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Keine Lockerungen im Oldenburger Münsterland in Sicht

Die 7-Tagesinzidenzen im Oldenburger Münsterland sind zu hoch. Bei Werten über 100 gibt es nach derzeitigem Kenntnisstand keine Lockerungen. Das betrifft auch die Schulen und privaten Kontakte.

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Die Öffnungen und Lockerungen, die am Montag (8. März) gemäß  dem von Bund und Ländern vereinbarten Stufenplans gelten sollen, wird es vorerst im Oldenburger Münsterland nicht geben. Das ist seit Freitagvormittag klar. Denn die vom Landesgesundheitsamt Zahlen zeigen: In den Landkreisen Cloppenburg und Vechta ist die 7-Tagesinzidenz zu hoch. Sie liegen seit Tagen über der 100er-Marke.

Das bedeutet nach bisherigem Kenntnisstand am Freitagvormittag: Der bisherige Lockdown gilt auch nach dem 8. März in beiden Landkreisen - inklusive der Kontaktbeschränkung mit maximal einer Person aus einem fremden Haushalt. Beim Einzelhandel herrscht noch Unklarheit, nach Angaben der Bundestagsabgeordneten Silvia Breher gebe es allerdings positive Tendenzen. Der Präsenzunterricht an den Schulen muss weiter ruhen. Zoos, Theater, Kinos dürfen nicht öffnen. Es gelten außerdem die derzeitigen Beschränkungen im Sport.


  • unter 50 (blau): Ab dem 8. März darf der Einzelhandel mit einem Kunden pro 10 bzw. 20 qm öffnen (abhängig von der Verkaufsfläche). Öffnen dürfen Museen, Galerien, Zoos und Gedenkstätten. Kontaktfreie Sportarten unter freiem Himmel sind mit maximal 10 Personen erlaubt. Frühestens ab dem 22. März dürfen Außengastronomie, Theater, Konzertsäle und Kinos öffnen. Nun ist kontaktfreier Sport in Gebäuden erlaubt. Unter freiem Himmel sind jetzt auch Kontaktsportarten erlaubt. Frühestens ab dem 5. April dürfen Veranstaltungen unter freiem Himmel mit maximal 50 Teilnehmern stattfinden. Jetzt sind auch Kontaktsportarten drinnen erlaubt. (bei allen Schritten gilt die Voraussetzung: mindestens 3 Tage unter dem Grenzwert)
  • 50 bis 100 (gelb): Ab dem 8. März gelten Einschränkungen im Einzelhandel - Kunden müssen einen Termin vereinbaren, es ist nur ein Kunde auf 40 qm erlaubt. Museen, Galerien, Zoos und Gedenkstätten dürfen Besucher nur mit vorheriger Terminvereinbarung einlassen. Sie müssen auch Besucherlisten führen. Unter freiem Himmel ist nur Individualsport erlaubt - mit maximal 5 Personen aus 2 Haushalten, oder mit maximal 20 Kindern. Frühestens ab dem 22. März gilt für die Außengastronomie: Gäste müssen einen tagesaktuellen negativen Selbsttest vorweisen können, sie müssen einen Termin vereinbaren. Gleiches gilt für Theater, Konzerte und Kinos. Tagesaktuelle negative Selbsttests werden auch bei sportlichen Ausübungen verlangt. Frühestens ab dem 5. April darf der Einzelhandel mit 1 Kunde pro 10 bzw. 20 qm öffnen (abhängig von der Verkaufsfläche). Der Selbsttest für sportliche Ausübungen entfällt. (bei allen Schritten gilt die Voraussetzung: mindestens 3 Tage unter dem Grenzwert)
  • über 100 (rot): Sämtliche Lockerungen werden zurückgenommen. Die Kontaktbeschränkungen werden wieder verschärft. Der Präsenzunterricht an Schulen wird eingestellt. Rückkehr zu Lockerungen sind erst wieder erlaubt, wenn der betroffene Landkreis mindestens 3 Tage in Folge unterhalb der 100er-Marke liegt.
  • über 200 (violett): Nach derzeitiger Definition gilt ein Landkreis als Hotspot. Hier sind weitere Verschärfungen (z.B. Ausgangssperre, Beschränkung Bewegungsradius möglich)
  • Sonderfall Einzelhandel: Hier soll die landesweite Inzidenz greifen, damit kein Shoppingtourismus entsteht. Nach aktuellen Stand (5.März) liegt der Inzidenzwert bei 64,2 (Stufe gelb). Noch unklar ist, ob der Einzelhandel in Landkreisen mit Inzidenzwerten über 100 komplett schließen muss.

Für den Landkreis Cloppenburg liegt die 1. Stufe für Lockerungen und Öffnungen in weiter Ferne. Das Landesgesundheitsamt meldet am Freitag eine 7-Tagesinzidenz von 140,6. Damit meldet der Landkreis Cloppenburg wie schon seit mehreren Tagen die niedersachsenweit höchste 7-Tagesinzidenz - und der Wert ist im Vergleich zum Vortag sogar noch einmal gestiegen. Am Donnerstag stand die 7-Tagesinzidenz noch bei 134,2 (dieser Wert ist am Freitag rückwirkend nach oben korrigiert worden). Die aktuelle Berechnung basiert auf 240 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen. In der Statistik werden 7405 Gesamtfälle aufgeführt - das 57 Fälle mehr als am Vortag.  Das Cloppenburger Gesundheitsamt hat in seinem letzten Corona-Update 56 Neuinfektionen und 7385 Gesamtälle angegeben.

Im Landkreis Vechta ist die 1. Stufe für Lockerungen zumindest in greifbarer Nähe. Die 7-Tagesinzidenz liegt zwar über der 100er-Marke, aber auch nur knapp mit 104.3. Der Wert ist damit im Vergleich zum Vortag (106,4) geringfügig gesunken. Die aktuelle Berechnung basiert auf 149 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen. In der Statistik werden 5814 Gesamtfälle aufgeführt. Das sind 21 Fälle mehr als am Vortag und entspricht den letzten Angaben des Vechtaer Gesundheitsamtes.

Die 7-Tagesinzidenzen in den Nachbarlandkreisen:

  • Landkreis Osnabrück: 60,6 (Lockerungen möglich, 3 Tage unter 100)
  • Landkreis Oldenburg: 45,8 (Lockerungen möglich, 2 Tage unter 50)
  • Landkreis Diepholz: 40,1 (Lockerungen möglich, 3 Tage unter 50)
  • Emsland: 72,2 (Lockerungen möglich, 3 Tage unter 100)
  • Ammerland: 59,3 (Lockerungen möglich, 3 Tage unter 100)
  • Landkreis Leer: 100,1 (keine Lockerungen)

Der landesweite Inzidenzwert liegt am Donnerstag bei 64,2 - und ist damit im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Die Gesundheitsämter haben seit Mittwoch 948 Neuinfektionen nach Hannover gemeldet. Die Zahl der Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Infektion stehen, ist landesweit um 23 auf nunmehr 4426 gestiegen.

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