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Kinder stellen bei Erntedank in Beverbruch Schöpfung in den Mittelpunkt

Der Chor sorgte bei dem Fest der Dorfgemeinschaft für Unterhaltung. Das Musical hatte aber auch eine klare Botschaft.

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Gespalten: Während sich ein Teil der Felsenmäuse um Ersatzsteine bemüht, möchte die andere Gruppe nur weitere Wundersteine finden. Foto: Högemann

Gespalten: Während sich ein Teil der Felsenmäuse um Ersatzsteine bemüht, möchte die andere Gruppe nur weitere Wundersteine finden. Foto: Högemann

Jedes Jahr im Herbst wird Erntedankfest gefeiert. Der Brauch spielt auch in Beverbruch eine wichtige Rolle. Auf dem Hof Grote haben am Samstag Jung und Alt das traditionelle Fest gemeinsam gefeiert.

Geschmückt mit einer von der Landjugend gebundenen Erntekrone  und mit weiteren Feld- und Obsterträgen diente eine Halle auf dem Hof als Ort für die Dankesfeier. Ein Gottesdienst mit Pater Thomas stimmte auf das Fest ein. Mit dem Erntedankfest sollte an die Abhängigkeit des Menschen von der Natur erinnert werden. Durch den gemeinsamen Gottesdienst konnten die Beverbrucher Gott für die Feld- und Obsterträge des Jahres danken. Das Fest hatte eine klare Botschaft: Der Mensch habe die Schöpfung Gottes nicht unter Kontrolle hat, sondern selbst ein Teil dieser Schöpfung. Deshalb sei es wichtig, gut mit der Welt umzugehen.

Ein besonderes Dankeschön sprachen die Beeverbrucher Familie Grote aus – insbesondere auch Klaus Grote. Er gibt nach 25 Jahren ehrenamtlicher Arbeit im Ortsausschuss Beverbruch seinen Posten ab.

Ein Stück mit klarer Botschaft

Bei der Erntedankfeier brachte ein Musical des Kinderchors Beverbruch unter der Leitung von Maria Willenborg und musikalischer Begleitung von Katrin Budde die Botschaft des Gottesdienstes ebenfalls auf den Punkt: Jeder Einzelne könne durch sein Umweltverhalten die Zukunft des blauen Planeten beeinflussen.

„Mats und die Wundersteine“ heißt das Singspiel aus der Feder von Kindermusiker Detlev Jöcker, Marcus Pfister und Georg Bühren. In dem Stück geht es um die Felsenmaus Mats, die auf der von ihr und ihren Artgenossen bewohnten Felseninsel einen wundersamen, leuchtenden Stein findet. Jede Felsenmaus will dann natürlich so einen Stein haben. Der alte Balthasar aber warnt seine Artgenossen: „Wenn man der Insel etwas wegnimmt, muss man ihr dafür etwas wiedergeben.“ Die Felsenmäuse, von den glitzernden Wundersteinen begeistert, graben sich jedoch immer tiefer in den Berg hinein. Dabei verlieren sie jedes Maß. Jeder will so viel wie möglich von den Schätzen haben. Schließlich stürzt ein Teil der Insel ein. Erst da besinnen sich die Mäuse und schwören der Gier ab. Sie geben dem Berg zurück, was ihm gehört.

„Mats und die Wundersteine“ greift spielerisch auf, wie jeder Einzelne durch sein Verhalten die Umwelt beeinflussen kann. Und so wie die Mäuse im Stück haben auch die Jungend und Mädchen vom Kinderchor sowie alle Besucher des Erntedankfestes gelernt, dass man die Natur nicht folgenlos ausbeuten kann.

Im Anschluss gab es ein gemütliches Zusammensein mit einem bunten Büfett. Alle teilnehmenden Haushalte hatten dafür ein Gericht mitgebracht.

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