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Keine Zeit für Ausreden: Die "Spätlese" ist da

Die Musikschule Romberg in Dinklage lädt zum Projekt: "Spätlese". Erwachsene mit und ohne Vorerfahrung sollen hier in Kleingruppen musizieren können.

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Klavierlehrerin Ilona Nazarenus (von links), Trompetenlehrer Christoph Pille, Musikschulleiter Konrad Hartong und Gitarrenlehrer Peter Reckzeh freuen sich auf viele Anmeldungen zur "Spätlese". Foto: Scholz

Klavierlehrerin Ilona Nazarenus (von links), Trompetenlehrer Christoph Pille, Musikschulleiter Konrad Hartong und Gitarrenlehrer Peter Reckzeh freuen sich auf viele Anmeldungen zur "Spätlese". Foto: Scholz

Das Lieblingslied auf einem Instrument spielen: Für viele ist das ein Traum. Unerfüllt, weil der Musikunterricht in Kindertagen nicht selbstverständlich war und die Hemmschwelle, als Erwachsener erstmals Unterricht zu buchen, groß scheint. Genau dieses Problem will die Musikschule Romberg in Dinklage nun lösen helfen. Bei dem Projekt "Spätlese" soll jeder die Möglichkeit bekommen in einer Kleingruppe ein Instrument zu lernen. "Ohne Druck und ohne die Angst sich zu blamieren", wie es Musikschulleiter Konrad Hartong formuliert, soll hier geübt werden.

Ab sofort sind Anmeldungen möglich.  Schließlich ist die Dinklager Einrichtung schon lange keine reine "Jugendmusikschule" mehr. Der Fokus der Spätlese liegt dabei auf dem Gruppenunterricht. "Die Erwachsenen wollen lieber ein Gruppenerlebnis haben", erläutert Hartong. Er und seine Musikschulkollegen sind darum auf die Idee gekommen, Kleingruppenunterricht für Erwachsene anzubieten. Später könnten die Musikerinnen und Musiker zu einem Orchester werden. Dabei gehe es nicht um Leistung, sondern darum, gemeinsam Spaß zu haben, erklärt Gitarrenlehrer Peter Reckzeh. 

Keine Beschränkungen zur Teilnahme

"Wir sehen, wie genau auf diese Art und Weise im Schulbereich Jugendliche erfolgreich Instrumente erlernen", sagt Reckzeh. Das geschehe beispielsweise in sogenannten Bläserklassen. Trotzdem sei das ganze Projekt aktuell noch ein "Versuchsballon". Die Musikschule habe keinerlei Vorerfahrung mit dieser Art von Erwachsenenunterricht. "Wir werden sehen, wie viele sich anmelden und dann ausarbeiten, wie groß die Gruppen werden", erläutert Hartong. 

Um teilnehmen zu können, gibt es keine Altersbeschränkung. "Egal, ob 25 oder 85, bei uns können alle mitmachen", sagt Hartong. Auch das Fehlen des eigenen Instrumentes soll kein Stolperstein sein. Die Musikschule biete Leihinstrumente an, berichtet Reckzeh. Preislich, schätzt die Musikschule, wird das Angebot der Spätlese im Bereich zwischen 30 und 40 Euro pro Monat liegen. 

Dafür soll es regelmäßige Proben geben und irgendwann auch Auftritte. Sollten sich viele mit ähnlichen Instrumenten anmelden, könnte sich Hartong vorstellen, dass man diese dann zu einer Gruppe zusammenführt. Genaueres werde die Musikschule zeitnah bekannt geben.

Mit Blick auf die Corona-Pandemie verweist der Musikschulleiter auf das Hygienekonzept der Musikschule. "Wir können gut 10 Leute gleichzeitig unterrichten", sagt Hartong. Konzerte durchzuführen sei aktuell etwas schwierig, aber das solle ja auch nicht der Kern der "Spätlese" sein. 

"Sobald sich Menschen bei uns anmelden, können wir beginnen."Konrad Hartong, Musikschulleiter 

Projektstart ist sofort. "Sobald sich Menschen bei uns anmelden, können wir beginnen", sagt Musikschulleiter Hartong. Eine zeitliche Begrenzung gebe es erst einmal nicht.

Und was bedeutet der Projektname "Spätlese"? Zum einen soll er die Meinung vieler Erwachsener symbolisieren, die sagen: "Es ist eh zu spät, ein Instrument zu lernen." Das sei Unsinn. Vielmehr dürfe auch ein Spätstarter – bildlich gesprochen – noch auf reiche Ernte hoffen. Das Projekt mache dies möglich, erklärt Reckzeh. Zumal der Wein der Spätlese zumeist auch etwas ganz Besonderes sei. So besonders, wie das Lieblingslied irgendwann auf der Trompete zu spielen.

  • Info: Anmeldungen sind direkt bei der Musikschule Romberg (Koesters Gang 11) von Montag bis Mittwoch, jeweils von 15 bis 18 Uhr, unter Telefon 04443/1425 oder per Mail unter info@musikschule-romberg.de möglich. Näheres gibt es zudem unter www.musikschule-romberg.net.

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