die Räume seien groß genug, eine Küche sowie sanitäre Einrichtungen ebenfalls vorhanden. Eine entsprechende Nutzungsänderung ist durch den Landkreis Vechta genehmigt worden. Letzteres geschah innerhalb von 2 Wochen. „Das ist nicht selbstverständlich“, berichten der zuständige Fachbereichsleiter der Gemeinde, Steffen Boning, und Josef Hülsmann, Kirchenprovisor der katholischen Kirchengemeinde in Goldenstedt. „Der Landkreis ist uns super entgegengekommen“, sagen die beiden. Die Nutzungsänderung war wichtig, um die Betriebserlaubnis für den Kindergarten zum 1. August zu erhalten, an der wiederum Fördergelder des Landes Niedersachsen für das Personal der Einrichtung hingen.

Am 17. August gehen die beiden Gruppen an den Start. Die Gruppe im Mehrgenerationenhaus bleibt dort, nur die aktuell in einem Container beim Kindergarten St. Lucia an der Bundeskanzler-Kohl-Straße untergebrachte Gruppe wird vorübergehend aus organisatorischen und rechtlichen Gründen St. Lucia angegliedert, wird aber, sobald der Neubau von St. Gorgonius bezogen werden kann, an die Überthünen umziehen. Im Neubau werden dann drei Gruppen untergebracht sein. Platz ist aber für vier. „Das war unser Wunsch, eine Ausbaureserve zu haben, und so haben wir Luft in der Planung“, berichtet Steffen Boning und ergänzt: „Die Räumlichkeiten sind als Krippen- oder Kindergartengruppe nutzbar.“

Große Fensterfronten sorgen für lichtdurchflutete Räume. Die einzelnen Gruppen verfügen über einen direkten Zugang zum Garten. Foto: HeinzelGroße Fensterfronten sorgen für lichtdurchflutete Räume. Die einzelnen Gruppen verfügen über einen direkten Zugang zum Garten. Foto: Heinzel

Auf den fast 1000 Quadratmetern des Neubaus wird es neben den Gruppenräumen, einen gefliesten Kreativraum, eine Mensa, eine Küche, einen Sportraum sowie Personal- und Verwaltungsräume geben. Jede Gruppe verfügt darüber hinaus über einen Ausweichraum, welcher nochmals durch eine mobile Wand unterteilt werden kann. Dieser könnte eventuell als Schlaf-, Musik- oder Therapieraum genutzt werden.

Auf etwa 3 Monate schätzt Steffen Boning die Verzögerung. Ziel ist es, im Laufe des Oktober die neuen Räumlichkeiten an den Überthünen zu beziehen. Verantwortlich seien – wie generell derzeit im Baugewerbe – Corona und Lieferschwierigkeiten. Die Probleme hätten langsam den vorhandenen Puffer aufgefressen und nun zur verzögerten Nutzung geführt. Trotzdem zeigt sich Steffen Boning mit den Fortschritten zufrieden und meint mit Blick auf die insgesamt 26 Gewerke, die es zu koordinieren galt: „Wir sind gut durchgekommen.“ Zudem baue man in einem Gelände mit einem Höhenunterschied von 4 Metern. Das dürfe man nicht unberücksichtigt lassen. Es werde keine „außergewöhnlichen Mehrkosten“ geben. Die Gesamtkosten seien mit 2,8 Millionen Euro veranschlagt. Steffen Boning rechnet mit Mehrkosten in Höhe von etwa 10 Prozent.

Blick auf die Mensa: Im Vordergrund wird wieder ein Klettergerüst entstehen. Die Spielgeräte sind bereits bestellt.  Foto: HeinzelBlick auf die Mensa: Im Vordergrund wird wieder ein Klettergerüst entstehen. Die Spielgeräte sind bereits bestellt.  Foto: Heinzel

Bis das Gebäude genutzt werden kann, sind noch letzte Aufgaben durchzuführen. Die Malerarbeiten starten nach dem Stoppelmarkt. Der Bodenbelag muss eingebracht werden. Das Material sei vorhanden. Die Endinstallationen durch Elektriker, Sanitärtechniker und Schlosser stehen ebenfalls noch an. Die Außenanlagen gilt es herzurichten. Die Spielgeräte dafür seien bestellt und die Lieferung zugesichert worden. Eine große Kletteranlage werde es beispielsweise geben. Platz zum Spielen sei genug vorhanden, da sich die Grundfläche des Kindergartens weiter vergrößern werde, so Kirchenprovisor Josef Hülsmann. Das Dach wurde begrünt. Eine Photovoltaikanlage könne problemlos nachgerüstet werden. Die entsprechenden Bohrungen seien vorhanden. Jetzt gelte es allerdings erst einmal, den Endspurt gut über die Bühne zu bringen.

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